Romantik ist ein Frauenporno

Text und Regie Katharina Cromme
Zürcher Hochschule der Künste

Die Frage nach dem Ego im künstlerischen Werk wurde ab dem Ende des Mittelalters aktuell, als Maler plötzlich begannen, ihre Namen am unteren Bildrand zu notieren. Sie bleibt bis heute relevant und ohne klare Antwort. Um das „Ich“ in der Kunst geht es auch in dem Projekt „Romantik ist ein Frauenporno.“ Hollywood und Co suggerieren uns ein Bild von Liebe und Romantik, das mit der Alltagsrealität so wenig zu tun hat, wie Pornographie oft mit „gewöhnlichem“ Geschlechtsverkehr. Die Menschen beschäftigen sich nur mit sich selbst. Unsere Gesellschaft besteht aus hedonistischen und narzisstischen Individuen, die alle das gleiche Hobby betreiben: Die Ich-Suche und Sinn-Suche. Gibt es ein Publikum, das anderen dabei zusehen will, wie sie um sich selbst kreisen? Die ewigen und postmodernen Fragen verhandeln die Performer im ersten Teil und kommen dann zu dem Entschluss: Sie wollen es wagen, wieder Figuren zu spielen! Psychologisch zu sein! Und so probieren die Spieler, das Neue aus dem Alten zu holen. Und das ist auch wieder neu.

Katharina Cromme *1986 in Wiesbaden. 2005 bis 2006 inszenierte sie in der Jungen Theatergemeinde Köln und assistierte bei Drama Köln sowie am Stadttheater Essen (u.a. bei Anselm Weber, Cilli Drexel). Seit 2008 studiert sie Theaterregie an der Zürcher Hochschule der Künste.

Text und Regie Katharina Cromme
Ausstattung Maude Vuilleumier
Es spielen Marie Gesien, Oliver Goetschel, Urs Humbel, Sophie Hutter, Sabina Reich

Studienprojekt BA III von 2011
Spieldauer: 80 Minuten

28. März, Thalia Gaußstraße, 21.00 Uhr

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