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Gabriela Maria Schmeide
Foto: Armin Smailovic
Gabriela Maria Schmeide

Gabriela Maria Schmeide wuchs zweisprachig als Tochter sorbischer Eltern in Bautzen auf. Nach der Flucht ihres Vaters in den Westen, durfte sie in der damaligen DDR nicht Medizin studieren und begann nach der Schulzeit zunächst mit der Arbeit als Souffleurin am Theater Bautzen. Nach einer Gesangs- und Violinausbildung studierte sie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Ein Erstengagement bekam sie am Berliner Ensemble und wurde 1992 von der Zeitschrift "Theater heute" zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gewählt und 1994 mit dem Förderpreis der Akademie der Künste ausgezeichnet. Von 1994 bis 2009 arbeitete sie zuerst als festes Ensemblemitglied am Theater Bremen, später als Gast. In dieser Zeit arbeitete sie u.a. mit Andrej Woron, Karin Henkel, Peter Palitzsch und Konstanze Lauterbach. 1996 erhielt sie den Kurt Hübner Preis der Bremer Theaterfreunde für besonders herausragende künstlerische Leistung. Mit der Intendanz von Joachim Lux wechselte Gabriela Maria Schmeide ans Thalia Theater. Sie erhielt 2013 für ihre Rolle der „Zerlina“ in Antú Romero Nunes‘ Inszenierung „Don Giovanni“ den Rolf Mares Preis für „Herausragende Darstellung“.

Für ihre Titelrolle in Andreas Dresens Film „Die Polizistin“ wurde sie 2001 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Es folgten zahlreiche weitere Film- und Fernsehproduktionen wie „Halbe Treppe" (Regie Andreas Dresen), „Der Aufstand“ (Regie Hans-Christoph Blumenberg), „Leben wäre schön“ (Regie Kai Wessel), „Das weiße Band“ (Regie Michael Haneke), „Die Friseuse“ (Regie Doris Dörrie). Für ihre Nebenrolle als Sozialarbeiterin in „Systemsprenger“ (Regie Nora Fingscheidt) wurde Gabriela Maria Schmeide 2020 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Gabriela Maria Schmeide ist seit der Spielzeit 2009/10 festes Ensemblemitglied des Thalia Theater.