Liebe aus Fernost - Fanpost für Dominik

Gastspiel des schauspielhannover

Was für ein Versprechen! Ein Filmdreh in Japan! 2005 reist der junge österreichische Schauspieler Dominik Maringer nach Tokio, seine Geige, die er virtuos beherrscht, im Gepäck. Nicht die Hauptrolle zwar, aber doch eine, die namentlich und im oberen Drittel im Cast erwähnt wird: Thomas Engel, deutscher Soldat in einer Kolonie in China, gerät im I. Weltkrieg in japanische Kriegsgefangenschaft und wird dort Leiter jenes Lagerorchesters, das Beethovens Neunte zum ersten Mal in Japan aufführt. Eine historische Figur. Eine Berühmtheit. Das war 2005. Der Film hat es selbst in die deutschen Kinos geschafft. Dominik hat ihn für diesen Abend mitgebracht. Mit einem Pfeil markiert er seinen Kopf – da, die Geige. Schwerlich nur wäre er sonst in der Massenszene auszumachen gewesen. Und dann verweist er auf eine zweite Figur, zehn Meter weiter entfernt, ebenfalls im Statistenheer. Tomiko. Eine japanische Frau, mittleren Alters. Sie will ihn zu dem Star machen, zu dem ihn der Film nicht gemacht hat. Sie sammelt Informationen, legt – ungebeten – eine ausführliche Website an, pflegt diese hingebungsvoll, bewegt sich mit dem Fotoapparat auf den Spuren seiner Kindheit in Oberösterreich – stellt die Bilder ins Netz, wie alles andere auch. Sie saß auf ihren Europareisen in der ersten Reihe in Graz und Salzburg, wenn er auf der Bühne stand – bei jeder Vorstellung. Hinterließ Geschenke an der Bühnenpforte und zog, um auch seine Sprache zu lernen, nach Hannover, dem Ort seines aktuellen Engagements. Sie wollte ihm nahe sein, immerzu. Er dagegen: ist immerzu auf der Flucht. Ein ungewöhnlicher Heimkinoabend, eine traurige Lebensgeschichte, eine permanente Bedrängung oder doch ein kulturelles Missverständnis? Auf jeden Fall eine wahre Geschichte.

Mit Dominik Maringer und Sachiko Hara

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