Blick von der Brücke

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von Arthur Miller / Regie Hakan Savaş Mican
Foto: Krafft Angerer
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Ein Mann dreht durch. Im Leben des Hafenarbeiters Eddie lief lange alles ganz gut. Aus Italien stammend, hat er sich mit seiner Frau Beatrice und seiner Nichte Catherine im New York der 50er Jahre durchgebissen, ein starker, stolzer Amerikaner. Als er – Ehrensache – zwei illegal eingewanderte Verwandte aus Sizilien, Rodolpho und Marco, bei sich aufnimmt, gerät sein Leben außer Kontrolle. Denn Catherine will frei sein und verliebt sich in Rodolpho. Und auch Beatrice scheint ihren Mann kaum noch als Familienoberhaupt zu respektieren. Eddie versteht die Welt nicht mehr. Eifersucht, verlorenes Ehrgefühl, Verrat – mit großer Wut wendet er sich gegen die Neuankömmlinge, die bei ihm Schutz gesucht haben.

 

Arthur Miller, Sohn einer polnisch­-jüdischen Familie, die aus Europa in die USA kam, ist mit seinen zeitkritischen Dramen bis heute auf den Bühnen der Welt präsent. Wie schon in „Tod eines Handlungsreisenden“ erzählt Miller in „Ein Blick von der Brücke“ von der Krise eines Mannes, dessen Weltbild in seinen Grundfesten erschüttert wird. Aus Angst vor Verlust und Veränderung flieht sein tragischer Held Eddie vor der eigenen Wahrheit und reißt die, die er liebt, mit in den Abgrund.

 

Hakan Savaș Micans Inszenierung schlägt den Bogen vom Einwanderungsland Amerika über die sogenannte „Gastarbeitergeneration“ in Deutschland bis nach Hamburg heute.

 

Premiere am 18. September 2021, Thalia Gauß

Am 29.01.2021 erscheint das Debütalbum „Desert“ der palästinensischen Singer-Songwriterin und Multiinstrumentalistin Rasha Nahas. Poetische Vokalisierung, stimmungsvolle, zarte Passagen von Gitarre und Geigen sowie fesselnde Töne ihrer Heimat des Nahen Ostens ziehen sich durch ihr gesamtes musikalisches Werk.