Große Freiheit Nr. 7

Große
Freiheit Nr.
7

„Seemanns Braut ist die See“ so hoffnungsvoll programmatisch wie traurig klingt es in „La Paloma“, dem auf allen Meeren der Welt bekannten Song, den auch Helmut Käutner 1944 für seinen Film „Große Freiheit Nr. 7“ verwendet hat. Mit diesem Film hat er in den härtesten Kriegsjahren einen Mythos für Hamburg geschaffen, in dem vor allem die Sehnsucht die Menschen umtreibt. Der alternde Seemann Hannes Kröger scheint nach vielen Jahren auf See bei seiner Geliebten Anita auf der Großen Freiheit in St. Pauli sein Zuhause gefunden zu haben. Hier unterhält er seit Jahren die Gäste mit den berühmtesten Hamburger Liedern. Doch als die wesentlich jüngere schöne Fremde durch einen Zufall in sein Leben tritt, wird er nachdenklich. Erst durch sie lernt er eine völlig neue Welt kennen, die Welt des einfachen bürgerlichen Mädchens. Plötzlich scheint dem ewigen Seemann der Gedanke sesshaft zu werden ganz nahe liegend. Doch als er sich mit Jadranka verloben will, muss er feststellen, dass sie sich mehr für den jüngeren Scholz interessiert und sich eigentlich längst entschieden hat. Hannes muss Abschied nehmen - und offen bleibt, wie viel Wahrheit in „Seemanns Braut ist die See und nur ihr kann er treu sein“ wirklich steckt.

 

Premiere am 23. April 2010 im Thalia Theater

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PRESSESTIMMEN

„Das ist nicht Hans Albers! So schreit es Regisseur Luk Perceval dem Publikum förmlich entgegen. Die Albers-Erwartung liegt nach ein paar Minuten schon ad acta, denn dieser depressive Stimmungssänger - wunderbar lässig von Matthias Leja gespielt - hat ganz eigene Qualitäten. Schubumkehr für das käutnersche St. Pauli-Märchen. […] Zum Glück vermeidet Luk Percevals bei seinem Zugriff auf den Klassiker jede besänftigende Nostalgie und versucht, die Figuren als Zeitgenossen zu beleben ohne dabei ihre Geschichte zu verfälschen. […] Am Ende teilte sich der Beifall in Jubel fürs Ensemble und heftige Buhs für das Regie-Team: Gerade in Hamburg Hans Albers demonstrativ links liegen zu lassen, ist natürlich immer gewagt. Hier aber gelang der Klassiker-Transport ins Heute. Und für konservierte Helden gibt's ja das Panoptikum.“ - Spiegel Online

 

„Leidenschaftliche Seefahrt, tragische Sehnsucht? Alles Passé! Im Thalia Theater wird Hans Albers unsanft ins Hafenbecken geschubst – und mit ihm der ganze Mythos, der an Helmut Käutners Film klebt.“ - Hamburger Morgenpost

 

„Und konnte Intendant Joachim Lux in Hamburg etwas Emotionaleres ankündigen als eine Theaterversion des Films von Helmut Käutner aus dem Durchhaltejahr 1944, als letzte Premiere seiner beachtlichen ersten Saison? Die „Große Freiheit“ gehört zum Mythos Hamburgs wie der Hafen und die Reeperbahn und Hauptdarsteller Hans Albers zu den Lokalheiligen der Stadt, deren Einwohner ein gänzlich unironisches Verhältnis zu ihrer Heimat pflegen.“ - Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

 

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Ausgewählte Kommentare
Liebes Thalia Theater

ich war mit meiner Frau auf der Premiere von "Große Freiheit" und es hat uns sehr gut gefallen. Auch wenn die Geschichte vielleicht etwas dünn ist, so war doch Luk Percevals Bilderproduktion und vor allem das Zusammenspiel von Musik und Text ganz außergewöhnlich. Wir sind ganz melancholisch beschwingt nach Hause gegangen.

Herzliche Grüße
Aus einem Zuschauerbrief, 28.04.10
Wir waren am 19.11.10 zum ersten Mal als Berliner im Thalia Theater in der "Großen Freiheit Nr. 7", mit großen Erwartungen. Leider sind einige Passagen der Inszenierung etwas langatmig und es scheint nicht so einfach zu sein, den großen reduzierten Bühnenraum wirkungsvoll zu bespielen. Dennoch sehr unterhaltsam!
Liebe Grüße
Wir kommen wieder.
Gottfried Grafe, 02.12.10
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