Hamburger Theaternacht 2015

Die Hamburger Theaternacht

Die Hamburger Theaternacht, in der mehr als 40 Bühnen die Saison mit einem gemeinsamen Paukenschlag eröffnen, findet einmal jährlich Anfang September statt. Dabei zeigen die Hamburger Theater eine ganze Nacht lang ihre Vielfalt, ihre Einzigartigkeit und ihre Unverwechselbarkeit. Die Besucher erhalten dabei Einblicke in die aktuellen Produktionen der Theater: aufwändige und puristische Inszenierungen, Traditionelles und Avantgardistisches, Gesprochenes und Gesungenes, Tragisches und Komödiantisches, Getanztes und Improvisiertes.

Jedes Theater ist für die Gestaltung seines Programms in dieser Nacht selbst zuständig, die Koordination und die Vermarktung übernimmt die Agentur Inferno Events in Hamburg. Mit dabei sind die die großen wie die kleinen, die bekannten wie die unbekannten, die staatlichen und die privaten, die subventionierten und die nicht geförderten Bühnen der Hansestadt. In 2014 genossen rund 14.000 Besucher das bunte Treiben, die teilnehmenden Bühnen verzeichneten über 60.000 Besuche. Nicht zuletzt deswegen ist die Hamburger Theaterlandschaft die wohl dynamischste, facettenreichste und intakteste in Deutschland. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung liegt regelmäßig bei der/dem aktuellen Kultursenatorin/Kultursenator.

Die Hamburger Theaternacht hat sich seit ihrer Premiere im Jahre 2004 nicht nur zu einem kulturellen Höhepunkt des Jahres in der Hansestadt, sondern auch zu einem großen, sympathischen Happening entwickelt: Mit einem Ticket können die Gäste alle Theater besuchen, die mittlerweile nicht mehr nur im großen Saal, sondern auch in den Foyers, auf den Fluren in den Bars und sogar vor der Tür Programm anbieten. Programm gibt es außerdem auf einer Open-Air Bühne am zentralen Platz, wo auch die Abendkasse und ein Infozelt zu finden sind. Hier starten und enden außerdem sämtliche Shuttlebus-Linien. In diesem Jahr befindet sich der zentrale Platz am Speersort an der Petrikirche.
Den Ausklang der Nacht feiern Publikum, Künstler und Theatermacher bei einer gemeinsamen und rauschenden Abschlussparty im Ohnsorg-Theater.

Das Programm


Thalia Theater – Große Bühne


19.00 Uhr
Einlass in Haus und Saal
   
19.30 Uhr
Eröffnung durch Intendant Joachim Lux

19.40 -20.00 und 21.15-21.35 Uhr
Das Ensemble der „Dreigroschenoper“ singt Songs von Bertolt Brecht und Kurt Weill.

20.15-20.35 und 21.50-22.10 Uhr
Philipp Hochmair spielt Szenen aus seinem Soloabend „Amerika“ von Franz Kafka.

20.45-21.05 und 22.20-22.40 Uhr
Anlässlich der neuen Inszenierung „Engel in Amerika“ von Tony Kushner (Regie: Bastian Kraft) synchronisieren Alicia Aumüller, Julian Greis, Matthias Leja, Oliver Mallison und Kristof Van Boven Ausschnitte der legendären New Yorker Fernseh-Miniserie von Oscar-Preisträger Mike Nichols.

23.05-23.45 Uhr: Konzert
Peter und die Jungs spielen Lieder vom Land, Country und Western. Es geht um Liebe, Heimat, Tod, Mutter, Pferde, Glücksspiel, Krieg, Apfelkuchen und die ewige Frage danach, warum das alles so ist, wie es ist. Mit Peter Jordan, Mark Badur, Jo Ambros, Simon Pauli, Yogi Jockusch, Ulrich Kodjo Wendt und Uschi Krosch.

00.00-00.40 Uhr: Verrückte Stunde / Staatsoper im Thalia
Magisches Kabarett: Gabriele Rossmanith und Renate Spingler singen Kabarettistisches und werden dabei unterstützt vom Künstlerischen Betriebsdirektor und Zauberkünstler Tillmann Wiegand.

Thalia Theater – Nachtasyl

20.00-21.00 Uhr
Lesung aus Texten von Horváth mit Marie Löcker und Eckhard Rhode.
Wiener Lieder &  Georg Kreisler - mit Dominik Maringer (Gesang & Akkordeon) und Laurenz Wannenmacher (Klavier).
 
21.20-22.20 Uhr
„Und nur der Mond schaut zu“, Lesung aus dem Horváth-Roman „Sechsunddreißig Stunden“ mit Birte Schnöink und Günter Schaupp. Ausschnitte aus „Sladek oder Die schwarze Armee“. Regie: Anja Kerschkewicz, Theaterakademie Hamburg.  Mit  Rabea Lübbe und Neele Maak.

Im Anschluss: DJane Jeanette Trèsbien (Gängeviertel, Bars & Clubs)

Thalia in der Gaußstraße

Ballsaal
17.00-17.25 Uhr
Jugendprogramm: Szenen aus Maarten Bakkers Klassenzimmerstück „Chica Chica“ (ab Klasse 7, Regie: Susanne Schwarz) Zwei starke Mädchen, die in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen erfahren mussten, was es heißt, gemobbt, eingeschüchtert, getreten und bespuckt zu werden, lernen, dass Freundschaft stark macht und helfen kann, den eigenen Ängsten entgegenzutreten.

21.00-22.00 Uhr
“The piano has been drinking – not me! Tom Waits meets Ricky Lee Jones“
Die Welten der beiden amerikanischen Singer/Songwriter mit einem Faible für die abseitigen Ecken des Lebens treffen aufeinander. Die Schauspieler und Sänger Marion Martienzen und Bernd Grawert tänzeln und taumeln durch die Haltlosigkeiten des Lebens, um doch wieder rechtzeitig die Reißleinen ihrer Song-Fallschirme zu ziehen, die sie aufgehoben sein lassen im Raum der Musik.

Garage
17.30-17.50  und 18.15-18.35 Uhr
Jugendprogramm: Ausschnitte aus „Am Anschlag“, der neuesten Produktion der Jugendgruppe „Gott und die Welt und ich“ zu den aktuellen Ereignissen der europäischen Flüchtlingspolitik. Eine Kooperation von Thalia Treffpunkt und dem Jugendmigrationsdienst des CJD Hamburg. Für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene.

19.45-20.15 Uhr
Adams Geschichte: Günter Schaupp und Marina Wandruszka erzählen von einem Wort, mit dem alles begann: Gott!

Studiobühne
19.00-19.30 und 20.15-20.45 Uhr
Ausblicke auf die neue Inszenierung von Anne Lenk: „≈[ungefähr gleich]“ von Jonas Hassen Khemiri: Fünf Menschen und ihre Lebenswege prallen zufällig aufeinander: Jobeinsteiger, Obdachlose oder Uniprofessoren: Sie pendeln alle zwischen fast gleichen Alltagssorgen und großen Träumen. Nutzen sie dabei ihr Potential, investieren sie gewinnbringend in Wünsche, Zufriedenheit oder Konsumgüter? Anne Lenk inszeniert die deutschsprachige Erstaufführung des schwedischen Autors als eine Frage des Geldes, der Perspektive und der Perspektivwechsel.

20.45-21 Uhr
Kartenverlosung für Thalia-Inszenierungen mit Schauspielern aus der Inszenierung „≈[ungefähr gleich]“.

Bühne Speersort

21.35-22.05  Uhr
Wie geht Fechten, wie laut muss eine Schauspielerin im Thalia im Zelt sprechen? Erklärungsversuche von Peter Jordan (Regie „Die drei Musketiere“), Marie Löcker (D´Artagnan in „Die drei Musketiere“) und Mark Badur (Gitarre).


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