Digitales Programmheft

Der Menschenfeind

Ein Triptychon von Molière Regie Jette Steckel
Dauer 2 Std. 15 Min., keine Pause
Hamburg-Premiere 18.9.26, Thalia Theater
Content Notes
Thematisieren von machtmissbräuchlichen Beziehungsdynamiken; starker Bühnennebel, laute basslastige Musik, schnelle blendende Lichtwechsel, stroboskopartige Lichteffekte Zusätzlicher Hinweis: Wenn Sie empfindlich auf Reizüberflutungen reagieren, empfehlen wir, keinen Platz auf der Tribüne zu wählen.

KURZ GEFASST


Wie wollen wir miteinander reden, leben, lieben? Wie viel Wahrheit vertragen wir? Wie viel Offenheit vertragen unsere Beziehungen? Wie viel Realität verträgt die Liebe? In bissigen Sprachduellen verhandelt Der Menschenfeind grundsätzliche Fragen zwischen radikaler Ehrlichkeit und lebbarem Kompromiss.

Le Misanthrope ist eine funkelnde Satire auf gesellschaftliche Heuchelei, die in ihrer existenziellen Tiefe bis heute nichts an Relevanz verloren hat. Im Zentrum steht der unversöhnliche Konflikt zwischen konsequentem Idealismus und einer Welt, in der Selbstinszenierung und Lüge zu normalen Umgangsformen gehören. Themen wie soziale Anpassung, Moral im Alltag, Wunsch nach Authentizität sowie Debatten um Lebens- und Beziehungsformen sind universell. In Zeiten von Social Media und Selbstoptimierung besitzt der Text aus dem Jahr 1666 eine verblüffende Aktualität.

Die dem Thalia Theater bereits lang verbundene und vielfach ausgezeichnete Regisseurin Jette Steckel – bekannt für ihre bildstarken und emotional dichten Werke – inszeniert Molières Komödie als Triptychon über Kommunikation aus Musik, Film und Theater.