Vorstellungen am Dienstag, 16. Juli 2013

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Pressestimmen zu Hanumans Reise nach Lolland

Pressestimmen zu Hanumans Reise nach Lolland




In „Hanumans Reise“ ist es nun so, dass man gewiss auch wieder gerne dem hochbegabten Sebastian Rudolph zuschauen mag, der den Inder Hanuman spielt […] Auch Rafael Stachowiak – er spielt den Mitbewohner Sid, einen Russen, der hungrig ist und sich die Füße kaputtgelaufen hat – sieht man gerne zu […] Beide wollen durch eine Winterlandschaft flüchten und erzählen sich ihre Träume. Das ist durchaus gelungen.

Hamburger Abendblatt


Ein Inder und ein Russe träumen in einem dänischen Lager von Amerika, und zwei estnische Regisseure stellen das in Hamburg auf die Bühne. In „Hanumans Reise nach Lolland“ suchen die Menschen ihr Glück und helfen sich mit Rausch, Sex und Konsum über die Runden.

Spiegel Online


Sid und Hanuman sind wie alle im Lager zur Tatenlosigkeit verdammt, bis endlich das entscheidende Papier der Behörden eintrifft. Sie verbringen die Tage damit, mit dem Russen Potapow und dem Armenier Mayis endlos über die Wege nach Lolland zu labern, das nach Jauche stinkende Dänemark zu beschimpfen und sich Tricks auszudenken, wie sie an ein Auto, Geld und Frauen rankommen könnten […] Das wäre alles ziemlich trist, wenn die Regisseure nicht so ein engagiertes Ensemble hätten. Sebastian Rudolph (als Thalia-"Faust" 2012 Schauspieler des Jahres) mit dunkler Perücke erzählt anfangs von Hanuman in der dritten Person, bevor er sich mit schwarzen Kontaktlinsen und notdürftig aufgetragener brauner Farbe in den Inder verwandelt. Es scheint noch immer der Schauspieler durch - und gerade dadurch rückt die Figur näher an den Zuschauer heran.

Spiegel Online


Rudolphs Hanuman hat ein extrem hohes Energielevel. Mal marschiert er in dem viel zu kleinen Zimmer auf und ab wie aufgezogen, mal geht er aggressiv auf die anderen los, aber es ist meist die Kraft der Verzweiflung, die ihn treibt. Rafael Stachowiak als Sid ist sein grüblerischer und ruhigerer Gegenpart. Seine Spezialität ist das bekümmert-erstaunte Schauen, eine Skepsis dem Leben gegenüber, die hier groß und wirkungsvoll von einer Kamera auf die Rückwand geworfen wird.

Spiegel Online


Achim Buch als leicht asozialer Russe, ein Harter mit weichem Kern, ist virtuos. Und Sven Schelker ist als junger Armenier, der - Verfremdung in doppelter Hinsicht - gelegentlich schwyzerdeutsch spricht, amüsant, aber als dicke Gelegenheitsnutte legt er später richtig los. Birte Schnöink als Potapows Tochter Lisa, eine vom Vater niedergeduckte Göre, hat einen großen Auftritt, als sie immer wieder vom Fahrrad fällt. Beim Legospielen gibt sie Einblick in ihre gestörte Seele.

Spiegel Online


Ojasoo und Semper inszenieren den 400 Seiten starken Roman mit mehr als 200 Charakteren in einen kargen Raum mit nur fünf Darstellern. Das Spiel verspricht temperamentvoll und sehr körperlich zu werden. Die Esten lieben ein Verausgabungstheater, das den Darstellern alles abverlangt.

Die Welt


Tiit Ojasoo und Ene-Liis Semper vom estnischen Theater NO99 inszenieren mit "Hanumans Reise nach Lolland" zum zweiten Mal am Thalia. Vor einem Jahr zelebrierten sie mit Fuck your Ego das Scheitern eines Kollektivs auf der Suche nach einer gesellschaftlichen Utopie, und wenn man so will, ist ihre Dramatisierung von Iwanows Roman eine Fortführung des damaligen Konzepts: Auch die Lagerinsassen in Farsetrup bilden ein (Zwangs-)Kollektiv, auch sie sehnen sich, naja: nicht unbedingt nach einer besseren Welt, aber irgendeine Welt hätten sie schon gerne. Farsetrup ist aber nicht die Welt, sondern nur noch eine in Auflösung begriffene Chiffre – wenn Lolland und Amerika als Sehnsuchtsorte austauschbar sind, dann ist ohnehin alles egal, und an diesem "alles egal" zerbrechen Hanuman und Sid letztendlich.

Nachtkritik.de


So ausschweifend wie ihr grandioses Stück „Fuck your Ego!“ aus der vorletzten Spielzeit präsentiert sich auch „Hanumans Reise nach Lolland“. Es ist ein heiteres Tohuwabohu, das Regie und die fünf Darsteller auf die Bühne bringen.

Hamburger Morgenpost


Mit unzähligen Ideen und aberwitzigen Einlagen füllen sie fast zweieinhalb Stunden – da gibt es Videoprojektionen, marinierte und malträtierte Tiefkühlhähnchen und Spaß mit Duplo-Bausteinen. Die Regisseure wissen, wie man eine Bühne bespielt.

Hamburger Morgenpost




13.01.2014 / 18:02 Uhr / Pressestimmen

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