Späte Nachbarn

Späte N
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Späte Nachbarn nach Isaac B. Singer Regie Alvis Hermanis
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„Über drei Stunden halten André Jung und Barbara Nüsse das Publikum im Thalia in der Gaußstraße im Bann. Ein Theaterabend, der wie aus der Zeit gefallen ist, in seiner Menschlichkeit aber sehr berührt.“  MOPO

Der lettische Theatermacher Alvis Hermanis bewegt sich auf den Spuren des jiddischen Literaturnobelpreisträgers. Singer emigrierte 1935 von der Alten Welt in die Neue – wie auch viele seiner Figuren. Nicht selten sind sie merkwürdig verloren in Amerika, ob zu Geld gekommen oder bitterarm geblieben – wie die in die Jahre gekommenen jüdischen Einwanderer, die sich unverhofft als späte Nachbarn wiederfinden.
Übernahme Münchner Kammerspiele

Der lettische Theatermacher Alvis Hermanis inszeniert zwei Séancen nach Geschichten von Isaac B. Singer, dem großen jiddischen Geschichtenerzähler und Nobelpreisträger. „Es gab für mich keine Zukunft mehr. Alles, woran ich denken konnte, lag in der Vergangenheit“, schreibt der Immigrant Singer in seinem autobiographisch geprägten Roman „Verloren in Amerika“.1904 in Polen geboren, war er 1935 von der Alten Welt in die Neue emigriert – wie viele seiner Figuren. Nicht selten sind auch sie seltsam verloren in Amerika, sind fremd in der Gegenwart, ob zu Geld gekommen oder bitterarm geblieben. Harry Bendiner hat viel Geld. Seine einsamen Spaziergänge führen ihn täglich zu seiner Bank, wo er die Börsenkurse vorbeiflimmern sieht. Er mag zu Hause nicht fernsehen, in seiner Eigentumswohnung im elften Stock eines Appartmenthauses in Miami Beach. Eines Tages klingelt es an der Tür, und vor ihm steht eine kleine Frau mit hochaufgetürmten Haaren, die sich als seine neue Nachbarin vorstellt. Alte Nachbarn dagegen sind Dr. Kalischer und Mrs. Kopitzki, zwei in die Jahre gekommene jüdische Einwanderer in New York. Mrs. Kopitzki bessert ihr Einkommen durch das Abhalten telepathischer Séancen auf. Von ihrem Nachbarn nimmt sie kein Geld. Er bekommt neben einem Abendbrot auch die Illusion einer telepathischen Wiederbegegnung mit seiner im alten Europa, in Krieg und Holocaust zurückgebliebenen Geliebten geschenkt. Bis er eines Tages eine Entdeckung macht, von etwas, das ihm doch längst klar war.

„Späte Nachbarn“ mit Barbara Nüsse und André Jung, uraufgeführt 2009 und inzwischen weit gereist, war u.a. eingeladen zum NET-Festival in Moskau und zu den Hamburger Lessingtagen 2011.“Alvis Hermanis schenkt den beiden beinahe die Echtzeit einer Begegnung. Barbara Nüsse und André Jung schenken dem Publikum zwei der sicherlich bittersüßesten, rührendsten Charaktere. Ein schöner Theaterglücksschmerz, der sich im Zuschauerkopf festsetzt.“ (FAZ)

Übernahme von den Münchner Kammerspielen

Premiere am 19. November 2015 im Thalia in der Gaußstraße

PRESSESTIMMEN

„Auch hier darf sich der Zuschauer auf zwei Schauspieler der Extraklasse freuen, die dem kauzigen Personal tragische Größe und Würde verleihen ohne Scheu, sich hässlich oder sogar lächerlich zu machen. Auch ohne Angst vor Klamauk. (...) Hermanis liefert eine interessante Gegenposition zu vielen Regisseuren seiner Generation, die auf jeden Fall eine Entdeckung lohnt.“ - Hamburger Abendblatt

„Über drei Stunden halten André Jung und Barbara Nüsse das Publikum im Thalia in der Gaußstraße im Bann. Ein Theaterabend, der wie aus der Zeit gefallen ist, in seiner Menschlichkeit aber sehr berührt.“ - Hamburger Morgenpost

Ausgewählte Kommentare
Späte Nachbarn oder das Alter ist nichts für Feiglinge. André Jung und Barbara Nüsse zelebrieren Schauspielkunst auf traumhaften Niveau. Drei Stunden, die wie im Traum verfliegen. Ein grandioser Theaterabend. Die Inszenierung lässt sich viel Zeit, um die agierenden Personen Harry und Ethel liebevoll zu zeichnen. Zwei vereinsamte alte Menschen begegnen sich und erleben noch einmal eine kurze Verliebtheit. Traumhaft diese Geschichte und vollendet durch zwei grandiose Schauspieler. Und dann endet das Stück mit der Frage, die sich Harry stellt: Warum werden wir geboren, was bedeutet unser Leben und warum Sterben wir? Wer diese drei Stunden gesehen hat, der hat die Antwort leiblich erfahren. Ein Theaternarr Reiner Schmedemann
reiner schmedemann, 06.11.16
Späte Nachbarn oder die Entdeckung der Langsamkeit
André Jung und Barbara Nüsse zelebrieren ein Theatererlebnis besonderer Art. Sie nehmen sich die Zeit jede Geste und jedes Wort in der Zeit wirken zu lassen. Diese Entschleunigung in unserer schnelllebigen Zeit ist eine Herausforderung für den Zuschauer aber auch ein einmaliges Erlebnis mit diesen grandiosen Schauspielern auf eine lange Reise in die Nacht zu gehen. Mein Dank zwei grandiosen Schauspielern für diesen Abend. Ein Theaternarr Reiner Schmedemann
Reiner Schmedemann, 10.01.16
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