Wir treff en uns in Sirat – jenem Ort, an dem Menschen laut islamischer Vorstellung nach dem Tod für ihr Handeln auf der Erde Rechenschaft ablegen. Dort entscheidet sich, ob ein Mensch ins Paradies oder in die Hölle gelangt. Der einzige Moment vielleicht, in dem wir Gott tatsächlich begegnen – und die einzige Gelegenheit, ihn mit dem zu konfrontieren, was auf der Erde in seinem Namen geschieht.
Doch inwiefern steckt Frauenhass in der Religion selbst – oder wird sie zu diesem Zwecke instrumentalisiert? Wir bringen die Geschichten von Frauen mit: Zeugnisse von grausamen Praktiken, die sie erlitten haben und die stets religiös begründet werden. Es sind die Stimmen von Frauen, die den Mut fanden, über ihre Erfahrungen zu sprechen – und damit ein System ins Wanken bringen.
(Studienprojekt II im 3. Jahr/Abschlussjahr)
NIYOUSHA AZARI *2001 in Teheran. Nach einem Schauspielstudium im Iran, studiert sie derzeit Regie an der Theaterakademie der HfMT Hamburg. Ihre interdisziplinären Arbeiten bewegen sich zwischen Theater, Performance und Installation. Sie steht für künstlerisch wie politisch positionierte, atmosphärisch dichte und präzise entwickelte Formate.
Text Malak Jayeola Aderounmu
Bühne Frida Navrátil
Kostüm Alexa Gieseler, Anouk Felscher
Dramaturgie Lilli Oeverink
Musik Candid Rütter
Licht Elisabeth Dimigen
Mit Annie Oreopoulos, Maria Leonie Berten, Sarah Gaia Calderon Stephan, Minou Mehdizadeh Baghbani, Mahta Aminaei, Negin Razzaghi
- Regie









