Pygmalion

Pygmalion
nach George Bernard Shaw
Regie Ene-Liis Semper & Tiit Ojasoo

Foto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft Angerer
Pressestimmen zu Pygmalion

Einführung mit Dramaturgin Sandra Küpper am 15. Juni, 01. und 05. Juli  um 19:40 Uhr.


Die letzte Vorstellung ist am 05. Juli!

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Kommentare

Mir hat die Aufführung sehr gefallen! Großartige Leistung aller Schauspieler: vorallem die Körperarbeit; alle Schauspieler haben durchweg die Spannung gehalten, waren präsent. Tolle Idee, Eliza als Mann zu besetzen - Kristof von Boven fand ich sehr überzeugend, absolut amüsant (sein Minenspiel) - aber auch seine dramatische Darstellung am Ende des Stückes, ebenso Herr Simon als Vater Doolittle (einziger Kritikpunkt: vom Publikum abgewendet, also in die Bühne hinein zu sprechen, war teilweise etwas schwer zu verstehen). Besonders gut hat mir die "Konversationsszene" gefallen, bei der (fast) alle Schauspieler "nach vorne" ins Publikum gespielt haben. Schön auch die Idee, die "Oberen der Gesellschaft" geschminkt darzustellen.Kurz um, ein (Tanz-) Theaterstück mit einer super Choreographie und einer herausragenden körperlichen und schauspielersichen Leistung des gesamten Ensembles- ach ja, und den Gesang nicht zu vergessen... Es ist gelungen, die Eliza-Thematik in 1 1/2 Stunden darzustellen. Vielen Dank für diesen ungewöhnlichen Theaterabend und danke auch an die Regisseure.
f h, 12.04.16

Pygmalion oder the West is the best? Die estnischen Regisseure Ojasso und Semper zelebrieren einen bilderstarken Shaw. Pygmalion ein sozialkritisches Stück adaptiert an das Europa unserer Tage und den Versuch der Integration von Migranten in ein vermeintliches „Paradies“. Das Stück beginnt leichtfüßig mit perfekt ablaufenden Verhaltenskonventionen, die wie ein Perpetuum mobile über die Bühne schnurren. Doch mit der Dauer des Abends kippt diese Stimmung in böse Erkenntnisse. Eliza, ein junger Mann, will lernen sich in West-Europa zu integrieren. Professorin Higgins sieht in ihm nur ein wissenschaftliches Experiment und nicht den Menschen, wie der Doktor in Büchners Woyzeck den Woyzeck. Ojasso und Semper fassen diese Story in eine starke Bildersprache, die von den Schauspielern/innen perfekt realisiert wird. Eins der beeindruckensten Bilder ist die Szene, wo Eliza Higgins fragt, ob er das Kleid behalten darf. Higgins lässt Eliza ohne Antwort, geht es nicht vielen Migranten bei dem Versuch der Integration ähnlich? Zum Schluss hat Eliza alles gelernt und es stellt sich die Frage was bringt es ihm? Er hat sich angepasst und eigene Wurzeln verloren? Er hat den Westen erreicht und sich vermeintlich integriert aber hat er in einer Welt der Klassenunterschiede etwas gewonnen? Dank für diese bilderstarke Pygmalion Inszenierung, die kritische Fragen an die derzeitige westeuropäische Politik und Gesellschaft stellt. Ein Theaternarr Reiner Schmedemann
Reiner Schmedemann, 12.04.16

Wir haben im Thalia selten eine Vorstellung gesehen, in der die Bewegungen und die Mimik der Schauspieler die (tragische) Botschaft des Stückes so gekonnt und und so eindringlich zum Zuschauer brachten. Die Bilder, die perfekte Choreographie der tollen Schauspieler und das Bühnenbild wirkten stärker als der gesprochene Text. Wieder ein schöner Abend im Thalia.
Joachim Netzow, 12.04.16

Mein Kommentar

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