Die Krönung der Poppea

Leichen pflastern ihren Weg. Der Mythos um das Leben und Wirken des römischen Kaisers Nero nährt sich aus der Faszination für das Böse: Nero vergiftet seinen Bruder Britannicus, er setzt Rom in Brand und ermordet seine Mutter und seine erste Gattin Octavia. In Poppea findet er eine Partnerin, die ebenso skrupellos vorgeht wie er selbst. Sie will die soziale Leiter emporklimmen, Macht erringen, koste es was es wolle. Dafür geht sie über Leichen – gern auch über jene, die Neros Weg pflastern.

Der Regisseur David Marton, 1975 in Budapest geboren und seit 1996 in Berlin lebend, entwickelt Projekte, die im Grenzbereich zwischen Musiktheater und Schauspiel liegen und an denen folglich Schauspieler, Musiker und Sänger gleichermaßen mitwirken. Für Marton stellt sich die Frage nach der Autonomie der Künste neu. Wie „erzählen“ die unterschiedlichen Künste? Wie „erzählt“ die Musik, wie die Literatur? Aus dem Spiel mit den verschiedenen künstlerischen Medien schafft Marton ein Zusammenklingen eigenständiger Stimmen: Text wird zu Musik, Musik zu Gesprochenem.

Premiere am 2. Oktober 2010 im Thalia Theater

Pressestimmen zu Die Krönung der Poppea
 
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Kommentare

Hardcore-Thalia-Fan
Ich bin in dieser Saison zum hardcore-Thalia-Fan geworden. Was ihr da momentan auf die Beine stellt, ist schlicht großartig. Habe den Merlin schon zweimal gesehen, Faust und Don Carlos haben mich umgehauen, die Shakespeare-Inszenierungen sind eine Wucht. Heute hatte ich dafür einen der schrecklichsten Theaterabende meines Lebens: Die Krönung der Poppea. Unsäglich alberner Klamauk mit furchtbarem Gesinge zwischendurch. Wenn es eine Pause gegeben hätte, wäre ich früher gegangen. Muss mir als Trost den Merlin ein drittes Mal anschauen.
Hans-Jürgen Bohse, 07.04.12

Zauberhaft
Einmal wieder zauberhaftes Theater! Danke.
Aus dem Gästebuch, 08.06.11

Keep on going!
Die Krönung der Poppea am 29.5.11: wow - was für eine Show und ich sage bewusst Show. Ein großes Kompliment an die Kreativen und das Ensemble. Nach "Kontrakte des Kaufmanns" und "Woyzeck" nun die dritte Produktion des Thalia Theaters, zu der ich nur sage: Danke - Ihr macht wieder Lust darauf ins Theater zu gehen. Keep on going!
Stefan Zinkgraf, 29.05.11

Begeistert
Wir sind gespannt gekommen und haben das Theater begeistert verlassen. Das Einflechten moderner Elemente und die Spielstärke von unter Anderem Hans Kremer, Bruno Cathomas und Tili Werner haben es zu einem phantastischen Theaterabend werden lassen. Danke dafür
Nicola Lange, 29.05.11

Danke!
Poppea: Grandios, gelacht, geweint, in die Hose gemacht! Danke!
Aus dem Gästebuch, 18.03.11

Weiter so!
Eine hinreißende "Poppea". Klasse und weiter so!
Aus dem Gästebuch, 18.03.11

Herrlich erfrischend
Poppea: Das hat uns vier Theater- und Musikliebhaber überzeugt! Monteverdi-Klänge gepaart mit Musikgenres, die mich u.a. an die Klassikrocker 'The Exception' der 70er erinnerten. Mutig und herrlich erfrischend für Ohren und Augen. Danke an die Darsteller für den virtuosen Abend.
Dagmar Brehmer-Neumann, 04.10.10

Theaterereignis
Meine Frau und ich waren begeistert vom experimentellen und lebendigen Umgang mit der Barockmusik. Ein großes Theaterereignis, diese Poppea. Für den, der hören und gucken kann.
Martin Vohrhaben, 04.10.10

Forward und Play gleichzeitig
Wer erinnert sich nicht an die kindliche Freude beim Vorspulen des Walkmans Forward und Play gleichzeitig zu drücken. Auch David Marton liebt das. Er quietscht durch die Krönung der Poppea als wäre es eine Bibi - Blocksberg - Kassette. Toneffekte statt Musik, Zitat statt Originalität. Nummernrevue statt Monteverdi. Ein Lichtblick war das Herrscherpaar Nero und Octavia.
André Schönhaus, 02.10.10

Mein Kommentar

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