Liebe

Liebe
nach Émile Zola
Trilogie meiner Familie I
Regie & Fassung Luk Perceval

Foto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin SmailovicFoto: Armin Smailovic
Vorstellungen
Fr,30.06.201720:00 - 22:00 UhrKaufen
Pressestimmen zu Liebe. Trilogie meiner Familie I
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Kommentare

Ein beeindruckender Theaterabend mit einer fulminanten Einführung, die gut auf den Zola'schen Kosmos einstimmte. Tolle schauspielerische Leistungen und ein vielseitig funktionierendes Bühnenbild! Ein großer Romanstoff wurde so gut reduziert und umgesetzt, dass man auf die weiteren Folgen der Trilogie gespannt sein darf.
S. von Quast, 25.03.16

Wieder bemerkenswerte Schauspielerleistungen, ein sehr spannendes Bühnenbild für tolle Assoziationen oben-unten, Abstürze im gesellschaftlichen Sinne und die Beobachtungen des Arztes distanziert von der Seite.
... Aber auch ganz "schwere" Kost für den Zuschauer.

Luc Perceval hat nach es nach meiner Auffassung zu gut gemeint und zu viele Facetten aus den Romanvorlagen in die Aufführung verwoben. Ohne Kenntnis der Romanvorlagen wäre das Verständnis teilweise schwierig geworden.

Während man am Anfang des Stückes noch die Chance für kleine optimistische Entwicklungen sah, verschwanden diese immer mehr und man hatte nur noch Düsternis und Tragik vor sich. Das mag natürlich thematisch passen, man musste sich aber schon sehr konzentrieren, um die parallel laufenden Handlungsstränge mit ungewöhnlich vielen Darstellern verfolgen zu können.
Ich blieb beeindruckt, aber auch erschlagen zurück.

Dirk Schneefuß, 06.12.15

Mein Kommentar

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Hier werden Figuren und Story vorgestellt:
   

Gervaise verdient sich mit acht Jahren ihr erstes Geld bei einem Händler in der Nachbarschaft, später geht sie als Lehrmädchen in eine Wäscherei. Mit vierzehn wird sie von ihrem Liebhaber Lantier schwanger und bekommt von ihm drei Söhne. Als ihr Vater ihr verbietet zu heiraten, geht sie mit Lantier nach Paris. 



Innerhalb von zwei Monaten bringt der Gerber Lantier aus das kleine Erbe seiner Mutter in Paris durch. Er lässt seine Geliebte Gervaise mit den Kindern in einer billigen Absteige sitzen, um in der Großstadt sein Glück zu machen/finden.



Clémence arbeitet zunächst in Gervaise Wäscherei, keine bügelt Hemden so gut wie sie, und auch sonst ist sie den Männern sehr zugetan, allerdings quält sie sie am nächsten Morgen mit ihren Mordfantasien.



Weil sein Vater bei der Arbeit betrunken vom Dach gestürzt ist, trinkt Coupeau immer nur Wein, niemals Schnaps. Als die Wäscherin Gervaise nicht seine Geliebte werden will, heiratet er sie und bekommt mit ihr eine Tochter, Nana.



Nana beherrscht schon als kleines Mädchen die Kinder ihres Viertels und beobachtet die Liebesverhältnisse ihrer Mutter. Mit 13 Jahren beginnt sie eine Lehre in einer Fabrikation für Kunstblumen, hat jedoch keine Lust an der Arbeit. Bald ist sie eine Sensation auf den Tanzböden von Paris.



Der Sohn von Gervaise und ihrem Liebhaber Lantier leidet unter schrecklichen Anfällen, in denen sich sein Kopf anfühlt, als würde man ein Loch hineinbohren, verbunden mit heftigem Fieber und Anfällen von Traurigkeit. Die Ereignisse in seiner Kindheit lassen ihn nicht los.



Offiziell die Tochter eines Ölhändlers, trägt Félicité die Züge eines Adligen, der ihr wirklicher Vater gewesen sein soll. Ehrgeizig und klug schafft sie es an die Spitze der Gesellschaft, wäre da nicht ihr missratener Sohn Pascal, der mit seinen Forschungen den Ruhm der Familie aufs Spiel setzt.



Nach einem brillanten Medizinstudium in Paris widmet sich Pascal voller Leidenschaft seinen Privatstudien zur Vererbung und will die Menschheit retten. Mit ihm lebt seine Haushälterin Martine, die ihn seit langem heimlich liebt und in den Schoß der Kirche zurückbringen will, und seine junge Nichte Clotilde, die zu einer schönen jungen Frau herangewachsen ist.



Seit mehr als 30 Jahren ist die Haushälterin von Doktor Pascal die wahre Herrin des Hauses. Ihr sehnlichster Wunsch ist, dass der von ihr heimlich geliebte Arzt möge sich mehr um sein Seelenheil kümmern…



Als ihre Mutter stirbt, wird die siebenjährige Clotilde in den Haushalt ihres Onkels Pascal gebracht. Bei ihm wächst Clotilde in Freiheit auf, lernt lesen und schreiben und wird für Pascal eine wichtige Mitarbeiterin bei seinen Forschungen. Bis sie plötzlich beginnt, mehr für den verehrten Maître zu empfinden.