Die Antigone des Sophokles

Es herrscht Krieg in Theben.
Kreon, König von Theben, droht dem, der den vor den Toren der Stadt gefallenen Polineikes beerdigen wolle, mit der Todesstrafe. Kreons Entscheidung steht im Widerspruch zu den geltenden Sitten und Normen. Antigone dagegen fühlt sich diesen Werten mehr verbunden als dem Machtanspruch des Herrschers: Sie erachtet es als ihre schwesterliche Pflicht, den Bruder zu bestatten und ist bereit, für diese Tat bestraft zu werden. Mit diesem Schritt bricht die berühmte Tochter des Ödipus die Brücken zu den Lebendigen ab und will eben damit zum Menschen werden. So wie Ödipus der erste Aufklärer ist, der der Aufklärung selbst zum Opfer fällt und gerade darin zum Menschen wird, so bringt Antigone ihr Leben selbst zum Einsatz, um in der Souveränität des eigenen Todes zum Subjekt ihrer selbst zu werden.

Premiere am 25. Februar 2011 im Thalia Theater

Bei der Kritikerumfrage von Theaterheute zu den Höhepunkten der Saison 2010/2011 wurde Katrin Bracks Arbeit für "Antigone" als bestes Bühnenbild genannt.

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Pressestimmen zu Die Antigone des Sophokles
 
Kommentare

Rührt zu Tränen
Antigones Gesangsstimme rührt zu Tränen; ganz großartig und mehr als bewegend! Sie lässt den inneren Boden "wackeln" und erinnert an Lisa Gerrard ("Dead can Dance").
aus dem Gästebuch, 19.02.13

Ein Stück, das die Sinne fängt
Ein Stück, das die Sinne fängt; faszinierend, hypnotisierend, erlösend.
Aus dem Gästebuch, 15.10.12

Gute Besserung
Durch die Medien habe ich von Herrn Grawerts schrecklichen Unfall bei einer Premiere an dem Theater in Hannover erfahren. Das hat mich schockiert. Ich hoffe sehr, dass Herr Grawert zwischenzeitlich aus dem künstlichen Koma herausgeholt worden ist und dass es wieder aufwärts geht. Ich wünsche ihm baldige und vollständige Gesundung und hoffe sehr, dass wir ihn bald wieder auf der Bühne des Thalia (Antigone etc.) erleben dürfen. Herr Grawert ist ein großartiger Schauspieler, den ich am Thalia nicht missen möchte.
Rolf Döring, 23.04.11

Klasse!
Antigone war klasse!
Aus dem Gästebuch, 18.03.11

Großartig
Antigone - eine großartige schauspielerische Leistung! Ingrid und Peter
Aus dem Gästebuch, 02.03.11

Mit grauem Seelennebel gefüllte Seifenblasen
Das Bild der mit grauem Seelennebel gefüllten Seifenblasen, die auf die Bühne herunterregnen und teils in der Luft zerstäuben, teils auf dem Boden ihre triste Fracht freigeben - einfach großartig. Das war es aber auch schon. Der Rest ist entsetzliches und rein akustisch schwer zu verstehendes Theorietheater, ein "Exerzitium" wie der Deutschlandfunk schreibt, das durchzustehen einem alles und wiederum nichts abverlangt als Sitzfleisch und masochistisches Stehvermögen. Wer wissen will wie sich modernes Theater zu Zeiten des eisernen Vorhangs gegeben hat, mag hier eine anschauliche Geschichtsstunde finden - ein inspirierender Klassiker sollte meiner Ansicht nach anders aussehen.
Gerd Ribbeck, 26.02.11