Woyzeck

Woyze
ck

nach Georg Büchner / von Tom Waits, Kathleen Brennan und Robert Wilson / Songs und Liedtexte Tom Waits/Kathleen Brennan / Textfassung Ann-Christin Rommen/Wolfgang Wiens / Regie Jette Steckel

God’s away on business. Woyzeck liebt Marie, aber was kann er ihr schon bieten? Als einfacher Soldat lebt er am unteren Ende der Gesellschaft, schlägt sich mit Gelegenheitsarbeiten durch – rasiert seinen Hauptmann, schneidet Stöcke, mit denen Leute wie er geprügelt werden, ruiniert seinen Körper und seinen Verstand mit den Experimenten des Doktors. Als Marie sich dem Tambourmajor zuwendet, wird es Woyzeck zu viel.


Bei seinem frühen Tod 1837 hinterließ Georg Büchner „Woyzeck“ als Fragment, offen für Aneignungen. Der amerikanische Musiker Tom Waits befasst sich seit den Siebziger Jahren mit den Abgründen der menschlichen Seele und diagnostiziert in kleinen Songs große Katastrophen. In Zusammenarbeit mit Robert Wilson entstand eine musikalische Bearbeitung von „Woyzeck“ (uraufgeführt 2000 in Kopenhagen), die Waits als Album „Blood Money“ veröffentlichte. Waits’ Songs lassen ins Innere der Figuren blicken, seine Musik fügt dem zwischen Fiebertraum und Sozialdrama stehenden Text Büchners eine Dimension hinzu, leistet Widerstand gegen die Zumutungen der Existenz, gegen die Bilder einer kranken Welt.

 

„Woyzeck“ handelt von Wahnsinn und von Obsessionen, von Kindern und von Mord – alles Dinge, die uns berühren. Das Stück ist wild und grell und spannend und fantasieanregend. Es bringt einen dazu, Angst um die Figuren zu bekommen und über das eigene Leben nachzudenken. Ich schätze mal, mehr kann man von einem Stück nicht verlangen.                
Tom Waits

 
Premiere 23. Januar 2010, Thalia Theater


Einladungen
10. bis 13. April 2014
Festival de Teatro - Bogotá , Kolumbien

PRESSESTIMMEN

„Kein Lob ist zuviel für ein Ensemble, das akrobatisch präzis fit sein musste, mit ungeheurer Energie singen musste, grell verstärkt durch Mikroports, und natürlich noch die wundervollen Texte Büchners zu sprechen hatte! […] Unter der Leitung von Gerd Bessler trug ein kleines Instrumentalteam zum rauschenden Erfolg dieses denkwürdigen Abends bei.“ - Tageblatt online

 

„Man kann es vielleicht eine Popinszenierung nennen. Tatsache ist: Ein solch bezauberndes audiovisuelles Gesamtkunstwerk hat man in einem Hamburger Theater schon lange nicht mehr erlebt.“ - Szene Hamburg

 

„Bereits im Vorfeld war zu ahnen: Hier brodelt ein Süppchen, das vortrefflich munden wird. Die Zutaten sind die Songs von Tom Waits, die Ideen der hochbegabten Jung-Regisseurin Jette Steckel, das Können der Thalia-Akteure. Und das Fragment gebliebene Stück des jung verstorbenen Georg Büchner mit einem zerrütteten Protagonisten im Zentrum. Und wirklich: Dieser "Woyzeck" ist ein Hochgenuss! […] Atmosphärisch passt alles bestens zusammen. Was vom Publikum mit frenetischem Jubel gewürdigt wurde. So sind die nächsten Vorstellungen dieses Musicals für den geschmackssicheren Kulturfreund auch allesamt ausverkauft.“ - Hamburger Morgenpost

 

Weitere Pressestimmen
Ausgewählte Kommentare
Einfach überwältigend, beängstigend, verstörend, erfrischend...Ich könnt es mir immer wieder ansehen und die Musik, die Musik...wär genial wenn man die auf CD kaufen könnte!!!!!
Anna Willert, 10.10.10
Wunderbar- und bedrückend. Nach dem Stück hatte ich einen Kloß im Hals...
Nicola Lange, 29.05.11
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