Krum

Krum. Ein Stück mit zw
ei Hochzeiten und zwe
i Begräbnissen

von Hanoch Levin / aus dem Hebräischen von Leanne Raday und Frank Weigand / Regie Kornél Mundruczó

„Ich habe es im Ausland zu nichts gebracht, Mutter! Ich habe kein Geld verdient, habe mich nicht verlobt und niemanden kennengelernt. In meinem Koffer ist nichts als benutzte Unterwäsche.“ So beginnt „Krum“. Der gleichnamige Antiheld kehrt nach Hause zurück. Er ist ein widersprüchlicher Mensch, der sich ein Leben als erfolgreicher Romanschreiber mit aufregenden Lieben herbeisehnt - aber alles verweigert zu tun, was ihm dieses Leben näher bringen könnte. Warum sich um Truda bemühen? Sie ist immerhin bereit, sich ihren Alltag mit einem Kompromiss-Mann einzurichten. Und Krums bester Freund Tugati ist Gesundheitsfanatiker und wird schließlich von der Koketterie mit der Krankheit eingeholt - auch all seine Bemühungen: sinnlos.

 

Die Begegnungen und Situationen, die der israelische Dramatiker Hanoch Levin in „Krum“ erfunden hat, sind so skurril, wie pointiert und eröffnen uns eine Welt zwischen Beckett’scher Groteske und jüdischem Humor, in der jede und jeder verzweifelt um sein Glück ringt. In der eigenen Mittelmäßigkeit gefangen, fragen sich alle: Warum verpassen wir ständig das eigentliche, das bessere Leben? Warum fühlt sich alles an, wie eine lahme Strandparty, die zu früh angefangen hat, auf der man dann aber doch lieber hängen bleibt, als sich dem nächsten Tag zu stellen?  

 

 

Kornél Mundruczó ist einer der wichtigsten ungarischen Theater- und Filmregisseure der Gegenwart. Er ist der Gründer der freien ungarischen Theatergruppe „Proton Theatre“. Seine Arbeiten sind international erfolgreich und vielfach ausgezeichnet. „Pieces of a Woman“, Mundruczós jüngster Film, feierte mit Martin Scorsese als Executive-Producer bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig 2020 Premiere. Dort wurde er u.a. für den Goldenen Löwen nominiert. Nach seiner vielbeachteten Aktualisierung des Molnár-Klassikers „Liliom“ am Thalia Theater inszeniert Mundruczó nun eine Neu-Entdeckung: die deutschsprachige Erstaufführung von „Krum“ von Hanoch Levin, in Israel ein Star der zeitgenössischen Dramatik.

 

Deutschsprachige Erstaufführung 15. November 2020, Thalia Theater

 

 

Foto: Armin SmailovicFoto: Armin Smailovic
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