Wut / Rage

Wut / R
age

von Elfriede Jelinek / Simon Stephens / Regie Sebastian Nübling
Foto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft AngererFoto: Krafft Angerer

In ihrem jüngsten Stück „Wut“ hört Elfriede Jelinek hinein in den kollektiven Bewusstseinsstrom einer europäischen Gegenwart. Einer Gegenwart, in der sich Hass in tödlichen Anschlägen Bahn bricht, populistische Strömungen ressentimentgeladen oder offen rassistisch auf die Straße drängen oder als ebenso europaskeptische wie fremdenfeindliche Parteien auf Stimmenfang gehen. Geschrieben angesichts der islamistischen Anschläge auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt im Osten von Paris, ist eine vielstimmige Wut-Partitur entstanden.
 
Die selbstherrliche Wut der islamistischen Terroristen ist zu hören, wie auch die stille Wut derer, denen die Anschläge gelten, die lauten Stimmen der deutschen Wut-Bürger und die der rechten Demagogen allerorten, denen Sprache zu Hetze wird und die Wut nähren, indem sie die Ängste schüren, die sie vermeintlich nur „ernst nehmen“. Die rasende Wut derer, die keinen Zweifel mehr kennen schafft sich Gehör, wie auch die zweifelnd verzweifelte Wut der Autorin über die eigene Ohnmacht. Der englische Dramatiker Simon Stephens, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren, hat mit „Rage“ eine Art Echo auf Jelinek geschrieben. Ausgehend von einer Bilderserie des Fotografen Joel Goodman, die Szenen der Silvesternacht an einer zentralen Kreuzung in Manchester zeigt, erzählt „Rage“ in szenischen Snapshots vom enthemmten, haltlosen Taumeln in das Neue Jahr. Gemeinsam mit Jelineks „Wut“ kommt  „Rage“ in der Regie von Sebastian Nübling zur Uraufführung und stellt mit dieser Gegenwartserkundung zweier Spezialisten  aktueller Gestimmtheit die zentralen Fragen: In was für einem Europa wollen wir leben? Wie prägt ein archaisches Gefühl wie „Wut“ unsere gegenwärtigen Realitäten? Wer artikuliert Wut, wo und in welcher Absicht? Lässt sich Wut auch jenseits von Wutbürgertum, Ausgrenzungsphantasien und gewaltbereitem Hass produktiv machen?
 

Uraufführung 16. September 2016, Thalia Theater

 

Übernahme in die Gaußstraße in der Spielzeit 2017/18

 

Im Rahmen von "Umbruch in Europa / Europa im Umbruch" gefördert durch die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien

PRESSESTIMMEN

„Es war schaurig gut.“ - Neue Ruhr Zeitung

„Gedankenpamphlet hier, Sozialrealismus dort, kann das zusammengehen? Es geht ganz wunderbar.“ - Hamburger Abendblatt

„Kraftvoll dokumentiert Nübling das aktuelle Unbehagen.“ - Hamburger Abendblatt

 

Weitere Pressestimmen
Förderer
MEIN KOMMENTAR
KOMMENTAR
ABSCHICKEN

Mit dem Versenden dieses Kommentarformulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass die von Ihnen angegebenen Daten elektronisch erfasst, gespeichert und auf unserer Webseite veröffentlicht werden. Wir verwenden Ihre Daten ausschließlich zur Veröffentlichung Ihres Beitrags. Ihre Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden, z.B. per E-Mail an widerruf@thalia-theater.de. Ihr Beitrag und Ihre persönlichen Daten werden dann gelöscht. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte verschicken Sie keine Karten- oder sonstige Anfragen über die Kommentarfunktion. Über die Kommentarspalte gestellte Anfragen werden nicht beantwortet. Für Fragen zu Programm etc. steht Ihnen das Kartentelefon unter 040. 32 814 – 444 oder die E-Mail¬Adresse theaterkasse@thalia-theater.de zur Verfügung.

BEITRÄGE