PARADIES

PARAD
IES

fluten / hungern / spielen / von Thomas Köck / Regie Christopher Rüping / Erstaufführung
Foto: Armin Smailovic

Ein ICE rast ungebremst durch Europa. Draußen ziehen Bilder vorbei: Ausbeutung und Selbstausbeutung im Zeitalter des Kapitalismus. Thomas Köck sammelt und collagiert Szenen von Krisen, Fehleinschätzungen, versagenden Routinen und Paranoia, die den Alltag bestimmen. Wie von einem Virus wird alles zersetzt und in Frage gestellt: Mit Mundschutzmaske und Schutzanzug stehen zwei Kinder vor der Tür des Zimmers ihres Vaters im Krankenhaus. Der Kautschukboom im 19. Jahrhundert prallt auf das Schicksal einer Tänzerin im Heute. Sie praktiziert die kapitalistische Logik der Selbstoptimierung auf wahnwitzige Weise. In China machen sich ein Mann und eine Frau auf den Weg, um illegal in Italien einzuwandern, wo sie die gleichen Arbeitsbedingungen vorfinden wie zuhause: „Made in Italy“. Eine Kriegsreporterin sitzt in einem Luxushotel in der Wüste fest. Eine Frau verlässt ihre Wohnung und fährt aus der Stadt raus, an den sozialen Rand, wo sie aufgewachsen ist. Draußen auf der Straße, im öffentlichen Raum, riecht es nach Tränengas. Wasserwerfer werden angeworfen.

 

Christopher Rüping, der am Thalia Theater Benjamin von Stuckrad-Barres „Panikherz“ für die Bühne adaptierte, inszeniert mit „PARADIES“, eine verdichtete Version von Thomas Köcks „Klimatrilogie“. Der Dramatiker Thomas Köck brachte im Thalia Gaußstraße gemeinsam mit Elsa-­Sophie Jach sein Stück „dritte republik“ zur Uraufführung und wurde für sein Werk mehrfach ausgezeichnet (u.a. Mülheimer Dramatikerpreis 2018 und 2019).

 

Premiere 5. September 2020, Thalia Theater

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