Was ihr wollt

Deutsche Fassung von Gabriella Bußacker und Jan Bosse

„Was ist Liebe?“, heißt es in einem Song dieser Komödie, die zwischen Melancholie und Irrwitz wankt. „Nichts für’s Jenseits“, heißt es weiter, „den Augenblick ge­nießen und nicht an morgen denken.“

Nach einem Schiffsunglück strandet Viola auf einer Insel, auf der eine wohlhabende Gesellschaft herrscht, die sich allein der Sucht hinzugeben scheint: nach Liebe, Musik, Intensität, Spaß und Rausch. In der ihr frem­den Umgebung tritt sie in der schützenden Tar­nung als Cesario auf und wird das Zentrum des Be­geh­rens, das sich wie eine Krankheit ausbreitet. Ist Liebe Schick­sal? Eine bürgerliche Erfindung? Ein Trieb der Natur? Der Stoff, der die Leere füllt? Der Titel, den Shake­speare seiner Komödie der Irrungen und Ver­wir­run­gen, der Verwandlung und Täuschung, des Tau­sches und Rausches gibt, enthält Feststel­lung, Frage und Provokation als Aufforderung: Was ihr wollt. Was wollt ihr? Ist es das, was ihr wollt?

Musik spielt in dieser Shakespeare-Komödie eine be­son­dere Rolle. Rocko Schamoni, bestens bekannt nicht nur als Mitglied von Studio Braun und Autor von „Dorf­punks“, wird sie mit seinem Musikerkollegen Jonas „Jones “ Landerschier komponieren, der zur Band von Jan Delay gehört und für das Theater schon mit Jan Bosse, Schorsch Kamerun u. a. zusammenarbeitete.

Premiere am 27. November 2010 im Thalia Theater

"Mit diesem Erfolg ist der den Akteuren nachgereiste Geist des Burgtheaters in Hamburg angekommen." (Die WELT) 

Besetzung
Fotos
Pressestimmen zu Was ihr wollt

Kommentare

Leider enttäuschend
Leider enttäuschend. Sonst und oft zufrieden bis begeistert von vielen Inszenierungen im Thalia Theater war ich heute gar nicht beeindruckt. Flach und nervig. Deutlich gesagt ich fands scheisse... und damit meine ich nicht die schauspielerische Leistung.
Stefan Winter, 24.11.11

Was ihr wollt – Frech wie zu Shakespeares Zeiten Das war eine freche Inszenierung mit vielen heutigen Aspekten. Es gab viel zu lachen! Die Scherze schwankten von niveauvoll bis niveaulos. Ich konnte nicht über alles lachen, aber was soll es. Es war so frech inszeniert wie es zu Shakespeares Zeiten gewirkt haben mag. Witzig und derb zugleich. Hin und wieder auch sanft und melancholisch. Die beste Szene in der Inszenierung war für mich die Verlesung des Briefes von Jens Harzer und der Baum im Hintergrund, dargestellt von Bruno Cathomas und Jörg Pohl. Genial inszeniert, genial gespielt! Es gab so viel zu sehen und zu lachen, da konnte ich es gut verschmerzen, dass mir die letzte viertel Stunde zu lang wurde. Detlef Götz 19.10.2011
Detlef Götz, 19.10.11

Glück auf!
Herzlichen Dank für eine spannende, ereignisreiche, erfolgreiche Spielzeit 2010/11: Meist eindrucksvolle, kreative, oft aufrüttelnde Inszenierungen im Großen Haus und in der Gaußstraße; immer großartige Leistungen des Thalia- Ensembles. Habe gestern nochmals "Was ihr wollt" gesehen, herzhaft gelacht, mit Theaterblut bespritzt... Ein launiger Abschluss der Saison mit viel zusätzlicher Improvisationskunst der sich offensichtlich auf den Urlaub freuenden Protagonisten/innen. Schaue schon mit viel Freude und großer Erwartung auf die kommende Spielzeit im Thalia! Große Ereignisse (u.v.a. Faust I und II) kündigen sich an. Glück auf!
Rolf Döring, 01.07.11

Großartig
Großartig - vielen Dank für die 2 3/4 Stunden auf modern frisierten Shakespeare!
Aus dem Gästebuch, 16.06.11

GLANZLEISTUNG
Ich bin begeistert über "Was ihr wollt", endlich mal nichts Eingestaubtes! Schauspielerische GLANZLEISTUNG! Vielen, vielen Dank, dass ich so herzlich lachen durfte!
Aus dem Gästebuch, 07.06.11

Weniger ist manchmal mehr
Es hat uns sehr gut gefallen. Die wunderbare Karin Neuhäuser und der spielstarke Bruno Cathomas sind schon als solche Garanten für eigentlich jedes Stück. Besonders da wir mit unserer - noch minderjährigen- Tochter kommen, aber auch aus dem eigenen Empfinden heraus denke ich, dass eine etwas gemässigtere Sprache und der Wegfall einiger Ekelszenen ein noch besseres Gesamtbild geben würden. Manchmal ist weniger eben mehr...
Nicola Lange, 29.05.11

Enttäuschend
Anstrengend, platt, teils niveaulos und widerwärtig. Wo sind die Wortspiele? Wo ist der Witz? Gutes Ensamble, gutes Bühnenbild, gute musikalische Begleitung, ABER SORRY, Fekalwitze, überzogene Sexdarstellungen und Urinierszenen kriege ich auch auf dem Kiez. Wenn ich ins Theater gehe, dann will intelligenten Witz und geistreichen Humor. Und das habe ich komplett vermisst. Enttäuschend!
Das junge Publikum, 12.04.11

Großartig
Großartige Schauspieler, großartiges Stück. Vielen Dank
Stefanie Hubrich, 12.04.11

Shakespeare in seiner bezaubernsten Form
Was Ihr wollt! Brulesque, Comedy, Komödie oder Twelfth Night. Jan Bosse inszenierte Shakespeare in seiner bezaubernsten Form. Keine Scheu vor Slapstick, Zoten und einem Bühnenbild, das nicht schöner triefen könnte, untermalt von romantischen Klängen. Und das Salz in der Suppe waren die Schauspieler, die diesen Abend zu einem kulinarischen Genuss machten. Doch das Thema der Komödie Liebe oder was man dafür hält, Fehlbarkeit der Wahrnehmung, wenn sie nur zur Erfüllung der eigenen Projektionen dient, sowie die Unbeständigkeit der Gefühle, durchziehen den Abend wie ein rotes Band. Schauerlich schön wird diese Erkenntnis wie Sebastian/Viola verzweifelt von Olivia zu Orsino flüchtet und nichts als die leere Projektion von Liebe findet. Der Narr vollendet diesen Reigen sentimentaler Verwirrungen um Projektionen der Liebe mit dem ironischen Lied, "denn der Regen, der regnet jeden Tag". Diese Narretei ist ein Kleinod, wenn Ihr so wollt und es Euch gefällt. Ein Theaternarr
Reiner Schmedemann, 04.04.11

Ich habe selten drei so wundervolle Stunden im Theater verbacht wie heute. Bravo.
Aus dem Gästebuch, 04.04.11

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