Neue Workshops

 

Ausgehend von Stücken und Inszenierungen unseres Spielplans 2021 & 2022 kommen Schülerinnen und Schüler zu aktuellen Themen und grundsätzlichen Fragestellungen ins Spiel.

 

Termine, Dauer und Kosten nach Absprache: thaliaundschule@thalia-theater.de oder 040.32814-139

WS 1: Vorbereitung auf den Vorstellungsbesuch bei "GRM Brainfuck"

„GRM Brainfuck“ ist ein Blick nach vorn im Zorn auf eine nahe Zukunft, die schon Gegenwart ist. Im Zentrum stehen vier Jugendliche, die aufbegehren und autonom leben wollen. Was macht wütend und wofür lohnt es, sich einzusetzen? Schülerinnen und Schüler lernen spielerisch die Besonderheiten der Inszenierung kennen, erhalten eine Einführung in die Handlung und Struktur und erfahren durch performative Übungen mehr über das Stück. Ziel ist hierbei auch, Lust auf den Theaterbesuch zu machen.


 

WS 2: Hip-Hop meets "GRM Brainfuck"

Eine Tänzerin aus der Produktion erarbeitet gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern eine einfache Choreografie, die sich an die Inszenierung anlehnt. Tanzbegeisterten gibt sie Tipps zum Weitermachen.


 

WS 3: Schreib-Workshop Brainfuck

Brainfuck ist (auch) eine esoterische Programmiersprache, die 1993 erfunden wurde und die Sibylle Berg in ihrem Roman aufgegriffen hat. Angeleitet von einer Autorin oder einem Autoren entstehen an ein bis zwei Workshop-Tagen eigene Texte voller Gedanken, Gefühle, Träume und Ideen der Beteiligten rund um die Themen der Inszenierung.


 

WS 4: "Transit"

Warten. Warten auf ein Visum für Länder, in denen ein besseres Leben möglich scheint. Der iranische Regisseur Amir Koohestani erzählt Anna Seghers Exilroman für heute. Wir erkunden die Handlungsweisen der beteiligten Figuren, erforschen, was sie antreibt und bewegt, um sie und ihren Zustand besser zu verstehen. Dieser Workshop bietet sich besonders als ergänzende Vorbereitung auf das Abiturthema an.


 

WS 5 muss aus dispositorischen Gründen leider entfallen.

 


 

WS 6: "Pippi Langstrumpf"

Wer die Welt uminterpretiert, kann sie auch verändern! Pippi ist ein Freigeist und hat ein untrügliches Gespür für Solidarität und Gerechtigkeit. Was empfindest du als ungerecht? Mit wem möchtest du dich solidarisieren? Und was kann man von Pippi lernen? Bilder und Texte aus der Inszenierung treffen auf szenische Ideen der Schülerinnen und Schüler.


 

WS 7: "Shockheaded Peter"

Der Bilderbuchklassiker von 1845 „Struwwelpeter“ ent­hält Geschichten von Kindern, die sich nicht erziehungs­konform verhalten, was drastische Folgen für sie hat. Die damaligen Erziehungsmethoden sind heute unvor­stellbar. Aber die Bezeichnungen für Kinder mit entsprechenden Eigenschaften sind uns noch geläufig, wie der Zappelphilipp, Hans-Guck-in-die-Luft oder das Streichholz-Pau­linchen. Von welchen Verboten sind wir umgeben? Mit welchen Tricks können Verbote umgangen werden? Auf der Grundlage der Figuren aus Buch und Inszenierung werden eigene Figuren inszeniert.


 

WS 8: "Herkunft" - Meine Großeltern und ich!

Die Schü­lerinnen und Schüler blicken in die eigene Fa­mi­liengeschichte. Gesammelt werden besondere oder alltägliche Geschichten mit oder von den Großeltern. Wie haben sie wo und wann gelebt? Diese Geschichten werden erzählt und szenisch umgesetzt. Mit Texten und Motiven aus dem Roman „Herkunft“ von Saša Stanišic´ und der Inszenierung von Sebastian Nübling.


 

WS 9: "Blick von der Brücke"

Hakan Savaş Mican verlässt in seiner Inszenierung von Arthur Millers „Blick von der Brücke“ das New York der 50er Jahre. Er setzt die Familie des Hafenarbeiters Eddie, seine Frau Beatrice und Nichte Catherine in Beziehung zur Entwicklung des Hamburger Hafens und dem 1961 geschlossenen Anwerbeabkommen mit der Türkei. Mit Textfragmenten und szenischen Übungen eröffnet dieser Workshop neue Sichtweisen auf die Themen der Inszenierung.


 

WS 10: "Die Räuber"

Freiheit oder Sicherheit? Im Zentrum steht ein sehr unterschiedliches Geschwisterpaar. Die Außenwelt be­urteilt ihren Charakter als jeweils gut und böse. Aber wird man einem Menschen damit gerecht? Und wem nützt es, wenn Geschwister sich zerstreiten? Am Beispiel von Schillers „Die Räuber“ wird das Geschwisterverhältnis befragt und eigene szenische Ideen und Texte werden entwickelt.


 

WS 11: In der Nacht - "Der Sandmann"

Wenn es dunkel wird, verändert sich die Welt und wie wir sie wahrnehmen. Die Nacht lädt ein zum Träumen und Phantasieren. Geschichten und Vorstellungen zum Gruseln steigen auf. Bilder und Textfragmente aus „Der Sandmann“ von E. T. A. Hoffmann treffen auf Texte und Szenen der Schülerinnen und Schüler.


 

WS 12: Kostüm-Workshop "My Style"

Schulgruppen entwerfen eigene alltagstaugliche und trotzdem ungewöhnliche Kostüme zu einem Stück oder Stoff des Thalia Theaters. Möglichkeiten von Upcycling und Wiederverwendung werden aufgezeigt. Dieser Workshop wird von einer Kostümbildnerin geleitet.


 

WS 13: Licht-Workshop

Eine Thalia-Beleuchtungsmeisterin trifft in der Schule die Technik-AG und interessierte Lehrende. Gemeinsam wird die schuleigene Lichtanlage und -ausstattung erforscht. Neue Möglichkeiten des Lichteinsatzes bei Schulveranstaltungen werden sicht- und umsetzbar.


 

Workshops-on-Demand

Außerdem bieten wir Workshops zu unterschiedlichsten Darstellungstechniken an: Bewegungstheater, Büh­nenpräsenz, Chor und Choreographie, Performance, Arbeit an der Rolle, Sprechtraining und Video. Andere Schwerpunktsetzungen sind auf Wunsch möglich. Die Workshops werden geleitet von erfahrenen Kunst- und Theaterschaffenden.

 

Die Dauer der Workshops ist flexibel von 3 bis 16 Zeitstunden.

Die Kosten ergeben sich aus Dauer und Anzahl der Teilnehmenden.

Workshops zum Repertoire

 

Wir bieten weitere Workshops für Schulgruppen an, die sich ausgehend von Stücken und Themen unseres Spielplans mit grundsätzlichen Fragestellungen oder einem ganz konkreten Stück beschäftigen.

 

Termine, Dauer und Kosten nach Absprache: thaliaundschule@thalia-theater.de oder 040.32814-139

WS 14: "Mittagsstunde"

Dörte Hansen erzählt in ihrem Roman Mittagsstunde vom fiktiven Dorf Brinkebüll, das den Strukturwandel in der modernen Landwirtschaft in den 1960er Jahren erlebt. Was ist bei der Flurbereinigung eigentlich mit den Landschaften passiert? Welche Folgen zieht das bis heute nach sich für Natur, Tier und Mensch? Und warum ziehen die jungen Leute in die Städte? Ein Workshop mit Texten und Situationen rund um die Figuren der Inszenierung von Anna-Sophie Mahler. Eigene Erfahrungen zum Thema Leben auf dem Dorf fließen ein.


 

WS 15: "Maß für Maß"

Anything goes – alles erlaubt? Maß für Maß zählt zu den abgründigsten Komödien William Shakespeares: Ein Experiment über Anspruch und Wirklichkeit, über Doppelmoral und Verführbarkeit durch Macht. Grundlage für diesen Workshop ist die Thalia-Inszenierung von Stefan Pucher in der Neubearbeitung des Dramatikers Thomas Melle. Themen der Inszenierung werden aufgegriffen, die handelnden Figuren vorgestellt und Situationen in die eigene Realität übertragen.


 

WS 16: "Ode an die Freiheit"

Die beteiligten Figuren und ihre Handlungsmotive der Inszenierung Ode an die Freiheit nach Friedrich Schiller werden vorgestellt, beleuchtet und hinterfragt. Anhand ausgewählter Texte stellen sich Fragen nach persönlicher Freiheit, die sich mit dem eigenen Körper im Raum darstellen lassen.


 

WS 17: "Paradies"

Etwas tun fürs Klima! Sich einen Plan machen und das  „durchziehen“, egal was die Familienmitglieder oder der Freundeskreis sagen – Jemand muss schließlich endlich anfangen, das eigene Verhalten am Klimaschutz auszurichten. Und wie kann ich andere motivieren mitzumachen? Von Thomas Köck verfasste Szenarien aus der Inszenierung von C. Rüping werden aufgegriffen und in eigenes Spiel übersetzt, Handlungsstrategien für den Klimaschutz werden entworfen.


 

WS 18: "(R)Evolution"

In künstlerisch dicht gestalteten (Video-)Welten und eindringlichen Bildern wirft die Inszenierung von Yael Ronen Grundfragen zum zukünftigen Zusammenleben der Menschen in einer volldigitalisierten Welt auf. So wird ein komplexes Thema leicht zugänglich. Inspiriert wurde (R)Evolution vom Sachbuch 21 Lektionen für das 21. Jahrhundert des israelischen Autors Yuval Noah Harari. Angelehnt an die Inszenierung entstehen in diesem Workshop Zukunftsszenarien zu den Themen Künstliche Intelligenz und Big Data, dabei spielt auch das eigene Smartphone mit. Die Handlungsstränge und Figuren der Inszenierung werden vorgestellt und es wird gezeigt, wie man mit Sachtexten ins Spiel kommen kann.

Zusätzlich gibt es eine umfangreiche Materialmappe zur Inszenierung mit vielen Anregungen für den Unterricht und praktischen Übungsvorschlägen. Kostenfreier Download.


 

WS 19: "Tschick"

Maik und Tschick, beide 14, fahren in einem „geliehenen“ Lada los, um die ostdeutsche Provinz zu erkunden. Auf ihrem Weg treffen sie mehr nette Menschen als sie es sich jemals hätten träumen lassen. Und sie treffen Isa. Zentrale Situationen und Texte der Inszenierung von Christopher Rüping werden aufgegriffen und mit eigenen Ideen umgesetzt. Und wie spielt man eigentlich einen Roadtrip ohne Auto auf der Bühne?


 

WS 20: "Auerhaus" - Wie geht Gemeinschaft?

Ausgehend von Motiven aus dem Text Auerhaus von Bov Bjerg, in dem befreundete Jugendliche zusammenziehen, wird die Frage nach eigenen Regeln für das Zusammenleben thematisiert. Sind Regeln und das Gefühl von Freiheit und Sich-einfach-gut-fühlen ein Widerspruch? Szenen vom gelungenen Zusammenleben und möglichen Scheitern entstehen.

Zusätzlich gibt es eine umfangreiche Materialmappe zur Inszenierung mit vielen Anregungen für den Unterricht und praktischen Übungsvorschlägen. Kostenfreier Download.


 

 

WS 21: "Vögel" - Chor der Liebenden

Muss man sich seiner Wurzeln bewusst sein, um sich frei entscheiden zu können, wer man sein will? Gibt es Regeln, die aus meiner Kultur kommen, die mich hindern, Ich zu sein? In Vögel von Wajdi Mouawad geht es um ein junges Liebespaar aus zwei sehr unterschiedlichen Kulturen. Was spricht gegen diese Liebe? Was sagen die Eltern dazu? Und was entgegne ich ihnen? Ein Chor der Liebenden gegen alle Argumente der Alten entsteht.


 

WS 22: "Der Boxer" - Gangstarap, dicke Hose, bad Girls

Das Böse, das Dunkle übt eine Anziehung aus. Warum ist das (mediale) Bild des Bösen mittlerweile fast attraktiver als das des Guten? Grundsituationen der Inszenierung Der Boxer von Szczepan Twardoch werden aufgegriffen und in Bewegungen umgesetzt. Eigene Geschichten der Straße werden erzählt, die Sprache als Rap oder rhythmisch gesprochenes Gedicht musikalisch umgesetzt.