Panikherz

Panikh
erz

von Benjamin von Stuckrad-Barre / in einer Bearbeitung von Christopher Rüping
Dramaturgie
Matthias Günther
Video
Su Steinmassl

 Udo Lindenberg-Double (alternierend)

Wenyen You / Chen Ding

 

Live-Musik
Christoph Hart

Das Buch ist ein Knaller. Es ist ein Bildungsroman, von einem der auszog aus dem Pfarrhaushalt in der deutschen Provinz in die große Welt der Popkultur: ein leuchtendes Versprechen mit seinen marktschreierischen Angeboten, Posen und Ideen. In Hamburg steht der gelbe Leuchtschriftzug „die eigene Geschichte“ an der Gleismauer unterhalb der Kunsthalle. Und so beleuchtet der Ich­Erzähler als Schausteller seiner eigenen Legende die großen Erfolge und gnadenlosen Abstürze, diese unstillbare Sehnsucht nach den Sternstunden des Ruhms und die harte Landung in Drogensucht, Depression und gigantischer Kaputtheit. Immer dabei als Referenz und Differenz, angehimmelt und ausgebuht: Udo, der Mann mit dem Hut, der Zigarre und den grünen Socken, dessen Songs den Erzähler begleiten, einfach, weil Udo immer schon da war. Eine Hase­und­IgelGeschichte. Irgendwann sitzen beide in Udos Porsche und fahren mit 30 Stundenkilometern durch Hamburg. Das ist die Ansage: Rasender Stillstand!
 
Regisseur Christopher Rüping ist ein Spezialist „der reflektierenden Oberflächen, der Projektionen und der Selbstbespiegelung“. Für ihn thematisiert „Panikherz“ die Diskrepanz zwischen dem gefühlten eigentlichen Ich, und dem immer wieder neu zu entwerfenden Image von sich selbst. Ein Suchen, ein Verlieren, ein Kreislauf, den Rüping vom Theater kennt: „Jeder Schauspieler, der auf eine Bühne geht, ist immer damit beschäftigt, vor den Augen der Zuschauer auf eine bestimmte Art und Weise wirken zu wollen, sich zu präsentieren. Das ist eine Notwendigkeit und ein Zwang, den das Theater hervorbringt und den ich in ‚Panikherz‘ lese. Das könnte eine fruchtbare Symbiose sein.“


Dauer 3:10h, inklusive Pause
Premiere 17. März 2018, Thalia Theater

PRESSESTIMMEN

Panikherz ist ein starkes Stück“ - Oskar Piegsa, Die Zeit, 22.03.2018

„Das Thalia Theater zeigt eine junge, maximal gelungene Premiere des Stuckrad-Barre-Bestsellers“ - Maike Schiller, Hamburger Abendblatt, 18.03.2018

„Traumschön umgesetzt“ - Jan Paul Koopmann, nachtkritik, 17.03.2018

"Panikherz" ist das treffende Porträt einer Zeit, an der gerade nichts treffend war.“ - nachtkritik, Jan Paul Koopmann, nachtkritik, 17.03.2018

„Bestseller Panikherz als faszinierender Bühnenerfolg“ - Jan-Peter Gehrckens, NDR Hamburg Journal, 18.03.2018

„Der Beifall für diesen rauschenden, über weite Strecken berauschenden Abend fällt kräftig bis begeistert aus.“ - Hans-Martin Koch, LZ Lüneburg, 19.03.2018

„Anrührend und bewegend - Panikherz: ein bisschen szenische Lesung und viel großes Theater“ - Jan-Peter Gehrckens, NDR Hamburg Journal, 18.03.2018

Rüping schafft Wahrhaftigkeit.“ - Maike Schiller, Hamburger Abendblatt, 18.03.2018

Schnell gelingt es Rüping, den großen Überwältigungswunsch, der den jungen Stuckrad-Barre ausmacht, auch beim Publikum zu entfachen.“ - Maike Schiller, Hamburger Abendblatt, 18.03.2018

mehr Raum, mehr Text, mehr Wahnsinn“ - Hans-Martin Koch, LZ Lüneburg, 19.03.2018

Sebastian Zimmler gelingt es gnadenlos gut, zwischen Charme und Schmerz, Unsicherheit und Abgefucktheit zu balancieren.“ - Maike Schiller, Hamburger Abendblatt, 18.03.2018

Die Kraft der Hamburger "Panikherz"-Aufführung entsteht gerade dadurch, dass sie nicht bloß ohne jedes Märtyrerpathos auskommt, sondern auch ohne jede ironische Distanzierung zu dem, was Stuckrad-Barre geschrieben hat.“ - Wolfgang Höbel, Spiegel online, 19.03.2018

„Das Publikum im Hamburger Thalia Theater hat die Premiere des Stücks "Panikherz" mit starkem Beifall und Bravo-Rufen aufgenommen.“ - Daniel Kasier, NDR 90.3, 18.03.2018

Beim Publikum zündet die von acht Schauspielern gelungen umgesetzte Inszenierung: Lacher wechseln sich mit angespannter Stille ab. Nach gut drei Stunden applaudiert das Publikum minutenlang.“ - Michael Majewski, dpa, 18.03.2018

"Sensibel, draufgängerisch, kitschmutig an den richtigen Stellen" – was Stuckrad-Barre für das perfekte Mixtape konstatiert, gilt ebenso für Rüpings Inszenierung, er traut sich Infantilität und Exzess. Hätte schiefgehen können. Geht aber nicht schief.“ - Maike Schiller, Hamburger Abendblatt, 18.03.2018

„Der Theaterabend ist bunt, laut und oft unterhaltsam.“ - Daniel Kaiser, NDR 90,3, 18.03.2018

Sebastian Zimmler brilliert mit einer perfekt nachgeahmten hibbelig-hyperaktiven Art und charmant-spontanem Umgang mit den Gästen. Zu Recht gibt's fast eine VIrtelstunde Applaus.“ - Janina Heinemann, Hamburger Morgenpost, 19.03.2018

Fesselnd und ehrlich bis an die Schmerzensgrenze“ - Janina Heinemann, Hamburger Morgenpost, 19.03.2018

Rüping legt den Abend als literarische Collafe an und zugleich als Revue mit Diskoblitzen.“ - Hans-Martin Koch, LZ Lüneburg, 19.03.2018

Ausgewählte Kommentare
so großartig,
danke an alle!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Jutta Lenk, 02.11.18
BEITRÄGE