Programm > Reihen & Projekte > Projekte > Kulturlandschaften

Thalia K
ulturlan
dschaft
en

Thalia Kulturlandschaften


Thalia Kulturlandschaften – seit 2013 heißt das:
Schauspieler ohne Bühne, nah und intensiv. An Orten, die selbst Geschichten erzählen und aufregend anders sind. Das Thalia Theater und die Metropolregion Hamburg laden ein, Stücke und Texte zu erleben, die in realer Kulisse lebendig werden.

 

Am Anfang der Veranstaltungsreihe steht alljährlich die Besichtigung der möglichen Spielorte, kilometerweit durch Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Schleswig-Holstein – 2019  ins Lauenburgische, durchs Wendland, nach Bremervörde bis fast ans Teufelsmoor und hoch nach Neumünster – , an so viele und wunderbare Plätze, die es zu entdecken gilt und die an einem Abend sich auf besondere Weise mit einem Text und Dichter verbinden, gelesen von Schauspielern des Thalia Ensembles.

 

Erleben Sie Steffen Siegmund in der Maria-Magdalenen-Kirche zu Mustin  mit „Lenz“ von Georg Büchner, Bekim Latifi und Tilo Werner in der stillgelegten Ziegelei Pape in Bevern mit „Rummelplatz“ von Werner Bräunig, Heinrich von Kleists „Die Marquise von O.“ auf dem Künstlerhof Schreyahn im Wendland und Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ in der Jugendvollzugsanstalt Neumünster.

 

Die Metropolregion Hamburg und das Thalia Theater arbeiten seit 2013 zusammen, um den Kulturaustausch zwischen der Stadt Hamburg und dem ländlichen Bereich mit neuen Ideen zu beleben. Die Lesungen werden eigens für die Kulturlandschaften erarbeitet.

Kontakt

Weitere Infos per E-Mail swen.wacker@metropolregion.hamburg.de
oder per Telefon 040 428412602

Programm Thalia Kulturlandschaften 2019

„Lenz“ von Georg Büchner

mit Steffen Siegmund

17. Mai 2019   19.30 Uhr

Maria-Magdalenen-Kirche zu Mustin

„Den 20. ging Lenz durchs Gebirg…“ Mit mikroskopischem Interesse schildert Georg Büchner in seinem bewegenden Text einige Tage im Leben des Schriftstellers J.M.R. Lenz, basierend auf den Aufzeichnungen des Pfarrers Johann Friedrich Oberlin. Steffen Siegmund, Boy-Gobert-Preisträger 2017, liest aus der berühmten Erzählung.

 

Karten
Gemeindebüro Seedorf, Dorfstraße 7, 23883 Seedorf / Mo & Do 8.30 –11.30 Uhr Telefon 04545 / 450
gemeindebuero.seedorf@kirche-seedorf-mustin.de
Gemeindebüro Mustin, Dorfstraße 20, 23911 Mustin / Di & Mi 9–11 Uhr Telefon 04546 / 459
gemeindebuero.mustin@kirche-seedorf-mustin.de
Buchhandlung Weber in Mölln, Hauptstraße 74, 23879 Mölln
Buchhandlung Weber in Ratzeburg, Am Markt 7, 23909 Ratzeburg

 

 

Rummelplatz“ von Werner Bräunig

mit Bekim Latifi und Tilo Werner

8. Juni 2019   Ziegelei Pape in Bevern

 

Ende der 1940er Jahre: In der Wismut-AG, dem riesigen Uranbergbau-Betrieb im Erzgebirge, treffen sie aufeinander, die Kriegsheimkehrer und Glücksritter, die Aufsässigen und die Idealisten, deutsche Bergleute und sowjetische Schachtleitung. In der DDR verboten, konnte der in den 60er Jahren geschriebene Roman von Werner Bräunig über die Gründerjahre in Deutschland, erst 2007 erscheinen.

 

Karten

Buchhandlung Morgenstern Neue Straße 29, 27432 Bremervörde / Telefon 04761 2416 / service@morgenstern-brv.de

 

„Die Marquise von O.“ von Heinrich von Kleist

Oktober 2019  Künstlerhof Schreyahn

In seiner 1807 entstandenen Novelle erzählt Heinrich von Kleist von der Marquise von O., einer Dame von vortrefflichem Ruf, die über eine Zeitungsannonce den Vater ihres unehelichen Kindes sucht, um ihn „aus Familienrücksichten“ zu heiraten. Völlig rätselhaft ist: Wie konnte es ohne ihr Wissen zu der Schwangerschaft kommen?

 

„Die Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht. Musik von Kurt Weill

November 2019  Jugendstrafvollzugsanstalt Neumünster

London, Soho 1928. Hier regiert, wer die Klaviatur der Korruption beherrscht. Jonathan Peachum, Boss einer Bettlerfirma, treibt lukrativen Handel mit dem schlechten Gewissen der Menschen. Gangsterboss Mackie Messer macht seine krummen Geschäfte und mit dem Polizeiboss „Tiger Brown“ ist er per „Du“. Doch als er Peachums Tochter Polly heiratet, gerät die Gemengelage ins Wanken.

 

 

Eintritt 12,00 € / 5,00 € (ermäßigt) / Abendkasse 15 € / 7 € (ermäßigt)

Auszeichnung für Thalia Kulturlandschaften


Im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2014 ist das Thalia Theater Hamburg am 10. November für das Projekt Metropolregion – „Thalia Kulturlandschaften“ als einer von 100 Preisträgern geehrt worden. Zum Thema „Innovationen querfeldein – Ländliche Räume neu gedacht“ liefert das Projekt in der Kategorie Kultur eine Antwort auf die Frage, wie eine Kooperation aus einer Stadt und einem Theater die Schauspielkunst in die Dörfer und Kleinstädte bringt. Jochen Strauch hatte die Programmreihe 2013 mit der Geschäftsstelle Metropolregion Hamburg entwickelt und dabei das Theater als Plattform für dynamische Kooperationen im norddeutschen Raum konzipiert.

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank zeichnen im Rahmen des Wettbewerbs gemeinsam Ideen und Projekte aus, die einen positiven Beitrag zur Gestaltung der ländlichen Räume und Regionen liefern und sie fit für die Zukunft machen. Dr. Cornell Wisskirchen, Vorsitzender der Regionalen Geschäftsführung Nord der Deutschen Bank, überreichte Jochen Strauch, Projektinitiator und Leiter der Abteilung Kommunikation des Thalia Theater, die Auszeichnung als „Ausgezeichneter Ort“ und betonte: „Sie zeigen uns, wie ländliche Räume lebendig bleiben können: durch neue Wege in der regionalen Zusammenarbeit, auf sozialen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen Zusammenarbeit, aber eben auch auf kulturellem Gebiet. Davon profitieren alle, Stadt und Land.“

Thalia-Intendant Joachim Lux über die Programmreihe: „Die Auszeichnung ist für uns eine große Bestätigung unserer Idee von gelebter Nachbarschaft von Stadt und Umland. Mit den Partnern aus der Metropolregion Hamburg ist es dem Thalia Theater gelungen, sich in der Region zu verorten, die uns umgebenden (Kultur)Landschaften zu entdecken und ein künstlerisch inspiriertes Netzwerk aufzubauen. Die kleinen, handverlesenen Gastspiele beglücken uns alle gleichermaßen: das Theater und die Schauspieler, die Zuschauer an diesen ganz besonderen Orten und die Partner in den Regionen.“

Jakob Richter, Leiter der Geschäftsstelle der Metropolregion Hamburg ergänzt: „Diese Auszeichnung macht deutlich, dass wir mit einem Kooperationsprojekt wie diesem einen Mehrwert zwischen Land und Stadt schaffen, von der alle Partner und die Menschen in der Region dauerhaft profitieren. Hamburg und die Metropolregion werden kulturell und touristisch bereichert.“

Rummelplatz 08.06.2019 Ziegelei Pape in Bevern

 

„Rummelplatz“ von Werner Bräunig

mit Bekim Latifi und Tilo Werner

Szenische Einrichtung: Peter Thiers

Textfassung: Christine Ratke

8. Juni 2019   Ziegelei Pape in Bevern

 

Ende der 1940er Jahre: In der Wismut-AG, dem riesigen Uranbergbau-Betrieb im Erzgebirge, treffen sie aufeinander, die Kriegsheimkehrer und Glücksritter, die Aufsässigen und die Idealisten, deutsche Bergleute und sowjetische Schachtleitung. In der DDR verboten, konnte der in den 60er Jahren geschriebene Roman von Werner Bräunig über die Gründerjahre in Deutschland, erst 2007 erscheinen.

Lenz 17.05.2019 Maria-Magdalenen-Kirche zu Mustin

 

„Lenz“ von Georg Büchner

17. Mai 2019 Maria-Magdalenen-Kirche zu Mustin

mit Steffen Siegmund

Textfassung: Christine Ratka

 

„Den 20. ging Lenz durchs Gebirg…“ Mit mikroskopischem Interesse schildert Georg Büchner in seinem bewegenden Text einige Tage im Leben des Schriftstellers J.M.R. Lenz, basierend auf den Aufzeichnungen des Pfarrers Johann Friedrich Oberlin. Steffen Siegmund, Boy-Gobert-Preisträger 2017, liest aus der berühmten Erzählung.

Vor dem Fest 24.11.18 Klostergut Burgsittensen

 

„Vor dem Fest“ von Saša Stanišić

24. November 2018 Klostergut Burgsittensen

mit Gabriela Maria Schmeide und Oliver Mallison


Es geht um ein Dorf in der Uckermark. Die Einwohnerzahl ist fallend. Kneipen gibt es dort auch nicht mehr. „Wir trinken in Ullis Garage“, sagt das Dorf. Das Dorf heißt Fürstenfelde und hat viel zu erzählen. Das Annenfest ist der Höhepunkt des Jahres, und ausgerechnet in dieser Nacht wird im Dorfarchiv eingebrochen und die alten Sagen und Geschichten fliehen durch das offene Fenster in die Nacht.

Moby Dick 21.09.2018 Kirche Sülfeld

 

"Moby Dick"
Szenische Lesung aus dem Roman „Moby Dick“ von Herman Melville
mit Oda Thormeyer und Björn Meyer

Textfassung: Christine Ratka

21. September 2018 Kirche Sülfeld, 21 Uhr
Im Rahmen der SE-KulturTage 2018


Es ist ein alter Brauch: Bevor die Walfänger in New Bedford in die Weltmeere aufbrechen, versäumt es kaum einer, dem Gottesdienst von Pater Mapple in der Walfängerkapelle einen Besuch abzustatten. Auch Seefahrer Ishmael lauscht am Morgen vor seiner abenteuerlichen Reise dem alttestamentarischen Gleichnis von „Jona und der Wal“, das Pater Mapple, selbst in jungen Jahren Seemann und Harpunier, der Gemeinde von der Kanzel aus schmetternd erzählt. Am nächsten Morgen geht es für Ishmael nach Nantucket, von wo aus das Walfangschiff „Pequod“ des Kapitän Ahab in See sticht – auf erbitterter Suche nach dem weißen Wal.

Die Welt von gestern 25.05.2018 Schloss Bad Bramstedt

 

„Die Welt von Gestern“
nach Stefan Zweig
mit Tilo Werner
25. Mai 2018 19.30 Uhr
Schloss Bad Bramstedt


Vom gefeierten Schriftsteller, überzeugten Europäer und Weltbürger zum gejagten Exilanten, der aus der Ferne zusehen muss, wie sich die geistige Heimat Europa selbst zerstört. In „Die Welt von Gestern“ zeichnet Stefan Zweig (1881–1942) – Europäer, Schriftsteller, Kosmopolit, Pazifst, als Jude verfolgter Flüchtling und des Wanderns müder Exilant – den sich wandelnden Zeitgeist seines Europas auf.

 

Eintritt VVK 12 / 5€ (ermäßigt) AK 15/7€
Karten & Info Tourismusbüro Bad Bramstedt / Bleeck 17–19, 24576 Bad Bramstedt
Telefon 04192-50627 / touristinfo@bad-bramstedt.de

Bilder deiner großen Liebe 14.06.2018 Kloster Zarrentin

 

„Bilder deiner großen Liebe“
von Wolfgang Herrndorf

mit Birte Schnöink & Marie Rosa Tietjen
14. Juni 2018 Kloster Zarrentin


Isa lebt in ihrem verletzlichen Universum. An einem Nicht-Ort, irgendwo. Sie ist eine radikale Denkerin, die, wenn sie es will, die Sonne verschieben kann. Es ist die Geschichte ihres inneren Roadtrips. Durch Wälder und Pfützen, hin zu Erinnerungen und Menschen. Dazwischen: Gedanken und Gedankenstriche. Aus dem Roman lesen Birte Schnöink und Marie Rosa Tietjen, die „Bilder deiner großen Liebe“ im Thalia Theater gemeinsam auf die Bühne gebracht haben.