Revolver-Traum

Revolve
r-Traum

Die Inszenierung „Revolver-Traum" der jungen Regisseurin Maria Ursprung (zuletzt „Festzeitstory“ in der Gaußstraße) richtet die Waffen auf die Herzen der Menschen und verführt uns in lateinamerikanische Welten des magischen Realismus, wie sie früher nur Gabriel García Marquez geschrieben hat. Mit Lola Arias hat das Thalia Theater eine Autorin auf den Spielplan gesetzt, die sich auf poetische wie humorvolle Weise mit der Melancholie des Menschen auseinandersetzt. Ihre Geschichten fangen die gegenwärtige Seele Lateinamerikas ein. Lola Arias ist Autorin, Schauspielerin, Sängerin und Regisseurin. Angefangen hat sie ihre Arbeiten mit ihrer Compañia Postnuclear in ihrer Heimat Buenos Aires, inzwischen arbeitet sie weltweit. Unzählige Einladungen zu internationalen Festivals haben sie u.a. auch nach Hamburg geführt (hier waren ihre Arbeiten beim Internationalen Sommerfestival auf Kampnagel zu sehen). In „Mi vida después“ hat sie die Geschichte ihres Landes während der Militärdiktatur aufgearbeitet. Die Münchner Kammerspiele haben sie eingeladen mit „Familienbande“ einen Abend über die außergewöhnliche Familiengeschichte der Schauspielerin Katja Bürkle zu erzählen.

Hinter dem Titel „Revolver-Traum“ verstecken sich gleich drei Stücke der Argentinierin. Drei Geschichten über das Leben, die Liebe und den Tod. Sie zeichnen Menschen einer Großstadt, die Zuflucht suchen, Menschen, die verstehen wollen, warum sie unglücklich sind, warum die Liebe zerbrochen ist oder nicht entstehen kann, sie wollen verstehen, was sie am Leben hält, was das Leben wertvoll macht. Am Ende finden sie sich in einem unheimlichen Traum wieder, in dem Russisches Roulette gespielt wird. Sie alle buhlen um die eine Kugel, um ihrem Leben ein Ende zu machen.
Maria Ursprung erzählt diese Geschichten als zarten und berührenden Theaterabend, bei dem sich die Bühne immer weiter dreht, bis am Ende 32.000 Pailletten zum Vorschein kommen: liebevoll aufgereiht flackert der Traum an uns vorbei.


Premiere am 22. März 2013 im Thalia in der Gaußstraße

Am 17. Oktober 2013: Argentinische Nacht: Tango & Theater

PRESSESTIMMEN

Mit „Revolver-Traum/Striptease/Die Liebe ist ein Heckenschütze“ verbinden sich drei kleine „Stückchen“ zu einer Theater-Trilogie, bei der es um Leben und Tod, Liebe und Einsamkeit geht. […]
In die dichte Atmosphäre der 70-Minuten-Inszenierung muss man eintauchen wie ein Traum.

Hamburger Morgenpost


Die Texte der argentinischen Theatermacherin Lola Arias entfalten traumartige Landschaften, nüchtern, frostig, melancholisch, aber auch von Spuren eines magischen Realismus durchzogen. […]
Ein Glamourgirl mit Hasenkopf haucht düster Kylie Minogues „Can’t get you out of my head“ und zieht eine zweite Traumebene ein. Die Frau im Bett entpuppt sich als gerade mal 16-Jährige mit gewaltreicher Geschichte und erhält bei Marie Löcker die Aura einer Koboldin der Zwischenreiche. Thomas Niehaus mimt einen nüchternen Lehrer mit Zweitjob als Dealer, Angst im Nacken und unter der rauen Schale pochender Gier nach echtem Gefühl. Die Dia-loge dieser einander Fremden kehren manche dunkle Ecke von Buenos Aires zum Vor-schein: Hinrichtungen in der Badewanne, Kaninchen, die Selbstmord begehen. Einer Liebe, die ins Wahnhafte abgleitet und unterschwelliger Todessehnsucht. […]
Der „Revolver-Traum“ ist ein kleiner, intimer Ausflug in das Unlogische, die Intensität und das Romantische, wie sie Traumwelten für uns bereithalten. Nur dass sie sich hier verdammt real anfühlen.

Hamburger Abendblatt

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