Geisterseher

Geisters
eher

nach Friedrich Schiller / Regie Antú Romero Nunes
Bühne und Kostüme
Julia Plickat
Dramaturgie
Nina Rühmeier
Emilia Linda Heinrich (Wiederaufnahme)

Schiller hielt es für „Schmiererei“, was er da als Aufreißer für sein verkaufsschwaches Intellektuellen­-Blatt „Thalia“ hinschrieb. Doch „Geisterseher“, die Sex­, Drogen­ und Gangsterstory vom reichen Prinzen, den unerträglicher „Realitätsterror“ in die Ferne treibt, um dort die „Schranken der Gegenwart“ niederzureißen, dieser Youngster­Thriller wurde prompt ein Hit. Der junge Spross eines deutschen Fürstenhauses hat seine Familie verlassen und lebt seitdem ohne Profession und Sorgen vom Geld seiner Eltern in Venedig. Doch das Auftauchen eines rätselhaften Armeniers und eine Reihe von Todesfällen bereiten der Ruhe ein Ende. Die Mysterien im Leben des Prinzen häufen sich – und da man sich der eigenen Hyperaufgeklärtheit ja nie hundertprozentig sicher sein kann, entschließt er sich tapfer zur Teilnahme an einer Séance. Ein Stück über Vernunft, Glaube, Irrsinn und einen Strudel aus Rausch und Erkenntnis, in dem sich die Schillerschen antagonistischen Triebe „Form“ und „Spiel“ gegenseitig ausstechen.

2009 hat die Diplominszenierung des jungen Regisseurs AntúRomero Nunes mit seinen Mitabsolventen der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, Jirka Zett und Paul Schröder, am Maxim Gorki Theater Berlin für großes Aufsehen gesorgt. Mit Beginn der Spielzeit 2018&19 kommt Jirka Zett als festes Ensemblemitglied ans Thalia Theater – und ist mit Paul Schröder und Hausregisseur Antú Romero Nunes wieder an einem Haus vereint. Das soll Anlass für die Wiederaufnahme des „Geisterseher“ sein, mit dem vor neun Jahren alles begann.

 

In Kooperation mit der HfS Ernst Busch, Berlin

 

Premiere 05. Januar 2019, Thalia Gauß

PRESSESTIMMEN

„Dieser Abend ist ein wahrer Theaterrausch. Nur zwei Schauspieler, Paul Schröder und Jirka Zett machen aus Schillers schräger Gespenster-Geschichte ein richtiges Ereignis und sorgen für echten Bühnenzauber." - Patricia Seeger, NDR 90,3 , 07.01.2019

 

„Ein verdammt guter Abend. Ernst und frech und laut und leise, fett und schlank, aufrichtig und verschlagen – und so leicht, dass beim Zuschauen vollkommen klar wird, warum das, was Schauspieler tun, Spielen heißt.“ - Florian Zinnecker, ZEIT Hamburg, 06.01.2019

 

„Fühlen mit allen Sinnen. Das Wechselspiel aus tiefgründigen Texten, absurd-witzigen Momenten zieht in den Bann, auch wenn man die Geschichte vorher nicht kennt. Mit dem "Geisterseher" zeigen Nunes und seine Freunde, wie beweglich Vergangenheit sein kann, wenn ,an sie in die Gegenwart trägt." - NDR Hamburg Journal, Larissa Dudek, 05.01.2019

 

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