Frankenstein / Homo Deus

Frankens
tein / Ho
mo Deus

inspiriert von Mary Shelley und Yuval Noah Harari / Regie Jan Bosse / Uraufführung
Kostüme
Kathrin Plath
Musik
Jonas Landerschier
Video
Jan Speckenbach
Dramaturgie
Susanne Meister

sowie Elena Beyersdorf, Catherine Claussen Vilas, Anna-Lea Geizler, Mila Nitzel, Don Schmidt, Thomas Geiger; Rolf Bach, Cheng Ding, Karolina Maria Kierzkowska (Film)

 

Live-Musik
Jonas Landerschier

Achtung: Diese Inszenierung ist leider nicht rollstuhlgerecht

 

Die Faszination des Frankenstein­-Mythos ist ungebrochen und geistert in tausend Varianten durch unser kollektives Gedächtnis. In ihrem Meisterwerk aus dem 19. Jahrhundert erzählt Mary Shelley von Traum und Alptraum der Erschaffung eines menschenähnlichen Wesens, das sich bitter an seinem Schöpfer rächt. Und heute? In unserer fortschrittsgläubigen und technikverliebten Welt schreitet die Optimierung des Menschen zügig voran. Noch nie waren wir so nah an der Verwirklichung der Visionen jenes ehrgeizigen Forschers Viktor Frankenstein. Werden denkende Maschinen uns bald ersetzen?

Yuval Noah Harari, Autor des Weltbestsellers „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ fragt in seinem neuen Buch, wie es dem Homo Sapiens ergehen wird, wenn er den technikverstärkten „Homo Deus“ erschaffen hat. Zieht tatsächlich Science­Fiction in unsere Realität und unseren Alltag ein? Was bleibt von uns und der modernen Religion des Humanismus, wenn wir Maschinen konstruieren, die bald alles besser können als wir? Wenn die Wissenschaft selbst unser sogenanntes Bewusstsein als System von Algorithmen enttarnt? Werden wir am Ende gar keine Menschen mehr sein? Wenn die Fähigkeit zur Empathie verloren geht, ist einer der letzten Unterschiede des Hominiden zum Androiden dahin. Bedeutet das vielleicht endlich die Erlösung von der Knechtschaft des Weltreichs mit den drei Buchstaben: ICH?

Regisseur Jan Bosse schickt Schauspieler und Zuschauer über vier Bühnen des Thalia Theaters auf eine völlig unwissenschaftliche Forschungsreise – von der Erschaffung des Monsters im Anatomietheater bis hin zu den kühnsten Allmachtsphantasien der Humanoiden eines neuen Jahrtausends.

 

Uraufführung 18. November 2018, Thalia Theater

Foto: Armin Smailovic
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