Pressestimmen zu nichts, was uns passiert

 

„In ihrer sehr genau gearbeiteten Inszenierung urteilt Simone Geyer nicht, sondern folgt dem Roman darin, die Unmöglichkeit eines Urteils, einer gültigen Wahrheit festzustellen. Auch der Zuschauer bleibt bis zum Schluss hin- und hergerissen, da es die Inszenierung schafft, Sympathie und Mitgefühl, aber auch Zweifel auf beide Figuren zu verteilen.“ - Annette Stiekele, Hamburger Abendblatt, 18.02.2020

 

„Merlin Sandmeyer gibt seinem Jonas eine sanfte Ichbezogenheit, in die sich eine große Portion Unschuld mischt. Anna verströmt bei Rosa Thoermeyer einen Lebenshunger, der urplötzlich ausgebremst und von einem Grauschleier der Depression verhängt wird. Beide Darsteller machen ihre Sache herausragend.“ - Annette Stiekele, Hamburger Abendblatt, 18.02.2020

 

„Die Regisseurin setzt gekonnt auf Spiel und Interaktion und dynamische Live-Videos, die den Charakter des Dokumentarischen verstärken. Klug kombiniert sie diese mit poetischen Momenten. Es ist ein Glück, dass der Nachwuchs in der Reihe 'Junge Regie' am Thalia regelmäßig die Möglichkeit bekommt, sich auszuprobieren. “ - Annette Stiekele, Hamburger Abendblatt, 18.02.2020

 

„Regisseurin Simone Geyer hat aus dem Stoff gemeinsam mit der Dramaturgin Hannah Stollmayer eine temporeiche Fassung gemacht. [...] Für die Autorin ist es ein Roman über eine Vergewaltigung, nicht über ein Mussverständnis. [...] Regisseurin Simone Geyer lässt den Zuschauer darüber absichtlich im Unklaren. Ihr gelingt es eine schimmernde Grauzone herzustellen.“ - Katrin Ullmann, taz, 22.02.2020

 

„Beide Figuren bleiben den ganzen Abend über sympathisch, undurchschaubar und vor allem auf eine gefährliche Weise waghalsig verspielt. Gibt es zwei halbe Wahrheiten, die hier fatal aufeinander treffen?“ - Katrin Ullmann, taz, 22.02.2020

 

„Dass trotz der klar zu beantwortenden Schuldfrage, das Thema aus mehreren Perspektiven beleuchtet wird, macht die Inszenierung sehenswert. Das Spiel der beiden Schauspieler geht unter die Haut.“ - Katharina Manzke, Szene Hamburg, März 2020 

 

 

„Die Theaterbesucher haben eine kurzweilige, aufwühlende, kompakt inszenierte Premiere erlebt mit gut aufgelegten Schauspielern.“ - Thomas Joerdens, Nordseezeitung, 18.02.2020

 

„Das Stück erforscht die Grauzone zwischen 'dumm gelaufen' und sexueller Gewalt, ohne zu skandalisieren. Rosa Thormeyer und Merlin Sandmeyer verleihen ihren Figuren kraftvolle, suchende, zweifelnde Stimmen. Die beiden Darsteller, viele gute Ideen - und der kluge Einsatz einer Handykamera -  verknüpfen sich zu einer sehenswerten Inszenierung.“ - Heiko Kammerhoff, Hamburger Morgenpost, 18.02.2020