Das Prinzip Meese

von Oliver Kluck
Gastspiel des Maxim Gorki Theaters Berlin

Oliver Kluck gelingt in seinem Text, der „ein Stück ohne Stück“ ist, eine exemplarische Zustandsbeschreibung der fast dreißigjährigen Großstadtjugend Deutschlands. „Das Prinzip Meese“ ist das Finden der eigenen Verwirrung dieser Generation, die zwischen Privatfernsehen, schlecht bezahlten Hiwi-Jobs und einer Perspektive, die von Arbeitslosigkeit und Hartz IV bestimmt wird, nach dem Sinn der eigenen Existenz fragt. Diese verzweifelte Suchbewegung schildert der Autor auch als seine eigene, wechselweise als arrogant, eitel, verbissen, aber auch als erbärmlich. Dabei entsteht aus den erzählerischen Fragmenten das Bild einer Generation, für die es kaum noch etwas zu erkämpfen lohnt. Weil es allen – zumindest in Mitteleuropa – eigentlich gut geht. Der Text ist gekennzeichnet von böser Komik und wütender Verzweiflung.

Sowohl Autor Oliver Kluck als auch Thalia-Regisseur Antú Rumero Nunes konnten für diese Arbeit wichtige Nachwuchspreise abräumen.

Es spielen Anika Baumann, Michael Klammer

Ermöglicht durch die

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Kommentare

Nunes ist die größte Entdeckung der Saison für mich
Super, was Ihr immer wieder schafft für aufregende Gastspiele neben dem tollen Spielplan zu zeigen! Antu Nunes ist die größte Entdeckung der Saison für mich.
Martha Braubach, 01.06.11