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Monika Pormale
Foto: Janis Deinats
Monika Pormale

Monika Pormale wurde 1974 in Jēkabpils, Lettland, geboren. Sie studierte Bühnenbild an der lettischen Kunstakademie sowie Textilkunst an der Hochschule für angewandte Kunst. Seit 1998 ist die Künstlerin an zahlreichen Ausstellungen zum Thema Baltikum und zur nationalen Identität Lettlands in internationalen Museen und Galerien sowie in unabhängigen Ausstellungsräumen in Riga beteiligt und hat mehrere eigene Kurzfilme realisiert.

Seit 1999 ist Monika Pormale auch als Bühnenbildnerin am Theater tätig und arbeitet seit dem Jahr 2000 regelmäßig mit dem Regisseur Alvis Hermanis zusammen, für den sie u. a. die Bühnenbilder zu Garā dzīve (2003), Tālāk (2004), Lettische Geschichten/Latviešu stāsti (2005) und Lettische Liebe/Latviešu mīlestība (2006) am Neuen Theater Riga, Das Eis (2005) von Vladimir Sorokin am Schauspiel Frankfurt und bei der Ruhrtriennale, Väter (Schauspielhaus Zürich, 2007), Der Idiot (Schauspielhaus Zürich, 2008), Stories of Shukshin (Theatre of Nations Moskau, 2008), Eine Familie (2009) und Platonov (2011) am Akademietheater Wien kreierte. Ihr Bühnenbild für das von Hermanis inszenierte Stück Brennende Finsternis am Schauspielhaus Zürich wurde von Theater heute als einer der Höhepunkte der Saison 2005/06 bezeichnet.

Am Michailowski-Theater in Sankt Petersburg zeichnete sie 2016/17 für das Bühnenbild zu Andriy Zholdaks Inszenierung von Tschaikowskis Eugen Onegin verantwortlich, mit Zholdak arbeitete sie auch an der Produktion Solaris nach Motiven von Stanisław Lem zusammen, die 2006 bei den Wiener Festwochen gezeigt wurde.

Weitere Opernarbeiten umfassen u. a. Carmen (Regie: Andrej Žagar) an der Lettischen Nationaloper (2007), Die Sache Makropulos (Regie: Kornél Mundruczó) an der Vlaamse Opera in Antwerpen (2016) und Richard Strauss’ Salome (Regie: Marat Gatsalov) am Mariinski-Theater in Sankt Petersburg (2017/18).

In den Jahren 2000 und 2002 gewann Monika Pormale den Preis der Artists’ Union of Latvia in der Kategorie „Bestes Kunstprojekt des Jahres“. 2006/07 zeigte sie ihre Fotoinstallation Alles wird gut im Haus der Berliner Festspiele.

2009 war Monika Pormale bereits bei den Salzburger Festspielen zu Gast und zeichnete für Bühne und Kostüme von Alvis Hermanis’ Inszenierung von The Sound of Silence verantwortlich, einer Koproduktion mit spielzeit’europa, den Berliner Festspielen und Jaunais Rigas Teatris.