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Theater & Uni
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Wahnsinn trifft Methode

Wahnsinn trifft Methode - Das Talk-Experiment: FREI.KÖRPER.KULTUR!


Das gemeinsame Talkformat der Universität Hamburg mit dem Thalia Theater und TIDE TV geht ins Finale der Themen-Triade: FREI.KÖRPER.KULTUR! Dabei ist „Kultur“ natürlich weit mehr das Feuilleton einer Zeitung: Von der Jugendkultur bis zur Hochkultur ist alles drin in diesem etwas anderen Kultur-Beutel! Der Präsident der Universität Hamburg, Prof. Dr. Dieter Lenzen, und NDR-Moderatorin Julia-Niharika Sen diskutieren mit Kulturschaffenden, Kulturexperten und kulturaffinen Personen aus Wissenschaft und Stadtleben über die zahlreichen Facetten des Begriffs. Es wird aber nicht nur über Kultur geredet: Bei kurzen Lesungen und musikalischen Intermezzi kommen Sie obendrauf auch noch in den Genuss von Kultur!

 

In Kooperation mit

 

    

Psychoanalytischer Salon

Talk: Psychoanalytischer
Salon Hamburg: Neue/soziale Medien
Sei eine 1 - oder du bist eine Null
Neuauflage der Veranstaltung vom März zum Thema: Neue/Soziale Medien
Was macht die digitalisierte Kommunikation mit der Psyche?

Die Informationen der Welt werden heute digitalisiert und allen zu jeder Zeit zugänglich gemacht - Gedanken und andere Inhalte lassen sich ohne Ansehen von Alter, Geschlecht oder Herkunft kostenlos teilen und so verbreiten - alle können immer mit allen in Verbindung treten. Super - denken die Einen, ach du Schreck - die Anderen.
Für den digitalen Kapitalismus liegt das Hauptaugenmerk nicht mehr auf der Produktion von Waren und deren Verkauf, sondern auf der Organisation des Zugangs zu Wissen, Information und Daten. Das verändert nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das Soziale.

Welche Auswirkungen hat die veränderte Kommunikation auf die Psyche und unser Zusammenleben?

 

Nachtasyl, 24.09.2018 20 Uhr

Die nächsten Termine
Theater & Universität

Theater und Universität im Gespräch
Symposium XX: Roman-Theater.
Wenn das Epische szenisch wird


Immer mehr Romane finden den Weg auf die Bühne. Dieser Beobachtung geht das Symposium XX, eine Kooperation mit der Universität Hamburg, auf den Grund (Koordination Prof. Dr. Ortrud Gutjahr).

Ausgehend von der Relevanz der Romanadaption für das Gegenwartstheater, stehen Jette Steckels Inszenierung „Das achte Leben (Für Brilka)“ und Luk Percevals „Trilogie meiner Familie“ im Mittelpunkt. Werkstattgespräche und szenische Lesungen runden das wissenschaftliche Programm ab.

Thalia Gauß 22. April

 

Theater und Universität im Gespräch
Symposium XVIII: Nibelungen! Der ganze Ring
nach Richard Wagner, Friedrich Hebbel und Altvätern

Antú Romero Nunes, seit dieser Spielzeit Hausregisseur am Thalia Theater Hamburg, erzählt in seinem vierteiligen Zyklus „NIBELUNGEN!“ in szenischen Bildern vom Beginn der Welt als Entwicklung zur Sprache. Doch haust im sprachlichen Kosmos die Kunst der Verstellung. Durch List und Trug setzt sich der Wille zur Macht durch und werden zugleich Verträge, Liebe und Treueschwüre unterminiert. Die Inszenierung dieser Menschheitsgeschichte von ihren mythischen Anfängen bis hin zur politisch-strategischen Sphäre basiert auf einem reichen Schatz literarischer Vorlagen. Sagen über das in den Tiefen des Rheins liegende Gold der Nibelungen, den Drachentöter Siegfried und die Zerstörung der Burgunden durch die Hunnen gehen bis auf das 5. Jahrhundert zurück und erleben im Mittelalter eine erste Blütezeit. Sie entwickeln Vorstellungen von Unsterblichkeit, die Gewähr der Liebe durch Versprechen sowie Machterhalt durch Verträge, um diese auf hochdramatische Weise zu kippen.
Die Wiederentdeckung und Neuausdeutung des Nibelungenliedes als nationalen Mythos führte im 19. Jahrhundert zu wirkmächtigen Bühnenadaptionen. Friedrich Hebbel bringt 1861 sein dreiteiliges Charakter-Drama „Die Nibelungen“ auf die Bühne, fünfzehn Jahre später Richard Wagner ein umfänglicheres „Bühnenfestspiel für drei Tage und einen Vorabend“. Der Musikdramatiker entwirft mit seinem „Der Ring des Nibelungen“ einen ganz eigenen (Bühnen-)Mythos über den Anfang des Kosmos, die kulturelle Entwicklung des Menschen und die Erlösung der Welt durch ein Stellvertreteropfer. Als Auseinandersetzung mit diesen Bearbeitungen und zugleich konsequente Neuinterpretation ist Antú Romero Nunes’ aufsehenerregende Theaterproduktion „NIBELUNGEN!“ angelegt. Das Symposium hebt den Bedeutungsreichtum des Nibelungen-Stoffes in den Blick und fragt nach den medialen Adaptionen und kulturellen Prozessen, die in der Inszenierung Verhandlung finden.

Mit Joachim Lux (Intendant Thalia Theater), Sandra Küpper (Dramaturgin Thalia Theater) Prof. Dr. Ortrud Gutjahr (Universität Hamburg), Dr. Martin Schneider (Universität Hamburg), Prof. em. Dr. Dr. h.c. Udo Bermbach (Universität Hamburg), PD Dr. Michael Jaeger (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Susanne Vill (Universität Wien), Prof. Dr. Martin Schäfer (Universität Hamburg) und dem Ensemble der Inszenierung „Nibelungen! Der ganze Ring“
Koordination Prof. Dr. Ortrud Gutjahr (Universität Hamburg) in Verbindung mit dem Thalia Theater Hamburg

Streit.Bar

Streit.Bar will eingreifen – in die städtische Öffentlichkeit, den politischen Diskurs, die gesellschaftliche Debatte darüber, was das Neue an den derzeitigen Problemen ist und wie es weiter gehen soll.
Wolfgang Knöbl, Sighard Neckel, Miriam Rürup und Hilal Sezgin werden über Bücher diskutieren, die unsere Vergangenheit und Gegenwart refl ektieren und zugleich Position beziehen wollen.

 

Wolfgang Knöbl ist seit 2015 Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Seine Forschungsschwerpunkte sind Sozialtheorie, Geschichte der Soziologie, politische Soziologie, historisch-vergleichende Makrosoziologie mit regionalem Schwerpunkt auf den „Americas“.

 

Sighard Neckel ist seit 2016 Professor für Gesellschaftsanalyse und Sozialen Wandel an der Universität Hamburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wirtschaftssoziologie, soziale Ungleichheit, Gesellschaftstheorie, Kultursoziologie und Emotionsforschung.

 

Miriam Rürup ist seit 2012 Direktorin des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (IGdJ) in Hamburg.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind Geschlechtergeschichte, deutsch-jüdische Geschichte, Zeitgeschichte, und Migrationsgeschichte, v.a. Fragen der Staatenlosigkeit im 20. Jahrhundert.

 

Hilal Sezgin ist studierte Philosophin. Sie arbeitete im Feuilleton der Frankfurter Rundschau und ist seit 2007 als freie Schriftstellerin tätig. Ihre publizistischen Schwerpunkte sind u.a. Feminismus, Philosophie und Tierrechte. Sie ist Jurymitglied der SachbuchBestenliste von DLF, ZEIT und ZDF, sowie des NDR Kultur Sachbuchpreises.

 

In Kooperation mit