"Die Unruhen des Herrn C."

Die Unruhen des Herrn C.
Lecture-Performance von und mit Armin Chodzinski

Das Vaudeville „Die Unruhen des Herrn C.“ ist eine Lecture-Performance, die für das Deutsche Nationaltheater Weimar entstand und nun endlich auch in Hamburg zu sehen sein wird.
Während wir uns von der Verkrampfung auf dem Massagestuhl scheinbar erholen können, schreit die Spastik nach Medikamenten. In jedem Fall ist Verkrampfung nicht gut. Der richtige, der gute Zustand unserer Muskeln wird von einem seelischen Zustand bestimmt, der weder nervös, noch im weitesten Sinne verkrampft ist – im Gegenteil: Seit es den Kapitalismus gibt, seit es die industrielle Revolution gibt, seit es die Möglichkeiten und Chancen gibt, die wir nutzen können, sollen oder gar müssen, seither gibt es einen Zwang zur Lockerheit: Die Verheißung heißt Erfolg, Gestaltung, Gestaltbarkeit, Gestaltungszwang. Die Industriegesellschaft organisiert die Welt neu und gebiert seine Krankheit: Die englische Krankheit. „Im Anfang war England und die Zufriedenheit verschwand aus der Welt!“ So heißt es bei einem vergessenen Ökonom namens Joseph Berliner.
Armin Chodzinski ist Künstler, Performer und Theoretiker. Der promovierte Anthropogeograph lotet die Grenzen der Kunst aus und ist eine feste Adresse für das Querdenken in unterschiedlichen Formen. Sein Buch „V wie Verkrampfung“, „ein Stimmungsessay [...], der mit einer wunderbar detaillierten Geschichte zur Atmosphäre in der Wartezone eines schwedischen Möbelhauses einsteigt, [...] nimmt Nervosität und Verkrampfung als Paradigmen unserer Gegenwart unter die Lupe.“ (Basler Zeitung, 10. Juni 2012)
In Hamburg hat er Shows zu den Themen Wandel, Fußball, Gemeingüter oder Wachstum gemacht, in den Konspirativen Küchenkonzerten die Modebewegung erklärt oder für den SWR die Unternehmenshymnen substanziell in einem Live-Feature für das Radio besungen und betanzt.

  

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