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Woche der Streamings – besonderes Angebote für Schulgruppen

Woche der Streamings – besonderes Angebote für Schulgruppen

Die Arbeit an Schulen und Theatern bleibt herausfordernd. Da Sie mit Ihren Schulgruppen nicht mehr zu uns ins Theater kommen können, bieten wir Ihnen vom 25.-28.5. täglich von 8-17 Uhr ein andere Thalia-Inszenierung im Stream zu Unterrichtszeiten an. Dazu gibt es begleitendes Material wie z. B. kostenfreie Programmhefte zum Download oder ein Making Of als Einführung. Ergänzend bieten wir Ihnen an, Ihre Schulgruppe via Zoom spielpraktisch auf die Inszenierung in Ihren Unterrichtszeiten vorzubereiten. Und zusätzlich stehen wir und einer Schauspielerin oder einem Schauspieler der jeweiligen Produktion in der Folgewoche jeweils nachmittags von 15-16 Uhr in einem Nachgespräch Rede und Antwort. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen und Anmeldungen!

Alle Stücke stehen im Stream jeweils von 8 bis 17 Uhr zur Verfügung
Kosten pauschal 49,-€, buchbar über die Theaterkasse: theaterkasse@thalia-theater.de


Zu jeder Inszenierung findet in der Folgewoche ein Nachgespräch via Zoom mit einer Schauspielerin oder einem Schauspieler  und Theaterpädagogin Anne Katrin Klinge statt.

Anmeldung unter thaliaundschule@thalia-theater.de

 

Mi 26.5. Ode an die Freiheit
Begleitmaterial: Making Of, Trailer, der Schiller-Walk und eine Schulbotschafter-Rezension
Nachgespräch zur Inszenierung am
Mi 2.6. von 15-16 Uhr


Do 27.5. Paradies
Begleitmaterial: Trailer, Making Of, Materialmappe u. a. mit einem Interview von
Schauspielerin Maike Knirsch und Übungen rund um die Inszenierung sowie kostenfreies Programmheft im Download
Nachgespräch zur Inszenierung am
Do 3.6. von 15-16 Uhr


Fr 28.5. Der Geizige oder Die Schule der Lügner
B egleitmaterial: Trailer, Making Of und kostenfreies Programmheft im Download
Nachgespräch zur Inszenierung am
Fr 4.6. von 15-16 Uhr


Spielerische Vor- oder Nachbereitungen


Wenn Sie sich mit Ihren Schülerinnen und Schülern zu einer der folgenden Streams zuschalten, stimmen wir alle in den Unterrichtszeiten gerne auf die Inszenierung ein, bereiten spielerisch auf das digitale Theatererlebnis vor. Oder wir kommen nach dem Stream im Unterricht gemeinsam ins Gespräch und in Aktion zum Stück.

Dauer 90 Minuten, frei wählbar innerhalb der Unterrichtszeit, keine Kosten
Buchung unter thaliaundschule@thalia-theater.de
Neue Digitale Workshops und Fortbildungen für Lehrende und Schulgruppen

Wir möchten die Arbeit in den ästhetischen Fächern, besonders im Fach Theater inhaltlich und künstlerisch unterstützen. Unser Angebot umfasst folgende Fortbildungen und Workshops.


Digitale Workshops für Schulgruppen

In beiden hier angebotenen Workshops werden gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Ideen zur digitalen Umsetzung entwickelt. Welches Format ist stimmig? Welche Aspekte, Charaktere, Dialoge und Bilder aus dem jeweiligen Roman regen die eigene Phantasie an und lassen sich gut ins Digitale übersetzen? Mit den Ergebnissen der ersten Versuchen wird ein Plan für die nächsten Schritte erarbeitet, der dann weiter  im Theaterunterricht umgesetzt und in eine (digitale) Präsentation münden kann.

Dauer 2 x 90 Minuten, an 2 Terminen, in den regulären Unterrichtszeiten, digital

Weitere Infos und Terminabsprachen unter thaliaundschule@thalia-theater.de oder 040.32814-139

 

Tschick  für Jg 7/8/9

„Tschick“ von W. Herrndorf ist eine Geschichte von Freundschaft und erster Liebe: eine Abenteuerreise ins Unbekannte. Maik und Tschick, zwei vierzehnjährige Außenseiter, machen sich mit einem geklauten Lada auf den Weg in die Walachei und treffen irgendwo neben der Autobahn das Mädchen Isa.

 

Auerhaus  für Jg 10/11/12

Im Roman „Auerhaus“ von Bov Bjerg kann Frieder nicht mehr zuhause wohnen, deshalb, ziehen seine besten Freunde Höppner, Vera, Pauline und Harry mit ihm in das leerstehende Haus seines Großvaters, das Auerhaus. Hier leben sie nach ihren eigenen Regeln und erfahren gemeinsam Höhen und Tiefen.

 

(R)Evolution - Eine Anleitung zum Überleben im 21. Jahrhundert für Jg 9/10/11/12

Inspiriert von Bestsellerautor Yuval Noah Harari ("Eine kurze Geschichte der Menschheit") zeigen Yael Ronen und Dimitrij Schaad in "(R)evolution" eine Zukunft im Jahr 2040. Nun überwacht das eigene Home seine Bewohner rund um die Uhr, Kinder werden im Labor bestellt und die künstlich intelligente App Alecto ist der beste Ratgeber im Alltag. Sichtbar wird das an einem Paar, zwei Eltern mit Kinderwunsch und einer Frau, die von Alecto ihre Zukunft bestimmen lässt.

Wie geht Theater Digital mit Schulgruppen?

Der Theaterunterricht muss digital durchgeführt werden. In Gesprächen mit Lehrenden haben wir in Erfahrung gebracht, dass der Unterricht im Fach Theater und anderen Fächern in unseren Partner-Schulen ganz unterschiedlich gut läuft.

 

So berichteten uns die Lehrerinnen aus unserer TUSCH-Partnerschule, der Erich-Kästner-Stadtteilschule in Farmsen, dass es schwierig sei, stets neue Aufgaben zur einfachen digitalen Umsetzung parat zu haben. Es fehle einfach, sich zu treffen und körperlich im selben Raum zu agieren. All das Positive, was den Theaterunterricht herkömmlich ausmache, wie die Begegnung, das Aufbauen einer gemeinsamen Energie, das gestaltende „Dransein“ an einem gemeinsamen Thema, kann momentan nicht erlebt werden. Deshalb kann auch der Funke für das Fach und auch das Medium Theater nicht überspringen. Besonders fehlen die gemeinsamen Theaterbesuche. So konnten die Schülerinnen und Schüler im letzten Schuljahr das Theater weder als Beteiligte einer Aufführung, noch als Zuschauende erleben und nun drohen beide Erfahrungen auch diesem Schuljahr auszufallen. Das ziehe die Gefahr nach sich, dass sie das Fach einfach im nächsten Schuljahr abwählen ohne „Theater-infiziert“ zu sein. Das frustriert als Lehrerin und wird als verpasste Chance empfunden. Eine positive Erfahrung an der Schule gibt es allerdings: In Jg. 11 wird ein Krimi als digitales Projekt durchgeführt (Kooperation mit den Kulturagenten). Die beteiligte Lehrerin beschreibt, dass ihre Schülerinnen und Schüler an diesem neuen digitalen Format mit großer Begeisterung und Engagement arbeiten und eigene kleine Videos erstellen.

 

Aus unserer Tandem-Schule, dem Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium ist Folgendes zu hören und zu lesen: „Wir arbeiten momentan eher theoretisch oder konzeptionell oder an Texten. Aber da fehlt es oft an Beispielen als Input. An einem digitalen „Thalia-Fundus" für den Theaterunterricht mit Ausschnitten aus aktuellen Produktionen zu theaterrelevanten Themen und zur Verdeutlichung der theoretischen Inhalte, wie z. B. einer Tanzszene aus „Der Boxer“ oder einer Choreografie aus „Orpheus“ oder einer Requisitenschlacht aus einen anderen Stück. Benötigt werden also kurze Filmausschnitte, die von den Schülerinnen und Schülern analysiert, aufgegriffen, nachgestellt oder bearbeitet werden könnten.“ Außerdem beschäftige viele Kolleginnen und Kollegen der Fachkonferenz die Frage, wie aus den „Schnipseln“ und „halbguten Versatzstücken“, die im digitalen Unterricht bislang entstanden sind, praktikable kleine Formate als Präsentation werden können. Momentan erinnere der Fachunterricht eher an Kunst als an Theater.

 

Die Erfahrungen der Kollegen von der Stadtteilschule Bergedorf klingen durchweg positiv. Hier hat die Schulleitung schnell reagiert und eine zuverlässige Digital-Plattform eingerichtet, mit der auch der digitale Theaterunterricht gut funktioniert und der Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern weitgehend stabil ist. Als besonders hilfreich wird hier empfunden, dass die Schule die Klassenverbände auch nach dem Übergang in die Oberstufe beibehält. Das hat den Vorteil, dass die gelungene Inszenierung aus dem Vorjahr auch weiter außerhalb der Schule gespielt werden kann, während parallel an einem neuen Projekt gearbeitet wird. Wir teilen die Freude des Kollegen über diese Kontinuität.

 

Am Gymnasium Othmarschen führen zwei Kolleginnen ein Kooperationsprojekt im Rahmen von FlexplusCo mit dem Thalia durch, unterstützt von der Theaterpädagogin Lea Wendschuh. Sie unterrichten eine 5. Klasse als Profilklasse für Musik und Theater. Die Klasse arbeitet zum traditionsreichen Bilderbuch „Der Struwwelpeter“, das am Thalia Theater mit dem Titel „Shockheaded Peter“ als Junk-Oper auf die Bühne kommen wird. Zu dieser Vorlage werden  digital Aufgaben gestellt, worauf die Schülerinnen und Schüler mit kleinen Videofilmen antworten. Die Kolleginnen nehmen wahr, dass im analogen Unterricht schwächere Schülerinnen und Schüler leichter zu erreichen sind, im Digitalunterricht muss weitaus öfter nachgefasst und Aufgabenstellungen müssen ausführlicher und wiederholt erklärt werden. Der Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern leidet und das geht auf Kosten der Beziehungsqualität, die gerade mit den Jüngeren so entscheidend ist.
 

Eine weitere Partnerschaft pflegt Thalia und Schule mit der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule in Lurup, in Zusammenarbeit mit der Respektcoachin Evgenia Buldakovskaya. Sie berichtet aus der Schule, dass sowohl die Schulleitung und auch die Lehrerschaft sehr engagiert versuchen mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt zu bleiben, was allerdings nicht immer gelingt. Viele Schülerinnen und Schüler verfügen hier über keine digitalen Endgeräte. Die Schulbehörde hat der Schule zwar entsprechende Geräte zur Verfügung gestellt, doch es mangelt an Ressourcen, um die Geräte einzurichten und zu warten. Auch scheinen die W-Lan-Verbindungen an der Schule nicht durchgehend stabil. Unter solchen Umständen ist die Kontinuität des Unterrichts nicht nur im Fach Theater schwer aufrecht zu erhalten.

 

Wir als theaterpädagogische Abteilung des Thalias unterstützen Lehrende in ihrer digitalen Arbeit. Wir ermöglichen Mitschnitte von Aufführungen unseres Hauses kostengünstig zu erhalten. Gern stehen wir auch zur Beratung zur Verfügung. Wir empfehlen Lehrkräften sich mit neuen digitalen Theater- und Performance-Formaten zu beschäftigen und sich diesen Möglichkeiten zu stellen. Deshalb haben wir u. a. drei Formate von digitalen Lehrenden-Fortbildungen und drei digitale Workshops für Schulgruppen kurzfristig in unser Programm aufgenommen, um die Arbeit im Fach Theater zu unterstützen und Möglichkeiten des künstlerischen digitalen Arbeitens aufzuzeigen. Weitere Informationen und Termine finden sie nachstehend.

Im Gespr
äch mit...

...ist eine feste Rubrik in unserem Thalia jung&mehr E-Mail-Newsletter. Hier stellen wir in Interviews TJM-Leiterinnen und -leiter, Lehrende aus Schulen sowie Kooperationspartnerinnen und –partner und Gruppen vor.

Meinung - In dieser neuen Rubrik erscheinen ab sofort unregelmäßig Statements zu aktuellen Fragen der Zeit

Als erstes formuliert Alina Gregor (Treffpunkt-Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin) ihre „Gedanken zum Theater nach dem Lesen eines Artikels des Dramatikers R. Schimmelpfennig".

Ergänzt wird diese Debatte von Carlotta Freyer (Schauspielerin), derzeit u. a. Regieassitenz bei der Treffpunkt Jugendperformance-Gruppe reset mit "kultur, Bildung und Arbeit mit jungen Menschen ist wichtiger denn je".


"Gedanken zum Theater nach dem Lesen eines Artikels von Dramatiker R.Schimmelpfennig"

von Alina Gregor

 

Immer wieder frage ich mich, wo die Stimmen der Kultur, der Künstler*innen und Künstler in dieser surrealen, bizarren Zeit auftauchen, wo diese sich formulieren und wo es unabhängig von der virtuellen Welt, ein Echo für diesen wichtigen Reflexionsraum für und in Gesellschaft gibt.
Was passiert da gerade im öffentlichen Raum?


Einmal mehr frage ich mich, so wie in dem Stück „Paradies“, welches ich vor dem zweiten Lockdown, zum zweiten Mal gemeinsam mit meiner 17-jährigen Tochter, in einem für Hygienebestimmungen und Regeln hergerichteten Thalia Theater sehen durfte, wann wir falsch abgebogen sind....?Diese Frage stellen sich auch meine Student*innen, mit denen ich täglich an der Uni ein sinnliches Fach im digitalen Raum (drittes Digitales Semester) erproben und lehren darf...


Vor einigen Wochen fand ich einen archivierten Artikel von Roland Schimmelpfennig, der mich hinsichtlich der Relevanz von Theater sehr berührte. Hier versuche ich die Gedanken ein wenig zu bündeln:
Theater ist keine Öffentlichkeitsmaschine. Theater ist nicht Internet, Fernsehen, Kino.
Theater ist handgemacht und funktioniert notfalls auch ohne Strom.


Darin besteht ja die Größe und die Schönheit und die nicht zu unterschätzende Kraft des Theaters. Im Theater spricht man im Gegensatz zur Prosa nicht nur zu einem Menschen, sondern zu vielen gleichzeitig, im Grunde zu einer Stadt.
Theater lebt vom Punch, von der Pointe...Ich habe Angst vor Gewalt, Angst vor Willkür, Blindheit, Lähmung, Beliebigkeit. Ich habe Angst vor Abhängigkeit und Unfreiheit.


Künstler*innen sind auf der Suche nach etwas, was — bis sie es gefunden haben — noch gar nicht existiert hat. Ein/e Künstler*in fasst ins Nichts und holt etwas hervor, sei es ein Drama, ein Bild, ein Song oder eine Sinfonie. Das ist ein aufregender, unberechenbarer, nervenaufreibender Vorgang. Das Theater ist nicht der Ort für frohe Botschaften, keine „Wohlfühlzone" in die man flüchten kann.


"Kultur, Bildung, die Arbeit mit jungen Menschen ist wichtiger denn je"

von Carlotta Freyer

 

Kultur, Bildung, die Arbeit mit jungen Menschen ist in der aktuellen Zeit wichtiger denn je. Als erwachsene Person, geht es mir zwar nicht gut, mir fehlt Theater, proben, meine KollegInnen, meine Arbeit, mein altes Leben.

Aber ich kann das besprechen und so gut es geht alles einordnen und irgendwie damit umgehen. Für Kinder und Jugendliche ist es nicht so einfach und nicht alle haben eine Umgebung, die ihnen ausreichend Unterstützung gibt und hilft mit der aktuellen Situation umzugehen.

Theater ist daher auch ein noch wichtigerer Begegnungsraum. Künstlerisch, körperlich, mental, zwischenmenschlich und sozial. Theater ist: gemeinsam eine Geschichte erzählen, gemeinsam proben, kommunizieren, sich WIRKLICH miteinander auseinandersetzen, ein gemeinsames Ziel haben und wirklich miteinander sein, etwas zusammen erarbeiteten. Das geht bis zu einem gewissen Grad auch digital.. was gemeinsam zu lesen, sich Updates über Recherchen zu geben und auch andere Dinge funktionieren auch digital. Aber der Körper fehlt halt. Ich denke man muss eigentlich nicht groß dafür werben, wie wichtig Theater und kulturelle Bildung und der damit verbundene Raum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ist. Kultur und der damit so wichtiger Kontakt zueinander fällt komplett weg, ohne das kann kein Mensch leben und vor allem kein Heranwachsender.

Uns gibt es immer noch: Bitte lächeln! Die Band.

"Bitte Lächeln!" macht Popmusik mit deutschen Texten. Die Songs sind kritisch, provokant und humorvoll. Die Band Bitte Lächeln! existiert seit 2007 und kann mittlerweile auf eine ansehnliche Erfolgsgeschichte zurückschauen. Acht Musiker haben ein Ziel: Sie wollen die Musiklandschaft durch eigene Texte und musikalische Arrangements bereichern. Die Lieder entstehen stets mit dem Anspruch der einhundertprozentigen persönlichen Zufriedenheit. Alles wird selbst getextet und komponiert. Konzerte werden gespielt und CDs verkauft, aber das ist nicht die Hauptmotivation der Gruppe. „Ich mache Musik, weil es mir Spaß macht“ , sagt Philipp Mohr, einer der Sänger der Band. Vier der acht Musiker haben eine offiziell anerkannte Behinderung. Die anderen müssen ohne auskommen. Das Projekt entstand aus den "Eisenhans-Theaterprojekten" vom Hamburger Thalia Theater und Leben mit Behinderung Hamburg. Seit 1993 entstehen unter diesem Namen jedes Jahr bis zu drei Theaterproduktionen, in denen Menschen mit und ohne Behinderungen Theater spielen.

Im Jahr 2007 war die Idee geboren: Unter der musikalischen Leitung des Hamburger Musikers und Liedermachers Mirko Frank die Band zu gründen. Durch die Kooperation ist Bitte Lächeln! auch über Hamburgs Grenzen hinweg bekannt geworden und weiß vor allem durch vielseitige Musikalität und ausgefeilte deutsche Texte zu begeistern. Im November 2010 wurde die Band für den Song "Mir ist Heiß" ausgezeichnet und als eine von 11 Bands aus ganz Deutschland zum Wettbewerb "27. Treffen junge Musikszene", ausgeschrieben von den Berliner Festspielen, nach Berlin eingeladen. Und hier einer der Hits von Bitte Lächeln! zum Reinhören. Diese Aufnahme ist im November 2010 im Nachtasyl des Thalia Theaters entstanden.

 

Im Dezember 2011 machte die Band den zweiten Platz in Deutschlands größtem, inklusiven Musikwettbewerb „Guildo sucht die Super-Band“ Aus mehr als 200 Bands wurde Bitte Lächeln! in einer öffentlichen Onlineabstimmung ausgewählt, erhielt einen Geldpreis und spielte ein Konzert in der Berliner Kulturbrauerei. Ein weiterer Kooperationspartner kam 2014 mit ins Boot: der Kulturverein Smoerrebroed e. V.! Er konnte eine einjährige finanzielle Förderung der Band durch die Aktion Mensch sicherstellen und der Band so die Produktion eines Longplayers sowie einer Doku-DVD ermöglichen... Das  letztes „Live-Konzert“ hat im Dezember 2020 stattgefunden: Als  Streaming-Konzert in der Zinnschmelze am 12. Dezember 2020.

 

Verlosung: Die ersten Personen, die uns schreiben, wann Bitte Lächeln! gegründet wurde, erhalten eine CD.

Antwort mit Post-Adresse an treffpunkt@thalia-theater.de

 

 

Hier findet Ihr Näheres zu Bitte Lächeln!:

https://www.facebook.com/BitteLaechelnBand

https://www.youtube.com/user/BitteLaecheln1

E. mirkomusik@web.de 

T. 040.38 61 09 22

Kontakt

Thalia Theater GmbH
Alstertor, 20095

 

Herbert Enge / Leitung Thalia jung&mehr
Anne Katrin Klinge / Theaterpädagogin
Neele Peters / Organisation und Büro
Nehle Mallasch / Koordination YOU PERFORM


T: 040.32 814 - 139
E: jungundmehr@thalia-theater.de
 

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Aktuelles aus dem Thalia Treffpunkt

Thalia Treffpunkt Theaterprojekte für junge Leute & für Alle

Die Pandemie bringt gesellschaftliche und natürlich auch große persönliche Verunsicherungen und Unsicherheiten mit sich. In Zukunft werden wir uns den daraus resultierenden Fragen zu Grundlagen unseres Zusammenlebens stellen müssen. Es wird darum gehen, Entscheidungen in vielerlei Hinsicht zu treffen. Unser vorliegendes Thalia jung&mehr-Programm könnte durchaus Hilfestellungen dabei leisten. Alle aufgeführten Angebote beschäftigen sich mit diesen grundsätzlichen Aspekten der Zeit und orientieren sich dabei am Spielplan des Thalia Theaters. So thematisieren die Projekte Auswirkungen der Globalisierung in Wirtschaft, Digitalisierung, Migration, Klimawandel … Sie beleuchten die Erweiterung der eigenen Perspektiven durch eine Internationalisierung der Stadtgesellschaft, beschäftigen sich mit Freiheit und deren Einschränkungen und sie befragen Lebensentwürfe und Lebensgeschichten unterschiedlichster Menschen. In der Reihe Thalia Treffpunkt bieten wir Theater als Labor zum Mitmachen. Hier können Jugendliche, Studierende und auch Erwachsene ins Spiel kommen, Theater kennenlernen, das Zusammenwirken der verschiedenen Künste erkunden und sich einmischen. Für alle Gruppen ist eine vorherige Anmeldung (mit Karte, per E-Mail oder Telefon) notwendig, um dabei zu sein. Die Treffpunkte werden geleitet von Theaterschaffenden aus dem Thalia Theater. Aktuelle Informationen sind unserem Newsletter und der Thalia-Homepage zu entnehmen. Die neue Spielzeit beginnt mit zwei Veranstaltungen, die besondere Einblicke geben.

 

 

Online-Ausstellung zum Fotokurs "Kulturorte im Lockdown - Kunst im öffentlichen Raum" (Ltg. Peter Bruns)
Video von Studierenden-Projekt "IN_BETWEEN" zu Zoom und Theater
Video von Jugend-Performance-Gruppe RESET zu Zoom und Theater
Kulturorte im Lockdown
 
Theater und Konzerthäuser - geschlossen! Museen und Clubs - zu! Ein trostloses Bild bietet sich den Kulturinteressierten in diesem Herbst. Wir begeben uns mit Hilfe dieses Online-Kurses auf eine fotografische Entdeckungstour zu den Kulturorten der Stadt und fangen die Atmosphäre zwischen Abwarten und Stillstand als künstlerisch dokumentarisches Fotoprojekt ein.
 
HIER gehts zur Online-Ausstellung!
 
Ein Online Workshop in Kooperation von Thalia jung&mehr und der Hamburger Volkshochschule
 
Leitung: Peter Bruns
Aktuelles aus Thalia und Schule

Theaterpädagogik für Schülerinnen und Schüler & Lehrerinnen und Lehrer

Veränderung ist einer der bestimmenden Faktoren für die künstlerische Arbeit im Theater. Das, was heute gilt und richtig zu sein scheint, wird bei der nächsten Probe morgen durchaus anders sein, in Wahrnehmung und Wirkungsweise. Wir im Theater haben gelernt, uns diese Neugierde zu erhalten. Neugierig sein, neugierig auf Veränderungen reagieren – diese Aspekte könnten auch wichtige Impulse für den Unterricht in der Schule geben. Wir machen Lehrenden und Lernenden aller Schulen Angebote, mehr über das Theater als Kunstform zu erfahren – ganz praktisch, beim Zuschauen, Darstellen, im Gestalten und Reflektieren. Davon zeugt der Spielplan 2020&2021 des Thalia Theaters und dieses theaterpädagogische Programm. Wir geben Hintergrundinformationen zu Inszenierungen und Spielweisen von Theater, stellen Materialien zur Verfügung, bieten für Lehrerinnen und Lehrer Fortbildungen an, um die eigene Spiellust lebendig zu halten oder neue Methoden kennen zu lernen. Die gesamte Spielzeit über können spezielle Workshops zu Stücken und Themen für den Unterricht gebucht werden. In der Thalia-Lounge bieten wir Einblicke in die unterschiedlichen Theaterbereiche, -themen und -abteilungen. Wir pflegen eine intensive Zusammenarbeit mit unserer TUSCH-Schule, bieten unseren Tandem-Schulen punktuell die Zusammenarbeit mit Theatermachenden aus dem Thalia in den Schulen für gemeinsame Projekte an. Neben den Neuproduktionen können wir zunächst wegen der Corona-Bedingungen nur wenige Stücke aus dem Repertoire spielen. Unter Thalia U18 finden Sie eine Auflistung unserer Stückempfehlungen, z.B. Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren in der Regie von Jette Steckel als eine Geschichte für „alle groß und klein“ zum 75. Geburtstag der beliebtesten Freidenkerin! Mit unseren beiden mobilen Klassenzimmerstücken "Das ist Esther" und "Simpel" kommen wir weiterhin in die Schulen. Beim Festival Um alles in Welt – Hamburger Lessingtage im Januar/ Februar 2021 werden wir wieder mit Schulgruppen eine Open-Air-Kunstinstallation durchführen.

Schulbotschafterinnen und Schulbotschafter

 
Sei ein Thalia-Schulbotschafter oder eine Thalia Schulbotschafterin!
Komm ins Thalia Theater, teile deine Erfahrung mit deinen Mitschülerinnen und Mitschülern.
Du erhältst Material zur Gestaltung (d)einer Schul-Pinnwand, regelmäßig Karten für Inszenierungen deiner Wahl sowie Einladungen zu Proben oder anderen Veranstaltungen.
Bewerbung bitte mit Angaben zu Alter, Jahrgang und Schule an thaliaundschule@thalia-theater.de
"Abriss Zukunft" - Ein Schul-Take-Over

Tag 1 - #Selbstakzeptanz

Tag 1 - #SelbstakzeptanzTag 1 - #SelbstakzeptanzTag 1 - #SelbstakzeptanzTag 1 - #SelbstakzeptanzTag 2 - #BildungTag 2 - #BildungTag 2 - #BildungTag 3 - #FreiheitTag 3 - #FreiheitTag 4 - #IdentitätTag 4 - #IdentitätTag 4 - #IdentitätTag 5 - #Be FreeTag 5 - #Be FreeTag 5 - #Be Free

Das besondere Schulprojekt: Abriss Zukunft - ein Schul-Take-over

       

Von Montag 30.11. bis Freitag 4.12. fanden in der Geschwister-Scholl-STS in Lurup an fünf Tagen Aktionen vom „Geheimen Kommando Zukunft“ statt, als Ergebnis der intensiven künstlerischen Prozesse, in denen die Themen Selbstakzeptanz, Bildung, Freiheit, Identität und Rassismus im Vordergrund standen. Auf zwei großen Plakaten im vorderen und hinteren Eingangsbereich der Schule wurden die Forderungen der Akteurinnen und Akteure festgeschrieben. Installationen veränderten positiv den Schulraum, „Bekenntnisschreiben“ mit QR-Codes in allen Klassen führten die Schulöffentlichkeit zu täglich wechselnden „geheimen“ Filmaufnahmen, in denen Schülerinnen und Schüler in selbstgeschriebenen Reden ihre Gedanken und Forderungen formulierten, die ihre Zukunft betreffen.

 

Tag 1 Das Projekt startete mit dem Thema Selbstakzeptanz. Im Untergeschoß der Schule hingen 200 Ballons von der Decke. Sie waren gefüllt mit Komplimenten, die die Mitschülerinnen und Mitschüler abreißen und mitnehmen konnten. Der Film des Tages zeigte den Aufruf dreier Aktivistinnen zu mehr Selbstakzeptanz.

Tag 2 Thema: Bildung. An beiden Eingängen wurden „Helden - Galerien“ installiert. Sie machten die Vorbilder und der Aktivistinnen und Aktivisten sichtbar. Im „geheimen“ Video des Tages, wurden Forderungen nach alternativen Bildungsangeboten und -inhalten von Schule und Gesellschaft laut.

Tag 3 steht unter dem Motto Freiheit. Die Projektion eines Filmes, in dem Akteurinnen und Akteure am DJ-Pult zu sehen sind – in Momenten gefühlter Freiheit – erwarteten die erstaunten Mitschülerinnen und Mitschüler auf dem Schulhof. Gänge im Schulgebäude erstrahlten in buntem Licht. In ihrer Videobotschaft formulieren die „Aktivistinnen und Aktivisten“ ihre Freiheits-Gedanken. 

„Die heutige Aktion war in der Wahrnehmung und Resonanz der Wahnsinn. Wir denken, die Rechnung geht voll auf, dass etwas hängen bleibt und die Schülerinnen und Schüler eventuell sogar weiter denken und planen, wie sie zukünftig künstlerisch tätig sein wollen. Erste Ansätze zur Veränderung wurden heute bereits mehrfach an uns herangetragen, z. B. farbiges Licht in den Fluren im neuen Schulgebäude einzuplanen.“ O-Ton Severin Renke, beteiligter Videokünstler

 

Tag 4 Nach dem Vorbild des französischen Straßenkünstlers JR haben die Jugendlichen die Frontwand der Schule mit einem Großporträts der Augen einer beteiligten Schülerin beklebt. Diese Fotoinstallation wirft Fragen zur eigenen Identität auf. In ihrer Videobotschaft, formulieren sie zusätzlich ihre Gedanken zum Thema des Tages.

 

Tag 5 Am letzten Aktionstag hat das „Geheime Kommando Zukunft“ feierlich seine Fahne gehisst und die Schule ganz offiziell dem Schulleiter Herrn Voss zurückgegeben. Die selbst entworfen Fahne mit dem Logo „Be Free“ verbleibt als Erinnerung an diese Aktionstage auf dem Vordach der Schule. Damit betonen die beteiligten Schülerinnen und Schüler, dass die Schule ihre Forderungen und Gedanken der letzten Tage ernst nehmen und Veränderungen angehen sollte. Rassismus war das Thema der Videobotschaft dieses letzten Aktionstages.

 

Als Rückmeldung von Schülerinnen und Schülern sowie von Lehrkräften gab ES viel positive Resonanz und dass es Spaß gemacht habe. Also: übertroffene Erwartungen!

 

Nachklang: Dass dieses Projekt trotz der herausfordernden Corona-Zeit und unter strikter Einhaltung aller Hygiene-Regelungen der Schulbehörde umgesetzt werden konnte, liegt sicherlich am besonderen Format des „Take-Over“, das von dem Künstler-Team im Laufe des Prozesses und als Reaktion auf die Einschränkungen der performativen Arbeit entwickelt wurde.

 

Glücklicherweise hat das gesamte Team rund um Schulleiter Dirk Voss das Projekt unterstützt und befürwortet. Die Hausmeister waren stets ansprechbar und hielten die Schule auch in den späten Nachmittagsstunden geöffnet, in denen die jeweiligen Veränderungen im Schulraum für die Aktion(en) des folgenden Tages stattfanden.

 

Das Kooperationsprojekt zwischen dem Thalia Theater, dem Präventionsprogramm „Respekt Coaches an Schulen“ des CJD Hamburg und des Profilkurs Theater JG 12 der Geschwister-Scholl-STS in Lurup (Lehrerin Susanne Knierim) stand unter der künstlerischen Leitung von Musikerin und Regisseurin Catharina Boutari und dem Videokünstler Severin Renke.

 

Das Projektteam

Catharina Boutari ist Sängerin, Komponistin, Produzentin und Musikerin. Sie spielt seit ihrem 14. Lebensjahr in Bands und veröffentlicht seit 2000 Alben als Uh Baby Uh, Catharina Boutari und Puder. Sie ist Absolventin des Popkurses der Musikhochschule Hamburg und hat dort Musiktheaterregie studiert. Sie leitet ihr eigenes Label Pussy Empire Recordings und veröffentlicht seit 2016 mit ihrer Reihe den "Puder Session Tapes" sehr zeitgemäßen internationalen unkonventionellen Pop.  Am Thalia Theater ist sie 2013 als Sängerin in „Don Giovanni. Letzte Party“ (Regie Antú Romero Nunes) und 2016 als musikalische Leiterin in „Die Früchte des Zorns“ (Regie Luc Perceval) tätig. Bei Thalia jung& mehr ist sie langjährig als künstlerische Leiterin von Kooperationsprojekten in Zusammenarbeit mit Initiativen und Schulen der Stadt aktiv.

 

Severin Renke ist Kameramann, Videokünstler, Director of Photography u. a. am Thalia Theater, Schauspielhaus und Staatsoper freiberuflich tätig. Mit Thalia jung&mehr er hat bereits in unterschiedlichen Projekten zusammengearbeitet.

 

Evgenia Buldakovskaya arbeitet als Respektcoachin an der Stadtteilschule und ist beim Jugendmigrationsdienst (CJD) angestellt. Sie war die Impulsgeberin für das Projekt, gemeinsam mit Anne Katrin Klinge (Thaliajung&mehr) und hat den Prozess kontinuierlich begleitet und unterstützt. 

 

Angedacht war „Abriss Zukunft“ als ein multimediales Projekt, in dem die Jugendlichen durch Performance-Art, mit theaterpädagogische Methoden und dem Einsatz von Musik und Video eine Inszenierung erarbeiten, die in der Schule und im Stadtteil aufgeführt wird. Die Jugendlichen sollten gezielt in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und ihren Kompetenzen empowert werden. Sie bekamen hier die Möglichkeit sich seigenständig in kreative Prozesse zu begeben, diese künstlerisch umzusetzen und wurden so in ihrer Selbstwirksamkeit gefördert.  Durch die professionelle Anleitung bekamen sie wichtige Einblicke in die künstlerische Arbeit des Theaters.“

 

Das Präventionsprogramm Respekt Coaches an Schulen macht demokratische Werte für junge Menschen praktisch erfahrbar und stärkt sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Die Jugendmigrationsdienste (JMD) setzen das Programm vor Ort mit ausgewählten Schulen und weiteren politischen Bildungsträgern um. Die Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler. Das Bundesprogramm will den Bereich Prävention fördern, zur Vernetzung von Schulen und politischen Bildungsträgern beitragen und die Medienkompetenz der Jugendlichen stärken. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

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