Insektarium

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Vierzehn Theaterpoesien, Monologe, Hyperbeln und Dramolette erzählen auf unterschiedliche Weise von der Sehnsucht nach der Aufhebung der Wirklichkeitswahrnehmung. Eine Frau erliegt der Zuneigung zu einer Stubenfliege, die Wohnung besitzt mit einem Male ein neues zusätzliches Zimmer. Ein Zimmer und sein Mieter erheben sich in die Lüfte, um dort ihr Liebesglück zu erleben. Was geschieht, wenn Worte verschwinden und die Benennung der Heimat immer schwieriger wird, die Worte verstottert, vergrunzt und schließlich vergessen werden? Die Worte verschwinden, wie das Heimat-Tal selbst, das sich aus Furcht, von der Welt erdrückt zu werden, selbst verschüttet hat. Der Tod stellt sich bei Jonke als Realität dar, das Leben als eine Imagination.
Gert Jonke, 1946 in Klagenfurt geboren, war ein Phantast, ein Dichter, ein Sprachspieler – nicht von dieser Welt und doch über sie schreibend. Im Januar 2009 starb er in Wien. Jonke hat sein Leben lang von Schwindlern und Phantasten, von Hochstaplern und Betrügern, von Selbstmördern und Überlebenskünstlern erzählt.

Premiere am 17. Dezember 2011 im Thalia in der Gaußstraße (Garage)


Hospitantenblog zu Insektarium:

http://textinsekten-am-thalia.posterous.com/

PRESSESTIMMEN

„Habe ich das jetzt geträumt oder ist das tatsächlich so? Diese Frage stellt sich mit den Figuren in Gert Jonkes "Insektarium" auch der Zuschauer nach Maria Ursprungs federleichter, komischer und zauberhafter Inszenierung im Thalia in der Gaußstraße. [...] Auch die Frau und der Mann scheinen gefangen zu sein in ihrer Beziehung. Nicht nur, dass sie ihre Namen vergessen, sie weichen sich aus, flüchten voreinander. Doch geben Thormeyer und Ostendorf dieser "Strindberg-Ehe" eine Leichtigkeit und Komik, dass man darüber das Drama vergisst. Sie trippelt auf Zehenspitzen durch die (Traum-)Räume, ist aber durchaus eines harschen Kommandotons fähig, wenn es um die Salami für den Gast, die Stubenfliege, geht. [...] Gert Jonkes versponnenes und lyrisches Traumspiel verliert sich zwar in skurrilen Fantasien und kuriosen Sprachbildern. Es erzählt aber doch viel Wahres über die liebenswerten Seiten der Menschen und ihre Schwächen.“ - Hamburger Abendblatt


„Alle drei sind sehr präsent und vergolden damit die fluffige Inszenierung der Jungregisseurin Maria Ursprung. Es ist ein sehr ansehnliches poetisch-absurdes Szenen-Allerlei.“ - Hamburger Morgenpost

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