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Omar Rajeh | Maqamat
Foto: Stephan Floss

Fast 1.000 Jahre lang erhob sich das monumentale Minarett der Omajjaden-­Moschee über Aleppo. Jetzt liegt es in Trümmern. Einer der bekanntesten Choreografen aus dem arabischen Raum, der libanesische Regisseur und Tänzer Omar Rajeh, setzt sich in „#minaret“ mit der Zerstörung der Stadt Aleppo auseinander. Kann eine Stadt sterben? Und mit ihr die Ideale, die Geschichte und Kultur, die sie ausmachen? Wie kann man sich angesichts der Zerstörung und Beschlagnahmung ganzer Städte gegen Gefühle der Ohnmacht wehren? Und wie sich der täglichen Verletzung von Menschenrechten, Privatsphäre und Intimität stellen? Vor einer Live­Soundkulisse von traditionellen arabischen Instrumenten, Gesang und Elektrobeats erschafft Rajeh Bewegungen und Bilder von Übergriffgkeit, Verlorenheit, Versehrtheit und Gewalt, aber auch von Zärtlichkeit. Auf der Bühne agieren die Tänzer zusammen mit einer sie flmenden Drohne. Menschliche Erfahrungen von Vereinzelung und Isolation, von Gleichschaltung und Solidarität setzen sich in Beziehung mit einem Mittel technischer Kriegsführung. „Maqamat“ ist eine libanesische Gesellschaft für zeitgenössischen Tanz, die 2002 von Omar Rajeh in Beirut gegründet wurde.

 

26. und 27. Januar 2019, Thalia Gaußstraße

Gastspiel Omar Rajeh | Maqamat, Beirut Libanon