Der Fremde

nach dem Roman von Albert Camus

In einer Fassung von Jette Steckel und Katrin Sadlowski

„Ein Zeichen sind wir, deutungslos, schmerzlos sind wir und haben fast die Sprache in der Fremde verloren.“
Friedrich Hölderlin

Der deutlich autobiografische Held der Erzählung ist ein Antiheld – passiv und indifferent. Ein Ja-Sager, der der Welt gleichgültig gegenüber steht, weil in ihr alles gleich zu gelten scheint. Den Tod der Mutter im Altersheim, die Affäre mit einer Kollegin – alles kann man ertragen, sogar schön finden – auch absichtslos (?) einen Mord zu begehen, bringt einen nicht unbedingt aus der Fassung, schafft allerdings Unruhe und Unannehmlichkeiten, die den Zeitfluss durcheinander bringen. Aber was wäre der Mensch, wenn er sich nicht auch mit seinen Verbrechen arrangieren könnte und sogar mit der zu erwartenden Todesstrafe, die am Ende doch jeden erwartet, sei er nun schuldig oder unschuldig? 

Jette Steckel bringt Albert Camus’ „Der Fremde“ auf die Bühne, das Schlüsselwerk der Philosophie des Absurden. Auch 70 Jahre nach seiner Entstehung hat dieses Werk nichts von seiner beunruhigenden Kraft verloren.

Premiere am 28. Oktober 2011 im Thalia in der Gaußstraße
Vorstellungen
Do,13.06.201319:00 - 20:35 UhrKaufen
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Pressestimmen zu Der Fremde

Kommentare

Schade, dass sie Filterzigaretten geraucht haben. Das hätte Camus niemals geduldet. Ansonsten sehr konzentrierte Leistung.
Aus dem Gästebuch, 31.10.12

Der Fremde
Meursault ist ein Held! Genau so wie jeder der vier Schauspieler, die ihn verkörpern. Grandiose Absurdität.
Eduardo Erdmann, 26.10.12

Großartig
Großartig , die Aufführung gestern! Sehr dicht und durchweg mitreißend und berührend, wir haben etwas Besonderes erleben dürfen, dafür herzlichen Dank von langjährigen treuen Thaliafans. Alles stimmte : die Bühne, die tollen Schauspieler, die Musik und auch der beklemmende Flyer. Herzliche Grüsse!
Aus dem Gästebuch, 18.09.12

Ein bisschen Meursault steckt in jedem von uns
Fremd, beunruhigend, faszinierend. Und doch steckt ein bisschen Meursault in jedem von uns, ob wir es nun zugeben, oder nicht.
Birte Jensen, 22.11.11