Reise ans Ende der Nacht

Gastspiel Residenztheater München
nach Louis-Ferdinand Céline


Eine afrikanische Slum-Siedlung im Kongo. Der Erste Weltkrieg hat seine Spuren hinterlassen. Hierher, in die alte Kolonie Europas, ist Ferdinand Bardamu geflüchtet, nachdem er sich im Krieg freiwillig als Soldat gemeldet hat und davon traumatisiert erkennen muss, dass dieser apokalyptische Kreuzzug nur dazu geführt hat, die Armen zu vernichten. Auf der Suche nach einer besseren Welt begibt sich der Auswanderer nun ins Reich der Kolonialherren, um an Geld zu kommen, hinein in die afrikanische Welt, den Urwald und die Coltanminen, die später einmal essentiell für die Welt und ihre Mobiltelefone sein werden. Doch auch hier trifft er auf heftige Klassenkonflikte, die die Menschen zu habgierigen Bestien machen. Célines Roman ist eine düstere Abrechnung mit dem sozialen Elend dieser Welt, mit Europa, Afrika und Amerika. Regisseur Frank Castorf, seit Jahren Intendant der Volksbühne Berlin, und sein Bühnenbildner Aleksandar Denić sind bekannt für bildgewaltige Inszenierungen im Zwischenbereich von Theater und Film. In Bayreuth haben sie unlängst einen bahnbrechenden „Ring“ auf die Bühne gebracht. Erstmals seit 13 Jahren wird wieder eine Inszenierung von Frank Castorf in Hamburg zu sehen sein und die Lessingtage 2014 eröffnen.

Regie Frank Castorf Bühne Aleksandar Denić Kostüme Adriana Braga Peretzki Licht Gerrit Jurda
Dramaturgie Angela Obst Video Stefan Muhle    
Ensemble Götz Argus, Bibiana Beglau, Fatima Dramé, Britta Hammelstein, Aurel Manthei, Franz Pätzold, Katharina Pichler, Michaela Steiger, Jürgen Stössinger, Live-Kamera Marius Winterstein und Jaromir Zezula sowie Giuseppe Fiore, Victoria Link, Lukas Neumeier


Reise ans Ende der Nacht
Gastspiel Residenztheater München
nach Louis-Ferdinand Céline


Ferdinand Bardamu, traumatised by the First World War, ends up in an African slum in the Congo, where he realises that his apocalyptic crusade has resulted only in destroying the poor. In the search for a better world, he enters the realm of colonial rulers and here, too, encounters intense class conflicts. Frank Castorf, who recently staged a groundbreaking “Ring” in Bayreuth, finally returns to Hamburg after 13 years.

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