Der schwarze Mönch

Der schwa
rze Mönch

von Kirill Serebrennikov / nach Anton Tschechow / Regie Kirill Serebrennikov / Uraufführung
Regie und Bühne
Kirill Serebrennikov
Co-Regie / Choreographie
Evgeny Kulagin
Ivan Estegneev
Persönliche Assistenz
Anna Shalashova
Künstlerische Produktionsleitung
Alina Aleshchenko
Technische Produktionsleitung
Elena Bulochnikova
Mitarbeit Bühne
Olga Pavluk
Musikalisches Arrangement "Serenade"
Andrei Poliakov
Musikalische Einstudierung
Uschi Krosch
Dramaturgie
Joachim Lux

Sonnenauf- und Sonnenuntergänge

Tillmann Becker (Tanz)
Genadijus Bergorulko (Bariton)
Viktor Braun (Tanz)
Chris Jäger (Tanz)
Tim Czerwonatis (Tanz)
Pavel Gogadze (Tenor) / Benjamin Boresch (Tenor)
Friedo Henken (Bariton)
Alexander Tremmel (Tenor) / Samuel Franco (Tenor)
Daniel Vliek (Tanz)

 

Worum geht’s?

 

Kirill Serebrennikov sagt: „How can we find strategies to survive? By work? By love? By art? „It’s an amazing story about a man who turns mad and about his kind of parallel life.“

 

Und auf die Frage, wie er die Geschichte erzählen möchte: „It’s like a poetic thriller. Of course I would like to make it with video, with life music and opera singing.“

 

Kirill Serebrennikow ist ein entgrenzender Gesamtkunstwerker, der in seinen Arbeiten oft das Crossover von Schauspiel, Körper- und Musiktheater sucht. Er ist ein freier Geist und ein Star des europäischen Regietheaters. Seine Inszenierungen sind auf den großen europäischen Festivals zu sehen, eine besondere Freundschaft verbindet ihn mit Avignon, er inszeniert an den großen Opernhäusern, zuletzt „Parsifal“ an der Wiener Staatsoper. Zugleich dreht er Filme, und all dies, obwohl er zur Zeit sein Land (noch) nicht verlassen darf. Jetzt kommt er ans Thalia!

 

 „Ich bin seit vielen Jahren mit ihm in Kontakt und glücklich, dass jetzt, nach seinem Gastspiel mit „Who is happy in Russia“ bei den Lessingtagen 2019, endlich eine Serebrennikov-Inszenierung am Thalia stattfinden könnte. Gegen viele Wahrscheinlichkeiten, und deswegen umso möglicher. Kirill Serebrennikov achtet die ihm auferlegten Regeln und transzendiert sie mit seiner Kunst, ohne zu verbittern." (Joachim Lux)

 

Eine Zeitlang hat das Thalia Theater mit Kirill Serebrennikov über Parsifal und dessen traumtanzenden Blick auf eine ihm fremde Welt gesprochen. Geworden ist es dann die hierzulande nahezu unbekannte Tschechow-Geschichte „Der schwarze Mönch“. Man kann die Geschichte multiperspektivisch von verschiedenen Seiten erzählen. Es geht – vereinfacht gesagt – um die Freiheit. Um die unbändige Sehnsucht des Menschen nach Freiheit und Selbstentgrenzung, nach dem Besonderen und Einzigartigen, nach Kunst und Genialität, und um die Erfahrung, dass dies zu Selbstzerstörung führen kann,- eine „Hamlet“-Figur, zerrissen zwischen der Anforderung, sich in den sozialen Körper einzugliedern und dem Anspruch, eigen und besonders zu sein. Um einen Gärtner, der mit Hingabe und Selbstaufopferung seinen Garten pflegt, von dem er lebt, dem alles Besondere fremd, dienende Arbeit aber heilig ist, um dessen Tochter, die Erlösung von der Garten-Fron in der Kraft der Liebe sucht, und – last but not least: um einen untoten, arabischen Legenden entlehnten, schwarzen Mönch, der zugleich aus dem Arsenal von Edgar Allan Poe stammen könnte. Tschechow treibt den Konflikt zwischen menschlicher Mediokrität und Hypostasierung des Ichs auf die Spitze. Und Kirill Serebrennikov verschärft die Grundkonstellation durch die musikalisch-kompositorische Form des Rondos.

 

 ‚How can we find strategies to survive? ‘, fragt Serebrennikov. Tschechow stellt diese Fragen, Serebrennikov stellt sie, beantworten aber muss sie jeder selbst. Anders geht es nicht.

 

Übrigens: Auch der Begriff vom Menschen als „Herdentier“ spielt beim Arzt und Naturwissenschaftler Tschechow vor mehr als hundert Jahren bereits eine Rolle. Wir mussten uns gerade wieder an diesen Begriff erinnern lassen, eine schwer erträgliche, gewissermaßen kopernikanische „Kränkung“, die wievielte eigentlich? Müssen wir diese epochalen „Kränkungen“ akzeptieren? Können wir sie überwinden? Im Sinne der Freiheit? Worin besteht sie genau? Oder geht es in Wahrheit um den Aufbruch in ein posthumanes Zeitalter, das diese Konfliktlinien hinter sich lässt?“

 

 

Eine internationale Produktion mit russischen, deutschen, amerikanischen, armenischen und lettischen Künstlern

 

Dauer 2:40h, ohne Pause

Uraufführung 22. Januar 2022, Thalia Theater

PRESSESTIMMEN

„Ein opernhaft opulentes Fest der Sinne.“ - Georg Kasch, nachtkritik.de, 23.1.2022

 

„Ein Theaterereignis dieser Wucht, Bedeutung und Größe erlebt man auch in Hamburg nicht alle Tage. Das muss man gesehen haben.“ - Annette Stiekele, Hamburger Abendblatt, 23.1.2022

 

„Vor all dem sitzen wir atemlos. Diese Aufführung reißt hin und reißt weg. Und so voll mit Bildern, Klängen und Gedanken hinterlässt sie das Publikum, dass für viele womöglich an Schlaf nicht zu denken war in dieser Nacht.“ - Michael Laages, Die Deutsche Bühne, 23.1.2022

 

Weitere Pressestimmen
Förderer
Gastspiele

7. bis 15. Juli 2022

Festival d'Avignon, Frankreich

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Eintauchen, durchklicken, entdecken: das Tagebuch einer fast unmöglichen Inszenierung auf thaliadigital!

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Kirill Serebrennikov
Sehen Sie eine weitere Produktionen von Kirill Serebrennikov bei den Lessingtagen: Leto

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