Digitales Programmheft

Feierabend

Ein Hamburger Reigen der Arbeit von werkgruppe2 Regie Julia Roesler
Dauer 1 Std. 20 Min., keine Pause
Uraufführung 2.10.26, Thalia Gaußstraße
Content Notes
Thematisieren von Überarbeitung, Überlastung, Stresskompensation durch Suchtmittel, Drogenabhängigkeit, Sexismus, Gender-Care-Gap, Tötungsdelikte (Erwachsene und Kinder), (Unfall-)Tod (Erwachsene und Kinder), Leichen, (sexualisierte) Gewalt, Klassismus, Erbrechen, Bestattung, Trauer, lebenszeitverkürzenden Krankheitsbilder, psychischen Erkrankungen, Machtverhältnisse im Arbeitssystem, Herzinfarkt; Stroboskopartige Lichteffekte, laute Musik, Bühnennebel

kurz gefasst

 

 

Feierabend zeigt ein Panorama von zwölf Menschen aus Hamburg, die sehr unterschiedlicher Arbeit nachgehen – von Staatsanwältin bis Kfz-Mechaniker, von unbezahlt über prekär bis hochdotiert. Sie alle berichten davon, wann sich ihre Arbeit nützlich anfühlt, was Energie raubt, wo Herausforderungen liegen und wann ihre Tätigkeit sie erfüllt. Auf Basis von lebensgeschichtlichen Interviews ist ein Stück voller alltagspoetischer Momente entstanden, das den Fragen nachgeht, was uns als Menschen verbindet, wonach wir uns sehnen – selbst wenn wir in sehr unterschiedlichen (Arbeits-)Welten leben. Auf der Bühne werden Schauspieler*innen zu Stellvertreter*innen, und ein Kiosk, wie es ihn auch bei Ihnen um die Ecke gibt, wird zu einem Ort des Versprechens. Denn hier wird sich Zeit genommen: zum Zuhören, zum Nachfragen, zum Über-das-Tagessoll-Hinausgehen. Oder wie unser Kioskbesitzer es formulieren würde: »Du kannst nicht gegen die Dunkelheit ankämpfen. Du musst das Licht anschalten. «

 

Seit über 15 Jahren entwickeln Julia Roesler, Insa Rudolph und Silke Merzhäuser unter dem Label werkgruppe2 dokumentarische Theaterprojekte mit Livemusik. Dabei ist die mündliche Sprache aus den Interviews zum Charakteristikum ihrer Inszenierungen geworden. Mit dem inklusiven Performancekollektiv Meine Damen und Herren aus Hamburg hat werkgruppe2 erstmals für ihren Kinofilm Luisa zusammengearbeitet und setzt dies mit Feierabend als inklusive Theaterproduktion fort.

 

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde, 20 Minuten, keine Pause