SAIGON

SAIG
ON

Caroline Guiela Nguyen und Ensemble
Foto: Jean Louis FernandezFoto: Jean Louis FernandezFoto: Jean Louis FernandezFoto: Jean Louis FernandezFoto: Jean Louis Fernandez

Ein vietnamesisch geführtes Restaurant steht im Zentrum sich überschneidender Zeiten und Orte. Es liegt gleichermaßen in Saigon wie in Paris. Es ist zugleich 1956, als die französischen Besatzer nach der Kapitulation im Indochina-Krieg das Land verlassen müssen, und 1996, als nach Aufhebung des amerikanischen Embargos viele Exil-Vietnamesen erstmals wieder in ihr Heimatland zurückkehren. Im eindrucksvollen Cinemascope-Bühnenbild wird dieses Restaurant zum Angelpunkt für Erinnern und Vergessen, es wird live gekocht und Karaoke gesungen, getrauert, gestritten und geheiratet.

 

Hintergrund für diesen poetischen Theaterabend bildet die französische Kolonialgeschichte im ehemaligen „Französisch-Indochina“ (heute: Laos, Kambodscha und Vietnam). Caroline Guiela Nguyen, Shootingstar des französischen Theaters, hat zusammen mit elf Schauspieler*innen und Laien über zwei Jahre recherchiert. Ihre Geschichten erzählen von vergessener Herkunft, verdrängtem Schmerz über das Exil oder erinnertem Trauma durch die Integration in die französische Gesellschaft bis hin zum Verdrängen der eigenen Sprache und Kultur. SAIGON verwebt diese Geschichten und Begegnungen zu einer vielstimmigen, melodramatischen Erzählung.

 

Seit der Premiere 2017 wird SAIGON weltweit auf Festivals gefeiert und ist kurz vor dem Thalia-Gastspiel auf der Theaterolympiade in St. Petersburg zu sehen.

 

Produktion Les Hommes Approximatifs / Ausführende Produktion La Comédie de Valence CDN Drôme-Ardèche

26. & 27. Oktober 2019, Thalia Theater, Französisch und Vietnamesisch mit deutschen Übertiteln.

Thalia International.jpg (24 KB)

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