So schön wie hier

So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein!
Schlingensiefs Traum: Ein Festspielhaus in Afrika

Ein Benefiz-Abend mit Christoph Schlingensief 

Christoph Schlingensiefs Buch „So schön wie hier kann es im Himmel gar nicht sein“ bildet die Angst ab, sich als Kranker in einer Welt wieder zu finden, die keinen anderen Gedanken als das Leiden kennt und eben diesen einen nicht einmal zu fassen vermag. Mit aller Gewalt hat sich Schlingensief gezwungen, seine Gedanken festzuhalten, seine eigene Sprache zu überfordern, die es nicht leisten kann, das zu fassen, was er ihr zumutet. Er spricht von sich und sprengt damit die Grenzen, die den Tod und das Sterben in der privaten Schweigsamkeit einschließen. Er hat seinem Leiden die Substanz abverlangt, die ihn seine Bilder wieder sehen lässt, seine Gedanken wieder denken lässt. Der Gedanke, ein Festspielhaus in Afrika zu bauen ist längst zu einem Prozess geworden. Christoph Schlingensief hat bereits mehrere Forschungsreisen nach Afrika unternommen, Sponsoren und Helfer gefunden, die seine Idee mitverfolgen. Auf einer Benefiz-Lesereise quer durch Deutschland liest Schlingensief nun nicht nur aus seinem Buch, sondern erforscht und behandelt den immer neuen Zwischenstand seines Afrika-Projekts auf der Suche nach mehr Menschen, die in sein Bild des „Festspielhaus Afrika“ einsteigen wollen.

Alle Einnahmen kommen der Realisierung vom „Festspielhaus Afrika“ zu Gute. Ein Versuch, die Oper in ihren ursprünglichen Kreislauf zurückzuführen und eine moderne Entwicklungshilfe für Afrika zu schaffen. Die Oper als lebendiger Organismus, der empfängt, transportiert und abgibt. Jedem Menschen seine Oper!

Weitere Informationen unter www.festspielhaus-afrika.com und www.schlingensief.com.

Lesung am 10. Oktober um 20 Uhr im Thalia Theater.

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