Dancer in the Dark

Dance
r in the D
ark

von Patrick Ellsworth nach dem gleichnamigen Film von Lars von Trier / in der Übersetzung von Henning Bochert / Regie Bastian Kraft
Kostüme
Inga Timm
Musik
Fabian Ristau

sowie David Hofner / Rasmus Meyer-Loos (Gene)
Weitere Rollen Ensemble


Live-Kamera
Malwine Mangold-Volk

Selma sieht kaum mehr etwas, doch das darf keiner wissen. Tag und Nacht arbeitet die tschechische Einwanderin in einer Metallfabrik in der amerikanischen Provinz. Sie spart jeden Cent für die Operation ihres Sohnes, denn der Zwölfjährige hat die Augenkrankheit seiner Mutter geerbt. Da bleibt kaum Zeit für den gutmütigen Mechaniker Jeff, der sich um sie bemüht. Und die Kollegin und Freundin Kathy hat große Mühe, Selmas gefährlichste Fehler bei der Arbeit am Metallofen zu verhindern. Trotz schwerer Sorgen und der unermüdlichen Aufopferung für ihren Sohn, hat Selma eine große Leidenschaft: die heile Welt der amerikanischen Musicals, in die sie sich hineinträumt, wenn das Leben unerträglich zu werden droht. Als ihr hart erspartes Geld gestohlen wird, prallen Realität und Traumwelt aufeinander. Selma wird zur Mörderin.

Über die Figur der Selma sagt der Regisseur Bastian Kraft: „In Zeiten des radikalen Egoismus erscheint sie mir wie eine Botschafterin der Selbstlosigkeit. Ihre bedingungslose Hingabe verstört und berührt mich zutiefst. Dabei ist ihre Fähigkeit, die harte Realität ab und zu in Poesie zu verwandeln, viel mehr als bloße Weltflucht. Es ist die Erschaffung einer neuen Welt und damit ein Akt purer Kreativität.“

 

Dauer 1:40h, keine Pause

Premiere 28. März 2018, Thalia Gauß

PRESSESTIMMEN

„Es sind die Spektralfarben aller Gefühle zwischen Hoffen und Fürchten, die feinsinnige Menschen ständig in Einklang bringen müssen, denen Hagmeisters Klangfarben hier entsprechen. Sie tanzen im Dunkeln eine kristalline Kür der Worte, die auch bei geschlossen Augen eine Welt der Empathie von innen an die Stirn wirft.“ – Till Briegleb, Süddeutsche Zeitung, 31.03.2018

Hagmeister ist eine Idealbesetzung für die Selma: zart und doch zäh, verwundet und doch kraftvoll.“ - Katja Weise, NDR Kultur, 29.3.2018

„Es ist vielleicht der erschütterndste Theatermoment der letzten Monate (...)“ - Peter Helling, NDR 90,3

„Lisa Hagmeister, die Björks Rolle der musicalverträumten Emigrantin Selma ohne Licht spielen musste, also ohne körperliche Präsenz, hat ein Instrument in der Kehle, das die Nacht zum Tanzen bringt.“ – Till Briegleb, Süddeutsche Zeitung, 31.03.2018

„Hier wird der Mut zum Unkonventionellen belohnt, die Idee erschließt sich und sie schenkt dem Theaterabend eben jenes Eigene, Unverwechselbare, eine Erfahrungsebene, die über die bloße Nacherzählung der Filmgeschichte hinausgeht.“ – Maike Schiller, Hamburger Abendblatt, 31.03.2018

„Man staunt, wie es die Schauspieler schaffen, in totaler Schwärze so zu spielen. Der Zuschauer soll ganz körperlich erleben, was es heißt zu erblinden.“ - Peter Helling, NDR 90,3

„Lisa Hagmeister ist eine Sensation! Mit jeder Nerve verkörpert sie eine bedingungslos liebende Mutter (...)“ - Peter Helling, NDR 90,3

„Gleich in den eingangs irritierend kurzen Szenen, gelingt Lisa Hagmeister eine enorm vielschichtige Figurenzeichnung.“ - Katrin Ullmann, nachtkritik.de, 29.03.2018

„Lisa Hagmeister trägt diesen Abend, der zu Tränen rührt, obwohl er so karg erzählt wird.“ - Katja Weise, NDR Kultur, 29.3.2018

„Unfassbar berührend auch Victoria Trauttmansdorff als beste Freundin. Dieser Abend rutscht nie ins sentimentale ab, balanciert über einem Abgrund (...)“  - Peter Helling, NDR 90,3

„Ein starkes filmisches Konzept.(...) Die Aufnahmen intensivieren die Fühlbarkeit des Unglücks, das die Protagonistin ereilen wird.- Katrin Ullmann, nachtkritik, 29.03.2018

Wie Kraft es schafft, Selmas Welt zu zeigen, ist ein technisches Wunder, und wie er insbesondere die Möglichkeiten der Licht-Gestaltung ausschöpft, überaus bemerkenswert.“ - Katja Weise, NDR Kultur, 29.3.2018

Diese Selma kämpft sich tapfer durch eine lebensfeindliche Realität, durch Armut und Ausweglosigkeit. Hagmeisters Spiel ist hingebungsvoll, verinnerlicht. Gleichberechtigte Mit- und Gegenspieler findet sie in Victoria Trauttmansdorff , genauso wie in Sandra Flubacher." - Katrin Ullmann, nachtkritik, 29.03.2018

„Ein starker Abend.“ – Maike Schiller, Hamburger Abendblatt, 31.03.2018

„Im Thalia in der Gaußstraße übersetzt Bastian Kraft das Kinowerk für die Theaterbühne – mit einem gewagten und atemberaubenden ästhetischen Konzept“ – Heiko Kammerhoff, Hamburger Morgenpost, 31.03.2018

Lisa Hagmeister erhält Theaterpreis Hamburg

Für ihre Darstellung der Selma in "Dancer in the Dark" (Regie Bastian Kraft) wurde Lisa Hagmeister am 15.11. als herausragende Darstellerin mit dem Theaterpreis Hamburg - Rolf Mares ausgezeichnet.

Ausgewählte Kommentare
Ich habe am 8.4. die Aufführung in der Gaußstr. gesehen und war total begeistert und auch berührt über die Umsetzung des Films in eine Theateraufführung. Für mich absolut gelungen und sehr sehenswert!!!!!
Christiane Kroog, 09.04.18
Jetzt in der fast theaterfreien Zeit, spürt man besonders welche Stücke die größten Eindrücke hinterlassen haben.
Und da steht mit großem Abstand „Dancer in the Dark„ ganz vorn. Die Umsetzung dieses Dramas in eine Bühnenfassung ist, trotz der für eine Theateraufführung außergewöhnlichen Form, genial gelungen. So tiefe Emotionen hat noch nie ein Stück bei mir hinterlassen. Das liegt sicherlich an der außergewöhnlichen Aufführungstechnik, und der bizarren Live-Musik die die Emotionen zusätzlich verstärken. Und für die Rolle der Selma kann ich mir keine bessere Besetzung als Lisa Hagmeister vorstellen. Auch wenn man den inneren Konflikt der Selma aus den Dialogen und der Story versteht, so wird er durch die Stimme von Lisa Hagmeister fühlbar. Selbst nach mehreren Aufführungen ließ die intensive Wirkung kein bisschen nach. Sie hat es immer wieder geschafft die inneren Konflikte der Selma auf den Zuschauer zu übertragen.
Danke Thalia für dieses außergewöhnliche Theatererlebnis und Tausend Dank an die Idealbesetzung der Selma.
Thomas Fahsel, 02.09.18
BEITRÄGE