Das ist Esther

Das is
t Esther

von Christiane Richers / Regie Katja Langenbach / Ein Stück zu einer jüdischen Geschichte aus Hamburg und New York / Ein Theaterstück ab Klasse 8
Regie
Katja Langenbach

Die 17-jährige Mary Ann erzählt von ihrer Großmutter Esther und von sich und blättert Bruchstücke der Erinnerung auf. Im Gepäck: Fotos und O-Töne, die die Stationen des Lebens der Holocaust-Überlebenden Esther Bauer dokumentieren. Von der behüteten Kindheit in Eppendorf, dem Beginn der Nazi-Herrschaft, über die Deportation ins Ghetto Theresienstadt und in das KZ Auschwitz, von der Befreiung in Mauthausen bis zur Emigration nach New York und den Aufbau einer neuen Existenz. Das Stück erzählt vom Glück des Überlebens. Es thematisiert darüber hinaus den Tod der nahezu letzten Zeitzeugen auf einer sehr persönlichen Ebene.

 

Nach dem großen Erfolg des Stückes an Hamburger Schulen spielen wir die Inszenierung aufgrund zahlreicher Nachfragen jetzt auch für Schülergruppen in Vormittagsvorstellungen regelmäßig in einem Klassenraum der ehemaligen jüdischen Mädchenschule, der heutigen Gedenk- und Bildungsstätte Israelitischen Töchterschule bei der Hamburg Messe. In dieser Schule verbrachte Esther Bauer ihre Schulzeit; das Gebäude trägt mittlerweile den Namen des letzten Schulleiters dieser Schule Dr. Alberto Jonas, dem Vater von Esther Bauer geb. Jonas, der im Ghetto Theresienstadt 1942 umgekommen ist.

"Es ist eine interessante, zeitgemäße Idee von Autorin Christiane Richers und Regisseurin Katja Langenbach für ihr Klassenstück die Enkelgenerationen aufeinandertreffen zu lassen. Die Grandma Esther Bauer spricht zu den jugendlichen Zuschauern nur vom Band, das in diesem Fall natürlich vom Handy kommt." hamburgtheater.de

Neu eingerichtet von Herbert Enge und Christina Fritsch

 

Dauer 1:30h, keine Pause
Spielort: Dr. Alberto-Jonas-Haus, Karolinenstraße 35, 20357 Hamburg

Karten 040. 32 81 44 22;
Eintritt 14 Euro / ermäßigt 10 Euro. Schülergruppen pro Person 7,50 Euro.

„Das ist Esther“ ist weiterhin auch für Schulen buchbar, gespielt wird dann in einem Klassenzimmer. Dauer ca. zwei Schulstunden (inkl. einem Gespräch). Buchung unter: thaliaundschule@thalia-theater.de , Infos unter 040.32 81 41 39

PRESSESTIMMEN

„Mit einem drama­tur­gi­schen Kniff gelingt es, mehrere Frage­stel­lungen einer Insze­nie­rung (Regie: Katja Langen­bach), in deren Mittel­punkt der Bericht einer Holocaust-Überlebenden steht, zu lösen.“ - Angela Dietz, Theatermagazin Godot

„Es ist die Enkelin, die den Monolog spricht. Esther Bauer, die Groß­mutter, betritt die Szene nicht. So muss die vorhan­dene Distanz nicht geleugnet werden und die Gefahr, in falsche Iden­ti­fi­zie­rung und Gefüh­lig­keit zu rutschen, ist geringer. Zugleich ist durch die Enkelin die Perspek­tive einer Vertre­terin der heutigen jungen Gene­ra­tion einge­woben, die aber durch „Granny“ in Verbin­dung mit dem histo­ri­schen Geschehen steht. Sie wird die glaub­wür­dige Mitt­lerin in einer Zeit, in der es immer weniger Zeit­zeugen gibt.“ - Angela Dietz, Theatermagazin Godot

„Floren­tine Weihe ist eine überzeu­gende junge Mary Ann, die es schafft, auf dem schmalen Grat zu wandern – zwischen jugend­li­chem Enthu­si­asmus und dem Ernst und der Ungläu­big­keit ange­sichts der Gewalt­ver­bre­chen der Nazis. So sind es in der Neuein­rich­tung des Klas­sen­zim­mer­stücks von Herbert Enge und Chris­tina Fritsch nur kleine Details, die Mary Anns Jugend­lich­keit und ihre Zeit­ge­nos­sen­schaft zeigen. Teaneck, ein Vorort von New York, in dem sie lebt, ist natür­lich stink­lang­weilig. Und sie singt in einer Band, die Musik macht „wie The Strokes, kennt ihr die?“ - Angela Dietz, Theatermagazin Godot

„Richers’ Stück zeigt in kleinen Wendungen auch die Ausein­an­der­set­zungen der Überle­benden, wie das Vergan­gene, doch zugleich immer Gegen­wär­tige, erzählt und inter­pre­tiert werden darf.  Die Autorin lässt sogar kleine Zweifel an erzählten Details der Groß­mutter zu. Es sind diese Ebenen, die das Stück glaub­würdig und aktuell machen.“ - Angela Dietz, Theatermagazin Godot