dritte republik

dritte r
epublik

dritte republik von Thomas Köck Regie Elsa-Sophie Jach und Thomas Köck Uraufführung

SOWIE ALS CHOR DER GEHILFINNEN

Kim Chariner, Malin Freytag, Sarah Hiltscher, Helene Lange, Sezen Sahin, Ina Twest, Kaja Voller, Nele Wulff

Eine Landvermesserin und ihr Kutscher irren durch einen Schneesturm. Es ist das Jahr 1918 – sie sollen die Außengrenzen nach Kriegsende neu vermessen. In der Undurchsichtigkeit des Schneetreibens, die die Erfüllung des Auftrags unmöglich macht, treffen die beiden auf unterschiedlichste Figuren und ihre Versionen einer Idee Europas. Unter ihnen ist auch der Hamburger Reedereidirektor und Visionär transnationalen Handels Albert Ballin, der sich am 9. November, dem Tag der Ausrufung der ersten demokratischen Republik, das Leben nimmt.

 

In einem kafkaesken Setting über die letzten 100 Jahre hinweg bis heute, entwerfen der Autor Thomas Köck und die Regisseurin Elsa-Sophie Jach, die "dritte republik" als ein Verfassungskonzept für ein taumelndes Europa zwischen Globalisierung und nationalstaatlichen Sehnsüchten: die Dystopie eines autokratischen und neoliberalen Staatenbunds, ausgelöst durch den Rechtsruck mehrerer europäischer Länder.

Der junge Österreicher Thomas Köck gehört zu den interessantesten gegenwärtigen Autoren für das Theater. Anlässlich des hundertsten Jahrestags des 9. November 1918 hat das Thalia Theater ihn gebeten, über den Wandel, aber vor allem die Zukunft Europas nachzudenken.
Die Regisseurin Elsa-­Sophie Jach ist Absolventin der Hamburger Theaterakademie. „dritte republik“ ist ihre erste gemeinsame Arbeit am Thalia Theater.

 

Uraufführung 2. November 2018, Thalia Gauß
PRESSESTIMMEN

„Alle Darsteller liefern ihre Kunst aufs Feinste ab.“ - Annette Stiekele, Hamburger Abendblatt, 05.11.2018

 

„Nüsse zur Eröffnung des Theaterabends rauchend und fluchend über die Bühne wandern zu sehen ist ein Vergnügen. Den wortgewaltigen Monologen des österreichischen Dramatikers Thomas Köck verhilft sie so eindrucksvoll zur Geltung. [...] Ein wunderbar präziser Chor von jungen Frauen, den Gehilfen des Landvermessers, stellt einen weiteren Höhepunkt der Inszenierung dar.“ - Erik Zielke, junge Welt, 8.11.2018

 

„»Dritte Republik« ist eine ernstzunehmende, eine überlegte Auseinandersetzung mit, ein düsterer Blick auf die Nation.“ - Erik Zielke, junge Welt, 8.11.2018

 

„Das neue Stück von Thomas Köck ist ein dichtes Textflächenkonvolut, ist ein kluger Assoziationspapier.“ - Katrin Ullmann, nachtkritik.de, 02.11.2018

 

„Mut macht dieses Stück nicht, aber es liefert eine auch sprachlich überzeugende Parabel auf den gegenwärtig aufkeimenden nationalstaatlichen Neoliberalismus.“ - Sören Ingwersen, Die Welt Hamburg, 05.11.2018

Foto: Krafft Angerer
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