Die junge Dolmetscherin Eva wird kurzfristig zu einem Prozess gerufen, um vom Polnischen ins Deutsche zu übersetzen – über das, was in Auschwitz geschehen ist. Auf der Anklagebank: Männer aus der Mitte der Gesellschaft. Zum ersten Mal hört Eva von dem Unbegreifbaren, das die junge Bundesrepublik so gründlich unter einer aufschwungsglänzenden Fassade von Normalität verborgen hält. Und plötzlich steht die Frage im Raum: Haben wir wirklich von all dem nichts gewusst?
Mit Deutsches Haus erzählt Jorinde Dröse vom Anfang einer Auseinandersetzung, die bis heute nicht abgeschlossen ist, von persönlicher Verstrickung – und der Frage, wofür wir uns entscheiden: hinsehen oder weitermachen, als wäre nichts geschehen.
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