Auerhaus

Auerh
aus

von Bov Bjerg / Regie Franziska Autzen

Du hast die Augen zu und treibst auf deiner Luftmatratze, ein sanfter Wind weht, und du denkst, geil, jetzt lebe ich für den Rest meines Lebens hier in dieser Lagune, in der Südsee. Und dann machst du die Augen auf und merkst, es ist bloß ein Nachmittag am Baggersee, und zack ist der auch schon vorbei.

Anfang der achtziger Jahre in einer westdeutschen Kleinstadt: Frieder hat versucht, sich umzubringen. Damit das nicht wieder passiert, ziehen seine besten Freunde mit ihm in das leerstehende Haus seines Großvaters. Fünf junge Menschen im Auerhaus – damals läuft „Our House“ von Madness im Radio rauf und runter: „we would have such a very good time, such a fine time, such a happy time and I remember how we play simply waste the day away“. Im Auerhaus gibt es kaum Regeln und neben den Vorbereitungen zum Abitur werden Partys gefeiert und mit Drogen und freier Liebe experimentiert. Denn „Liebe ist kein Kuchen, der kleiner wird, wenn man ihn teilt.“
 
„Auerhaus“ feiert die Unschuld der Provinz, der Jugend und des Moments – aber vor allem die Gemeinschaft. Es erzählt von dem Wunsch einer ganzen Generation nach Freiheit.

 

Dauer 1:40h, keine Pause
Premiere 19. November 2017, Thalia Gauß

PRESSESTIMMEN

„Wie das Schauspielerquartett plus musikalische Begleitung diesen Traum performt, das zerreißt einem das Herz.“ - Falk Schreiber, Hamburger Abendblatt, 21.11.2017

„(...) der Bühnenmusiker Frieder Hepting schafft mit seiner hohen Stimme ein Klima von Zerbrechlichkeit.“ - Peter Helling, NDR 90,3, 20.11.2017

„(...) eine zurückhaltende, kluge, konzentrierte Inszenierung.“ - Falk Schreiber, Hamburger Abendblatt, 21.11.2017

„Ein mitreißender Leichtsinn, der kurz vergessen lässt, dass diese Geschichte eine tragische ist.“ - Oskar Piegsa, ZEIT Hamburg,  23.11.2017

„Das Ensemble, allen voran Julian Greis ist exzellent (...)“ - Peter Helling, NDR 90,3, 20.11.2017

„Sein Publikum wird dieser Abend finden. Einerseits bei Zuschauern, die heute um die 50 sind  und die sich noch das eine oder andere utopische Ideal bewahrt haben, andererseits bei Teenagern, die die selbstvergessene Jugendlichkeit dieser Performance schätzen.“ - Falk Schreiber, Hamburger Abendblatt, 21.11.2017

„(...) eine psychedelische Villa Kunterbunt, ein Überlebensprojekt“ - Peter Helling, NDR 90,3, 20.11.2017

„Das Bühnenbild von Ute Radler ist großartig, weil es als dreifache Metapher funktioniert.“ - Oskar Piegsa, ZEIT Hamburg,  23.11.2017

„(...) spielerisch probieren hier fünf Menschen den Traum vom besseren Leben aus, zwischen Rausch, Liebe, Popmusik.“ - Falk Schreiber, Hamburger Abendblatt, 21.11.2017

„Frieder, der nur in der Musik auftaucht, im meancholischen Britpop, den Frieder Hepting an Piano und Sythesizer über den Text legt.“ - Falk Schreiber, Hamburger Abendblatt, 21.11.2017

Ausgewählte Kommentare
Das Stück Auerhaus hat bei mir insgesamt einen guten Eindruck hinterlassen.
Das Konzept des Stücks ist ziemlich einzigartig und genießt somit einen hohen Wiedererkennugswert und grenzt sich dadurch gleichtzeitig von vielen anderen Stücken ab. Auch wenn die Handlung durchaus verwirrend und schwer darzustellen scheinen mag, wird die Aufgabe dem Zuschauer diese näherzubringen durch eine sehr gute schauspielerische Leistung und einen sinnvollen Einsatz anderer unterstützender Elemente dennoch nicht verfehlt. Dies führt für den Zuschauer zu einem hochinteressanten Erlebnis.
Eike K, 15.06.18
Liebes Thalia Theater,
In der vergangenen Woche haben wir mit unserem Darstellendes Spiel Kurs die Aufführung „Auerhaus“ besucht.
Dazu möchten wir Ihnen nun eine Rückmeldung geben.
Die Handlung wurde durch viele musikalische Darbietungen untermalt. Dabei fanden wir den Einsatz des Klaviers oft passend, wozu jedoch auch die Darstellung des Klaviers als Sarg Frieders in der Gegenwart beitrug. Insgesamt spiegelte die Musik die Gefühle und Emotionen der Charaktere gut dar, zum Beispiel durch die fröhliche Musik in der Vergangenheit und durch traurige Musik in der Gegenwart.
Dieser zeitliche Kontrast wurde durch die Kostüme ebenfalls deutlich, denn die Kleidung in der Gegenwart war schwarz und in der glücklichen Zeit, also der Vergangenheit, eher bunt.
Die rapiden Tempoänderungen haben die Zeitsprünge klar untermalt, was ebenfalls zur Verständlichkeit des Stücks beitrug. Das Bühnenbild spiegelt das alternative Theater wider und ist trotz geringem Aufwand gelungen. Das schlichte Baugerüst regte die Fantasie der Zuschauer an.
Zusätzlich wurden die Zuschauer direkt angesprochen und mit ins Stück einbezogen.
Insgesamt gefiel uns das Stück sehr gut!
Liebe Grüße der Darstellendes Spiel Kurs 11ds23 des St.–Viti–Gymnasiums Zeven
Swantje Burmester, 15.06.18
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