Vögel

V
ögel

von Wajdi Mouawad / Regie Hakan Savaş Mican / Aus dem Französischen von Uli Menke / Historische Beratung: Natalie Zemon Davis
Foto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft Angerer
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In New York verlieben sich der deutsche Biogenetiker Eitan und die amerikanische Arabistik-Studentin Wahida ineinander. Ihre unterschiedliche Herkunft spielt für beide keine Rolle. Doch als Eitan seine jüdische Familie aus Berlin anreisen lässt, empfinden seine Eltern die Liebe ihres Sohnes zu einer Palästinenserin als Verrat an der eigenen Geschichte. Um seinem historischen und familiären Erbe auf die Spur zu kommen, reist Eitan in Begleitung von Wahida zu seiner Großmutter nach Israel. Dort katapultiert ein Attentat die beiden mitten hinein in die brutale Realität des israelisch-palästinensischen Konfliktes. Als Eitan schwer verletzt im Krankenhaus liegt, zwingt Wahida seine Familie, ein lange gehütetes Geheimnis aufzudecken, das weit in die Vergangenheit zurückreicht. Niemand kann sich länger der Wahrheit entziehen. Doch auch für Wahida wird ihre eigene Herkunft plötzlich zur Herausforderung, die sie nicht einfach ignorieren kann.

 

Mit seinem neuesten Stück „Vögel“, von ihm selbst 2017 in Paris mit großem Erfolg uraufgeführt, zeigt der libanesisch-kanadische Autor und Regisseur Wajdi Mouawad eine moderne Familie zwischen Berlin, New York und Israel und ein junges Liebespaar auf der Suche nach Identität und Zugehörigkeit. Nur wenn man sich seine Wurzeln bewusst macht, so Mouawad, kann man sich frei entscheiden, wer man sein will.

 

Hakan Savaş Mican, in Berlin geboren und in der Türkei aufgewachsen, ist Hausregisseur am Maxim Gorki Theater in Berlin. Mican, der auch als Autor und Filmregisseur arbeitet, zeigt mit „Vögel“ seine erste Inszenierung am Thalia Theater.

 

#migration
#conflictzone 

 

Dauer 2:15h, keine Pause

Premiere 7. Dezember 2019, Thalia Gauß

 

Im Anschluss an die Vorstellung am 21. März: Birdsongs – Musik von Rasha Nahas und Daniel Kahn, Ballsaal

 

Besonderer Dank an

Dr. Reut Yael Paz für Beratung und musikalische Texte

PRESSESTIMMEN

„Nach dem kraftvollen Einstieg verwandelt sich 'Vögel' in eine Art Roadmovie, getragen [...] von sehr stark aufspielenden Darstellern, alle voran von einer eindringlichen Rosa Thormeyer“ - Annette Stiekele, Hamburger Abendblatt, 09.12.2019

 

„Auf der schwarzen, meist leeren Bühne inszeniert Hakan Savaş Mican sein Thalia-Debüt flüssig und kompakt. [...] Das harmonische Miteinander des Ensembles vermittelt zwischen lakonischem Witz, berührenden Momenten und schroffen Worten den schönen Traum: Alle Kulturen, Sprachen, Lieder können ineinander fließen und Grenzen sowie Abgrenzungen überflüssig machen.“ - Thomas Joerdens, Nordseezeitung, 10.12.2019

Weitere Pressestimmen

Spielbet
rieb eingestellt

Um eine Ausbeitung des Coronavirus zu verhindern, ist der Vorstellungsbetrieb auf allen Bühnen des Thalia Theaters vorläufig bis zum 30. April eingestellt.
Der Vorverkauf für Mai (VVK-Start 1. April) startet wie gewohnt.

Alle Informationen hier.

Ausgewählte Kommentare
Wir waren begeistert von der Schauspielkunst der Akteure. Sie füllten die große, leere, schwarze Bühne durch ihr Können total aus. Das Stück lebte von dem ausdrucksstarken Spiel jedes Einzelnen. Die Musiker haben die Inszenierung wunderbar unterstützt und begleitet. Der Regisseur hat es geschafft, dass die Schauspieler ihr Spiel in dem großen leeren Raum so intensiv entwickeln konnten, wie sie es getan haben. Es hat uns in seiner Inszenierung sehr gefallen, dass er den Schwerpunkt weg vom jüdisch-palästinensichen Krieg hin zu den menschlichen Problemen einer Familie gerichtet hat.
Aus dem Gästebuch, 09.03.20
Hinter dem Stück "Vögel" verbirgt sich ein unfassbar beeindruckender Theaterabend, der noch lange nachklingt. Eines der besten Stücke, die ich seit langem gesehen habe!
Die Schauspieler könnten großartiger nicht spielen und die Musiker sorgen für das gewisse Etwas. Inhaltlich wird sehr differenziert der Nahost-Konflikt und das Zusammenspiel verschiedener Kulturen dargestellt und nach kurzer Zeit fühlt man sich, als würde man selbst auf den Straßen Israels wandeln.
Vielen Dank für dieses wunderbare Theaterkunstwerk!!
Laura Rautmann, 11.12.19
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