Macbeth

M
acbeth

Deutsch von Thomas Brasch / in einer Fassung von Luk Perceval

"In Macbeth und Lady Macbeth habe ich unzählige Ehepaare gesehen, die mit Angst umgehen. Angst ist für mich das essentielle Thema in ,Macbeth‘". - Luk Perceval


Macbeth kommt als Feldherr aus dem Krieg, das Töten war sein Geschäft. Seine Frau, Lady Macbeth, hat ein Kind verloren, die Ehe ist ohne Nachkommen. Den Stimmen der Hexen kann das Paar nicht widerstehen: Macbeth soll König sein – aber um welchen Preis? Getrieben vom Überlebenswillen sieht Macbeth nur einen Ausweg aus seiner Angst: ganz nach oben kommen. Er tötet König Duncan im Schlaf – und wählt damit seinen eigenen Tod. Denn dieser erste Mord zieht zwanghaft weitere Morde nach sich, und auf dem angemaßten Thron begegnet das Paar seinen Dämonen. Unaufhaltsam führt beider Weg in die Selbstzerstörung und erst im Angesicht des Todes erkennt Macbeth die Sinnlosigkeit seines Kampfes.

 

Hexen Rabea Lübbe, Stefanje Meyer, Angela Kecinski, Gabriele Pilhofer, Yvonne Rennert, Andrea Sander, Regina Rossi

Kinder Jannis Jöns-Anders / Tom Hansen
Daniel Levin / Peer Kuhlbrodt
Jaydon-Paul Reisberg / Paul Lefeber

Eine Koproduktion mit der Ruhrtriennale


Premiere 22. Oktober 2011, Thalia Theater

Einladungen:
Ruhrtriennale, Gladbeck, Maschinenhalle Zweckel
Vom 2. bis 17. September

PRESSESTIMMEN

"Unter Dutzenden von symbolisch aus dem Bühnenhimmel herabbaumelnden Tischen, watend durch ein Meer von Soldatenstiefeln, ist der Macbeth der Ruhrtriennale in der Regie von Luk Perceval am Thalia Theater angekommen. In doppelter Hinsicht. Schauspieler Bruno Cathomas verleiht dem grausamsten der das Publikum zur Identifikation einladenden Shakespearehelden leicht autistische Züge, zwingt jeden halbwegs fantasiebegabten Zuschauer gedanklich zum Mitmorden. [...] Schauspielerin Maja Schöne wächst als Lady Macbeth über sich hinaus." - Die Welt

 

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Macbeth bei der Ruhrtriennale

 

"Bruno Cathomas ist das Gravitationszentrum dieser Inszenierung, ein Titelheld, der den Namen verdient. […] Es ist das Verdienst der Inszenierung, dass sie formale Klarheit bemüht, um das Unklare dieses kapitalen Kopfes herauszustellen. […] Luk Perceval zeigt „Macbeth“ als Drama des verpassten Moments. Er wolle mit Banquo „über alles sprechen“, kündigt Macbeth früh an, „wenn Zeit ist und die Zwischenzeit vorbei“. Die Zeit kommt aber nie. Und mit ihr auch kein Rat. Nur in ewiger Zeitlupe gedehnte Ratlosigkeit. Das aber eben ist kein Versehen dieses Abends, sondern sein stiller Triumph." - Die Welt

 

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Ausgewählte Kommentare
"Das Menschenkind" Geschafft: Luk Perceval löscht mit Shakespeare den Menschen aus.Das Bühnenbild, ein Sinnbild des Abglanzes gelebter Lebens. Der Boden ist mit Soldatenstiefeln bedeckt und zeugt vom Tod. In dieser Szenerie spielt der Mensch zersetzt von Angst sein letztes Spiel: Die Zerstörung seines Selbst und die Ermordung des Menschenkindes. Alles ist Finster. Düster und Still vollzieht sich der unaufhaltbare Prozess.Einen wundervollen Höhepunkt bilden Macbeth und Lady Macbeth, als sie versuchen, sich die Schuld des Mordes abzuwaschen und sich in weiße Laken hüllen - ein tief ergreifender Dialog über das Leben und dessen fortschreiten entfaltet sich. Ein Lichtblick schein auf - um im nächsten Moment endgültig vergeben zu werden. Macbeth vergibt seine große Chance und lässt tanzend seine Frau in den Armen sterben, alles ausgelöscht! Keine Liebe kann den Menschen mehr retten, er ist verloren und es Schmerzt! So Nietzche: "Erst der große, jener lange langsame Schmerz, in dem wir gleichsam wie mit grünem Holze verbrannt werden, der sich Zeit nimmt - zwingt uns in den letzten Tiefen zu steigen"
Helene Ravn, 18.06.12
Ich war erschlagen ob der intensiven Darstellung des Macbeths. Den hätte man fast alleine alles machen lassen können.
Mika H, 07.01.12
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