Kommune der Wahrheit.Wirklichkeitsmaschine

Wann, wenn nicht jetzt:
Kommune der Wahrheit. Wirklichkeitsmaschine"
Theatrale Aktion von Nicolas Stemann


Das Ereignis im September

Wichtiger Hinweis : Die  Ausstellung und Präsentation der theatralen Aktion „Kommune der Wahrheit – Wirklichkeitsmaschine“ findet im ganzen Thalia Theater statt und ist teilweise sehr intim und nur für kleinere Gruppen zugänglich, deshalb ist die Teilnehmerzahl pro Abend beschränkt. Wir bitten außerdem zu beachten, dass die „Kommune der Wahrheit“ am Thalia Theater einmalig und nur in der Zeit vom 13. bis 17. September präsentiert wird. Weitere Termine in Hamburg sind nicht vorgesehen. Wir empfehlen, sich für dieses exklusive Ereignis, bei dem das Thalia anders bespielt wird als üblicherweise, rechtzeitig Karten zu sichern.

Deshalb schnell Plätze sichern!



Bundestagswahl, NSA-Skandal, Giftgaseinsatz in Syrien: Das Thalia Theater unterbricht für vier Tage den regulären Spielbetrieb für ein einmaliges und außergewöhnliches theatralisches Experiment: Der Regisseur Nicolas Stemann – in Hamburg vor allem bekannt mit seinen Inszenierungen von Klassikern („Räuber, „Faust") sowie Texten von Elfriede Jelinek  („Ulrike Maria Stuart", „Die Kontrakte des Kaufmanns") – tut sich mit einer Reihe von Schauspielern, Musikern, Malern und Philosophen zur sogenannten „Kommune der Wahrheit" zusammen und schließt sich an fünf aufeinanderfolgenden Tagen in den Räumen des Theaters ein, um sich mit den Nachrichten des jeweiligen Tages zu beschäftigen und sie unmittelbar künstlerisch umzusetzen.
Im gesamten Theater soll eine „Wirklichkeitsmaschine" errichtet werden, ein künstlerisch, intellektuell und magisch arbeitender Organismus, dessen Aufgabe es ist, Informationen über die Welt mit künstlerischen Mitteln in Energie zu transformieren.
„Diese Energie", so die Hoffnung, „wirkt wiederum zurück auf die Welt und wird sie verändern". (Auszug aus dem Gründungsmanifest der Kommune der Wahrheit)
Die Transformation findet auf allen Ebenen und mit allen zur Verfügung stehenden theatralischen und künstlerischen Mitteln statt. Die Mitglieder der Kommune (darunter die Schauspieler Franziska Hartmann, Daniel Lommatzsch, Barbara Nüsse, Jörg Pohl, Sebastian Rudolph, Patrycia Ziolkowska und Gäste) werden fünf Tage ununterbrochen im Einsatz sein. Alle Foyers und Bühnen werden bespielt.

Was wissen wir von der Welt und wie gehen wir damit um? Kann es einen anderen Umgang mit der Flut der Informationen geben als einen zynischen? Kann Theater, kann Kunst hier helfen? Der Verlauf des Experiments ist vom 14. bis 17. September im gesamten Thalia Theater zu erleben.

Nach mehreren Probephasen und angereichert durch die Erfahrung diverser Selbstexperimente und erster Testläufe (u.a. bei den diesjährigen Wiener Festwochen) wird die Wirklichkeitsmaschine hier erstmalig richtig in Aktion treten – außerdem wird von der bisherigen Arbeit der Kommune berichtet, eine erste Bilanz gezogen und darüber nachgedacht, ob die Wirklichkeitsmaschine ein Weg sein kann, die allgemeine Lähmung zu überwinden.

Eine Koproduktion mit den Wiener Festwochen

Uraufführung am 14. September 2013 im Thalia Theater


Hier geht's zum Blog von den Wiener Festwochen!




Einladungen:

Wiener Festwochen
1.-5. Juni 2013

Besetzung

Regie
Nicolas Stemann

Musik
Thomas Kürstner und Sebastian Vogel

Korrepetition
Burkhard Niggemeier

Kostüme
Marysol del Castillo

Video
Claudia Lehmann

Bühne
Anika Marquardt
Nicolas Stemann
Lani Tran-Duc

Darsteller
Franziska Hartmann
Daniel Lommatzsch
Barbara Nüsse
Jörg Pohl
Sebastian Rudolph
Patrycia Ziolkowska

sowie
Hannah Beckmann, Jennifer Bothur, Kristin Hansen, Camila Reinhardt, Nina Ruhz, Lilly Schell, Ella Schilling, Sandra Strutz und der Musikzug Halstenbek e.V.

Außenkorrespondenten/Gäste
Dirk Baecker (Soziologe „Studien zur nächsten Gesellschaft“), Friedrich von Borries und Jens Uwe Fischer (Weltverbesserungsmaschine), Mathias Bröckers (Verschwörungsexperte), Markus Gabriel (Philosoph „Warum es die Welt nicht gibt“), Navid Kermani (Herzzentrum, Marokko), Christoph Menke (Philosoph „Die Kraft der Kunst“), Angela Richter (Regisseurin und Assange-Vertraute), Thomas Roth und Ingo Zamperoni (ARD „Tagesthemen“), u. v. a.

 
Pressestimmen zu Kommune der Wahrheit. Wirklichkeitsmaschine, Premiere Wiener Festwochen
Pressestimmen zu Kommune der Wahrheit. Wirklichkeitsmaschine, Premiere Thalia Theater
   
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Kommentare

Eher konservativ
"Kommune der Wahrheit oder Fiktion der Realität?!
Der Abend eine Zukunftsvision? Die totale mediale Vernetzung der Welt schafft eine Realität, die sich nicht mehr körperlich und immer weniger emotional fassen lässt. Nachrichtenfluten erschweren es, die Wirklichkeit zu erkennen. Die mediale Vernetzung der Welt wird zum totalen Krieg der globalen Machtinteressen gegen die Existenz des Individuums. Hat der Einzelne in diesem medialen Dschungel eine Chance auf eigene Identität und kreative Ideen?
Zur Realisierung dieses Abends schöpft N. Stemann aus einem Konglomerat medialer Methoden (Film, Performance, Pop, Theater, Trash, etc.). Anleihen nimmt er z.B. bei Yoko Ono, D. Cooper, R. Mroué, M. Warlop, Miss Revolutionary Idol Berserker, mit denen er aber weit hinter den Abenden dieser Künstler des diesjährigen Sommerfestivals auf Kampnagel zurück bleibt. Seine Ideen erscheinen da eher konservativ, Mainstream und weitgehend blutleer.
Diese mediale Überflutung kann genutzt werden, wenn sich der „Zuschauer“ zum Akteur transformiert. In diesem Moment eröffnet sich ein Wunderland der Möglichkeiten. Nutzt das Publikum diese Chance, entsteht Neues, das seine eigene Dynamik entfaltet und diese Möglichkeit macht solche Abende spannend.
Ein Theaternarr
Reiner Schmedemann

reiner schmedemann, 05.10.13

Es lebe die Kommune der Wahrheit!
Aus dem Gästebuch, 01.10.13

Großartig
Schon nach einer 1/4 Stunde war ich total begeistert und entspannt! Großartig! Danke, Reinhard
Aus dem Gästebuch, 01.10.13

Verwirrt
War ich wirklich da? Falls ja, wo war ich? Wie ich war: traurig, fröhlich, durcheinander, konfus, mich in meiner Konfusion verstanden fühlend, etwas Reales im Alltagsirsinn um mich für gut zwei Stunden, habe ich in einem Raum wirklich mitdiskutiert, wer bin ich in diesem wirklichen Wahnsinn?
Wobei der Wahnsinn besser zu erfassen ist, da als Wirklichkeitswahnsinn gekennzeichnet. Verwirrt: Cara und Nicola Lange
Nicola Lange, 18.09.13

Dieses Projekt muss weitergeführt, weiterentwickelt werden!
Dieses Projekt, oder diese "Theatrale Aktion", wie Sie schreiben, darf nicht einmalig sein am Thalia Theater. Fünf Aktionen und dann Schluss? Dieses Projekt muss weitergeführt, weiterentwickelt werden. Also werft die Wirklichkeitsmaschine wieder an und nehmt das Thalia wieder in Beschlag! Nicolas Stemann und seinem Ensemble sei herzlich gedankt für nachdenkenswerte, unterhaltsame und spannende Abende.
Rolf Döring, 17.09.13

Mein Kommentar

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