Emmett Till, 14 Jahre alt, Schwarz, wird 1955 brutal ermordet. Seine Mutter entscheidet sich dafür, ihren entstellten Sohn mit geöffnetem Sarg aufbahren zu lassen und lost damit den Kipppunkt in der Burgerrechtsbewegung aus. Seine Morder werden freigesprochen, doch der Geist von Emmett lebt weiter – und begleitet Generationen Schwarzer Familien.
Was passiert mit all jenen, die durch rassistische Gewalt ermordet werden? In Toni Morrisons Stück Dreaming Emmett begegnen wir einem Menschen, der zurückkommt, um seine Geschichte neu zu träumen. Einem, der noch nicht weiß, was er braucht, um Frieden finden zu können. Verständnis? Gerechtigkeit? Oder doch Rache?
Toni Morrison sagte mal ≫A dream is just a nightmare with lipstick.≪ Dreaming Emmett ist beides. Ein Traum und ein Alptraum. Es kommt ganz darauf an, aus wessen Perspektive man schaut.
(Drittjahresprojekt 2025)
SARAH ELISABETH BRAUN *1997 in Filderstadt, studiert an der HfS Ernst Busch Theaterregie und ist Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Den Fokus ihrer Arbeit legt sie darauf, migrantische, antifaschistische und Schwarze Perspektiven sichtbar zu machen und zu stärken.
Text nach Toni Morrison
Dramaturgie Helen Waeder, Noémi Ola Berkowitz
Kostüm und Bühne Leo Lesego Brunner
Regieassistenz Rosie Marie
Mentorat Lamin Leroy Gibba, Friederike Heller
Mit Langston Uibel, Samia Dauenhauer, Lara Sophie Milagro, Serge Mateso, Julia Zupan, Carl Geißler
- Regie









