Wer einmal aus dem Blechnapf frisst

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Wer einmal aus dem Blechnapf frisst von Hans Fallada Regie Luk Perceval
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„eine herausragende Ensembleleistung“ (Hamburger Abendblatt)

Willi Kufalt hat Angst. Fünf Jahre hat er im Knast gesessen. Jetzt muss er raus. Ob er es draußen aushalten wird? In Hamburg kommt er in ein Fürsorgeheim. Er soll resozialisiert werden. Miese Arbeit für einen Hungerlohn. Er wird gedemütigt und verspottet. Willi Kufalt muss raus aus diesem System der Unterdrückung. Er sucht eine Wohnung, aber einer wie er, einer aus dem Knast, stößt auf Ablehnung. Gnadenlos! Was tun?

Willi Kufalt macht weiter. Er kommt auf die Füße, findet ein kleines Zimmer und macht sich selbständig. Ein Schreibbüro mit einer Gruppe ehemaliger Häftlinge. Eine Solidargemeinschaft auf Zeit. Bis es kracht und die Konkurrenz brutal zuschlägt. Aber Willi gibt nicht auf. Er wird für eine Zeitung Annoncenwerber und lernt Hilde Harder kennen. Er will heiraten. Findet ihn doch noch das Glück? Natürlich nicht. Die Knastvergangenheit ist ein zu schweres Pfund. Da gibt es jede Menge Misstrauen. So einer hat doch immer Dreck am Stecken, heißt es. Seine Liebe zerbricht. Willi rutscht ab. Er beschließt, endgültig mit dem System abzurechnen. Er hat den ganz großen Plan und eine Mordswut. Die Rückkehr ins Gefängnis ist nur eine Frage der Zeit!

Regisseur Luk Perceval hat bereits zwei Romane von Hans Fallada für die Bühne adaptiert: „Kleiner Mann – was nun?“ (Münchner Kammerspiele 2009) und „Jeder stirbt für sich allein“ (Thalia Theater 2012). Mit „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“ inszeniert er nun die Geschichte des Willi Kufalt, der gegen seinen Willen das wird, was die Umwelt schon immer in ihm sah: „Ein bisschen Kot, eine Mikrobe, bösartig, die man vernichten muss.“

Premiere am 24. Februar 2017 im Thalia Theater

PRESSESTIMMEN

„Das brillante Darstellerhandwerk triumphiert zuweilen über die bittere Botschaft der Texte. So gab es am Schluss viel verdienten Beifall fürs großartige Ensemble.“ - Spiegel Online, Werner Theurich,  25.02.2017

„Perceval hat den Abend sorgsam, schlüssig und bis in kleinste Details choreografiert: Spiel, Musik, Bild, alles geht zusammen.“ - NDR.de, Katja Weise, 25.02.2017

„(...) eine herausragende Ensembleleistung (...)“ - Hamburger Abendblatt, Heinrich Oehmsen, 27.2.2017

 

Weitere Pressestimmen
Ausgewählte Kommentare
Wer einmal aus dem Blechnapf frisst.
Percevals Liebe zu Fallada
Perceval realisiert seinen Traum vom Theater mit Fallada. Theater ist sinnlich, es muss das Herz treffen. Theater muss abstoßend und anziehend sein, eine Mischung aus Ekel und Faszination.
Dies gelingt Perceval erneut auf beeindruckende Weise. Viele Bilder erinnern an die politisch satirischen Bilder von Grosz mit ihrer immanenten Gesellschaftskritik. Willi Kufalt als verlorener Mensch in der unbarmherzigen Maschinerie der Gesellschaft, die nur ums Überleben und Profit ringt. Durchbrochen immer wieder von Illusionen einer Operettenherrlichkeit, die aber schnell verfliegen. Fünf SchauspielerInnen bewältigen mehr als fünfundzwanzig Rollen. Eine faszinierende Leistung des Ensembles und von T. Werner als Willi Kufalt. Ein Abend für die Sinne mit der bitteren Erkenntnis, dass auch in unserer Zeit Angst und Diskriminierung immer noch beißende Hunde aus dem Menschen machen.
Ein Theaternarr
Reiner Schmedemann
Reiner Schmedemann, 04.05.17
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