Es war einmal... Frieden?
Streit.Bar, die diesen Herbst ihr 10jähriges Jubiläum feiert, will eingreifen – in die städtische Öffentlichkeit, den politischen Diskurs, die gesellschaftliche Debatte darüber, was das Neue an den derzeitigen Problemen ist und wie es weitergehen soll.
Spätestens seit der Rede von der »Zeitenwende« (Olaf Scholz, 27. Februar 2022) ist hierzulande der Krieg oder die Möglichkeit eines solchen zu einem viel diskutierten Thema geworden. Die Stärkung von NATO und Bundeswehr ist eine weithin geteilte Forderung, weil außenpolitische Bedrohungsszenarien dies auch nahelegen. Nicht nur die älteren Jahrgänge fragen sich, wo denn der frühere, so lebendige Pazifismus geblieben ist und welche Chancen er heutzutage überhaupt noch hat. Ist das Denken in militärischen Kategorien der einzig verbliebene Ausweg? Genau dies wollen wir in der Streit.Bar untersuchen.
Es diskutieren: Wolfgang Knöbl (Hamburger Institut für Sozialforschung) und Hilal Sezgin (Freie Journalistin und Buchautorin).
Die Bücher:
Mithu Sanyal, Nein. Gegen die Militarisierung der Gegenwart (Hanser Verlag)
Hendrik Simon, Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Völkerrecht, Krieg und Frieden in Zeiten der Zeitenwende (Reclam)
Marc Thörner, Kolonialkrieg ohne Kolonie? Deutschland in Afghanistan (Edition Nautilus)
Ursula K. Le Guin, Immer nach Hause (Carcosa Verlag)
Eine Veranstaltung des Thalia Theaters und des Hamburger Instituts für Sozialforschung
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